Lidl hat ab dem 4. Mai ein kompaktes E-Faltrad im Angebot, das auf dem Papier interessant klingt: Das Sachsenrad F11 MagPuma kommt mit leichtem Magnesiumrahmen, 20‑Zoll-Laufrädern, bis zu 80 Kilometern Reichweite und Transporttasche für 1.100 Euro in den Onlineshop.
Hinter der Marke steckt ein deutscher Hersteller aus Leipzig, der schon seit vielen Jahren E‑Bikes baut. Gebaut werden sie nach eigenen Angaben in Deutschland und Europa.
Im eigenen Onlineshop verlangt Sachsenrad für das Falt-E-Bike übrigens noch knapp 1.300 Euro, andere Händler starten bei 1.200 Euro. Der Lidl-Preis ist also gut.
Und das E-Bike? Für wen eignet es sich? Ich ordne das Angebot für euch ein.
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- Preis: 1.099 Euro bei Lidl (ab 4. Mai)
- Rahmen: Magnesiumrahmen, Faltrahmen, 20 Zoll, ca. 19,8 kg Gesamtgewicht
- Motor: 36 V, 250-W-Heckmotor, Unterstützung bis 25 km/h
- Akku: 280 Wh), abnehmbar, abschließbar
- Reichweite: bis zu 80 km im ECO-Modus laut Herstellerangabe
- Schaltung: Shimano SIS 6‑Gang-Kettenschaltung
- Bremsen: mechanische Scheibenbremsen vorne und hinten
- Reifen: 20 x 2,125 Zoll
- Ausstattung nach StVZO: ja
- Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg (laut Herstellerseite), Lidl gibt 120 kg an
- Zubehör: Transporttasche im Lieferumfang
Motor, Akku und Komponenten
Beim Antrieb setzt Sachsenrad auf einen 250-W-Heckmotor, der das F11 bis 25 km/h unterstützt. Die Kombination aus Nabenmotor und 6‑Gang-Kettenschaltung ist in dieser Klasse üblich und eher auf Alltagstauglichkeit als auf sportliche Höchstleistungen ausgelegt.
Zur genauen Leistung macht der Hersteller keine Angabe – sehr wahrscheinlich ist das Rad daher eher für ebene bis leicht hügelige Strecken geeignet, weniger für bergige Regionen.
Die verbauten Bremsen sind keine hydraulischen Scheibenbremsen, sondern mechanische. Sie bieten damit etwas weniger Bremskraft, sind dafür aber einfacher zu warten. Daneben bietet das Faltrad eine 6-Gang-Schaltung von Shimano, Beleuchtung und Gepäckträger – eine gefederte Sattelstütze oder Gabel gibt es nicht.
Der Akku fällt mit 280 Wattstunden kompakt aus, laut Hersteller sollen damit im ECO-Modus bis zu 80 Kilometer Reichweite möglich sein. In der Praxis ist das erfahrungsgemäß ein Idealwert – je nach Fahrergewicht, Strecke, Unterstützungsstufe und Temperatur liegt man realistisch darunter.
Für den typischen Einsatz als Kurzstrecken- und Urlaubsrad sollte die Kombination aber ausreichen.Der Akku lässt sich entnehmen und separat laden und ist abschließbar.
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Gewicht: gut für Urlaub, weniger fürs tägliche Pendeln
Mit knapp 20 Kilogramm ist das F11 MagPuma für ein E‑Faltrad vergleichsweise leicht – viele Konkurrenzmodelle bringen 23 bis 25 Kilogramm oder mehr auf die Waage.
Trotzdem bleibt es ein vollwertiges E‑Bike mit Motor und Akku: Wer das Rad täglich mehrere Male in Bus und Bahn heben oder Treppen rauf- und runtertragen möchte, merkt auch die knapp 20 Kilogramm deutlich.
Genau hier trennt sich der voraussichtliche Einsatzzweck:
- Pendeln mit viel ÖPNV: Für gelegentliche Fahrten zur S-Bahn oder in den Zug ist das Gewicht noch vertretbar, für den täglichen Einsatz ist es euch aber womöglich zu schwer.
