Ich muss gestehen: eSIMs klangen für mich lange nach unnötiger Spielerei, die ich ohnehin nicht brauche. Digitale SIM-Karten? Noch eine App? Noch ein Setup, das schiefgehen kann? Bisher hat es doch irgendwie immer geklappt, auch wenn ich in Kapstadt mal zwei Stunden im Handyladen anstehen musste. Dann habe ich die eSIM-App Airalo ausprobiert und jetzt nutze ich sie bei jeder Reise außerhalb meines Roamings.
Wie funktioniert die eSIM?
Es gibt mittlerweile viele verschiedene Apps, die euch den Kauf von eSIM-Paketen ermöglichen. Saily, Holafly oder Airalo sind im Apple App-Store aktuell die drei Apps in den Top100 Reise-Apps. Ich habe bisher immer Airalo ausprobiert.
Die App für Android oder Apple bietet eSIM-Pakete für über 130 Länder. Die Pakete laufen meist zwischen 7 und 30 Tagen, enthalten 1 bis 30 GB Daten und kosten je nach Land zwischen 4 und 30 Euro. Damit gibt euch die App Optionen für einen verlängerten Wochenendtrip in die Schweiz bis zur Asien-Rundreise.
Ich habe Airalo bereits in Kirgistan, Albanien und der Türkei ausprobiert und jedes Mal hat es ganz einfach funktioniert: App öffnen, Land wählen, Tarif aussuchen, QR-Code scannen und fertig. Die Netzqualität war stabil, das Datenvolumen transparent einsehbar.
Besonders praktisch: Die Installation geht vor der Reise, sogar von der Couch aus. Bedenkt jedoch, dass die Tarife oft mit der ersten Aktivierung starten. Wer also zu früh installiert, riskiert, dass sie ablaufen, bevor man im Zielland ist.
Was sind die Nachteile von eSIMs?
Klar, ganz ohne Schwächen ist das Thema nicht, denn vorab: Nicht jedes Smartphone unterstützt eSIMs. Vor allem Basisgeräte oder ältere Android-Modelle sind oft nicht kompatibel. Die Voraussetzungen für Apple findet ihr hier, für Android (und auch Apple) hier.
Ein weiterer Punkt: Die Netzqualität kann je nach Anbieter schwanken, besonders, wenn ihr in entlegenen Regionen unterwegs seid. Auch eine eSIM kann euch keinen Funkmast in die Wildnis stellen.
Und: Es ist möglich, dass eSIM-Pakete eine Identitätsprüfung per Ausweis erfordern, was den Buchungsprozess unerwartet verlängern kann. Auch bieten die meisten eSIM-Tarife keine echte Sprach-Flat, was man bedenken muss.
Was ist besser: klassische SIM-Karte oder eSIM?
Das hängt natürlich ganz von euren individuellen Bedürfnissen ab, aber für mich ist die Antwort mittlerweile klar: eSIM.
Keine physischen Karten mehr, kein Anstehen an Shops, die vielleicht nicht immer seriös wirken und keine Angst vor dem Verlieren der eigenen SIM unterwegs. Stattdessen ist alles digital und zentral in einer App. Selbst das Nachladen von Datenvolumen ist mit einem Klick erledigt.
Fazit: Nie wieder Reisen ohne eSIM
Auch wenn ich skeptisch war, würde ich heute keine Reise mehr ohne Airalo oder andere eSIM-Apps planen. Wer einmal erlebt hat, wie befreiend es ist, ohne Tarifstress, ohne Datenlücke, ohne Warteschlange zu surfen, versteht, warum ich überzeugt bin: eSIMs sind zum Reisen genau das Richtige.
Natürlich ist eine eSIM kein Wundermittel. Ihr braucht ein kompatibles Gerät, und manchmal gibt es kleinere Hürden bei der Aktivierung. Aber der Zugewinn an Komfort, Flexibilität und Sicherheit auf Reisen wiegt das bei Weitem auf. Mit einer eSIM habt ihr einen einfachen, stabilen Einstieg, im Normalfall auch immer mit fairen Preisen, einer guten Übersicht via App und bisher durchweg zuverlässigen Verbindungen.

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