The Thing, oder wie er in Deutschland heißt, Das Ding aus einer anderen Welt, ist ein Film vom Horror-Experten John Carpenter aus dem Jahr 1982. Der Streifen dreht sich um ein amerikanisches Forscherteam, das in einer Basis in der Antarktis auf eine außerirdische Lebensform stößt. Es gibt übrigens bereits Pläne für eine Fortsetzung.
Vor allem das Ende beschäftigt Fans noch heute und Hauptdarsteller Kurt Russell erklärte erst kürzlich in einem Interview, warum das so ist.
Das Ende von The Thing
Der Film ist eine erneute Adaption einer Erzählung von John W. Campbell aus dem Jahr 1938 mit dem Titel Who Goes There?. Das zentrale Element ist ein Formwandler-Alien, welches jedes Lebewesen imitieren kann.
Als die Forschergruppe um Kurt Russells Charakter R. J. MacReady feststellen muss, dass jeder von ihnen das Ding sein kann, machen sich Misstrauen und Paranoia breit.
1:57
Das Ding aus einer anderen Welt: Der Kultfilm im Trailer
Der Film endet mit nur zwei Überlebenden. MacReady und ein Mann namens Childs, gespielt von Keith David (Platoon, Requiem for a Dream, Nope). Die finale Szene zeigt die beiden in der mittlerweile lichterloh brennenden Forschungsstation.
Das Ende zeigt zwar die Anspannung der beiden und macht deutlich, dass beide vermuten, der andere sei ein Alien, löst das Ganze aber nicht auf. Das Schicksal der beiden bleibt ungeklärt.
Link zum YouTube-Inhalt
Es gibt viele Theorien zu diesem Ende. Einige vermuten, dass Childs ein Ding ist, da sein Atem weniger in der eisigen Luft dampft, andere sehen in MacReady Augen einen verräterischen Schein.
Eine weitere Vermutung ist, dass in der Schnapsflasche, die MacReaedy Childs am Ende reicht, Benzin ist. Damit will er testen, ob er ein Alien ist oder nicht. Wieder andere gehen davon aus, dass beide Menschen sind, aber nicht mit der Situation anders umgehen können, als sich zu misstrauen.
Das ist genau der Punkt
Laut Russell war dieses offene Ende genauso von Carpenter beabsichtigt. Die Zuschauer sollen sozusagen die Ungewissheit der beiden Figuren selbst erleben. Im Gespräch mit MovieWeb sagte er kürzlich:
Für mich ist das Beste an „Das Ding“ das Ende, und genau das hat dem Film seine Lebendigkeit verliehen. Es ist schwierig, man kann hundert verschiedene Wege einschlagen und sagen: Nun, da war dies oder da war das, schau mal, was das war … All das ist beabsichtigt, denn das Drehbuch und die Geschichte selbst boten den Raum dafür. [...] Und wenn man dann endlich zum Ende kommt, hat man diese beiden Typen, die beide einen berechtigten Grund haben, den anderen zu verdächtigen, und es ist einfach, mit anderen Worten, ein Film über Paranoia, und die verschwindet nicht.
Die zentrale Frage des Filmes »Bist du ein Alien, oder nicht?« wird an die Zuschauer weitergegeben und lässt sie mit derselben Ungewissheit zurück, wie auch die Charaktere.
Im Jahr 1982 war The Thing mit laut Boxoffice Mojo 20 Millionen US-Dollar Umsatz und einem Budget von 15 Millionen US-Dollar weder ein großer Erfolg noch ein richtiger Flop.
Heute findet sich der Film jedoch in vielen Listen mit den besten Horrorfilmen. Das Magazin Empire setzt beispielsweise Das Ding auf Platz 4 ihrer Top 50 und Rotten Tomatoes listet den Film ebenfalls in den besten 200 Filmen des Genres auf.
Kurt Russell erklärt im Interview auch, warum der Film zunächst nicht durchstarten konnte. Zum einen verstanden die Leute nicht, dass es im Film um Paranoia ging, zudem gab es im selben Jahr mit E.T. von Stephen Spielberg einen deutlich zugänglicheren Film mit einem Alien.
Er freut sich jedoch sehr, dass der Film über die Jahre zu einem Klassiker aufsteigen konnte und die Zuschauer The Thing jetzt zu schätzen wissen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.