- Urlaub und Wohnmobil: Im Kofferraum oder Wohnmobil ist ein Faltrad wie das F11 im Vorteil. Zusammengeklappt nimmt es weniger Platz weg, bleibt dank 20‑Zoll-Rädern trotzdem alltagstauglich für Einkäufe oder Touren am Urlaubsort.
Wer ein Rad sucht, das sich kompakt verstauen lässt, aber nicht jeden Tag mehrfach geschleppt werden muss, dürfte damit gut klarkommen.
Für wen eignet sich das Sachsenrad F11 MagPuma?
Geeignet ist das Lidl-Faltrad, wenn ihr:
- ein kompaktes E‑Bike für Urlaub und Freizeit sucht, das sich für Fahrten zum Supermarkt, zum Strand oder auf kürzere Touren nutzen lässt.
- ein Faltrad wollt, das leichter ist als viele andere E‑Klappräder, ohne in die Preisregionen sehr teurer Leichtbau-Modelle zu kommen.
- bewusst zu einem Modell eines deutschen Herstellers greifen möchtet.
Weniger passend ist das Angebot, wenn ihr:
- das Rad täglich mehrfach über Treppen oder lange Strecken in Bus und Bahn tragen müsst – knapp 20 Kilogramm bleiben auch hier spürbar schwer.
- eher einen kräftigeren Motor, mehr Gänge oder eine gefederte Sattelstütze bzw. Vollfederung sucht, um auch gröberes Gelände entspannt zu befahren.
Alternativen
Das Engwe L20 3.0 Boost ist kein klassisches Faltrad, aber ein kompaktes 20‑Zoll-E‑Bike mit tiefem Einstieg, Vollfederung und 75 Nm Drehmoment aus einem Heckmotor. Es wiegt mit 33 Kilogramm deutlich mehr als das Sachsenrad, bietet dafür aber:
- eine Vollfederung und breitere 3‑Zoll-Reifen für mehr Komfort auf schlechten Wegen.
- einen starken Motor, der euch bei steilen Anstiegen genug Unterstützungskraft bietet.
- einen deutlich größeren Akku (648 Wh) mit entsprechend mehr Reserven.
Preislich bewegt sich das L20 3.0 Boost je nach Angebot um die 1.400 Euro und zielt eher auf Käufer, die Komfort, Reichweite und Motorleistung höher gewichten als geringes Gewicht oder Mobilität.
Wer explizit ein faltbares E‑Bike mit breiten Reifen sucht, kann sich zudem das Engwe Engine X (1.300 Euro) oder Fiido M1 Pro (1.100 Euro) näher ansehen. Beide setzen auf 20‑Zoll-Fatbike-Reifen (4 Zoll), 250‑Watt-Heckmotoren und größere Akkus mit Reichweiten von bis zu 100 Kilometern.
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Fazit
Das Sachsenrad F11 MagPuma ist ein stimmiges Paket: Für 1.100 Euro bekommt ihr ein recht leichtes E‑Faltrad mit 20‑Zoll-Laufrädern, bis zu 80 Kilometern Reichweite und einer Ausstattung nach StVZO – dazu die Transporttasche direkt im Lieferumfang. Im Preisvergleich bietet Lidl im Händlervergleich aktuell den besten Preis.
Wer ein kompaktes E‑Bike für Urlaub, Wohnmobil und gelegentliche Fahrten sucht und mit mechanischen Scheibenbremsen, 6‑Gang-Schaltung und dem Gewicht von knapp 20 Kilogramm leben kann, bekommt hier ein solides Faltrad eines deutschen Herstellers.
Wenn ihr dagegen mehr Komfort, Vollfederung und kräftige Breitreifen wollt, lohnt ein Blick auf Modelle wie das Engwe L20 3.0 Boost oder Engwe Engine X und Fiido M1 Pro.

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