IFA: Diese KI-Brille von Rokid erreichte auf Kickstarter eine halbe Million in 24 Stunden

Leichter als die Konkurrenz: Die Rokid Glasses kombinieren AI, AR und Übersetzung in 89 Sprachen.

Die Rokid Glasses wiegen nur 49 Gramm und gehören damit aktuell zu den leichtesten AR-Brillen der Welt. Die Rokid Glasses wiegen nur 49 Gramm und gehören damit aktuell zu den leichtesten AR-Brillen der Welt.

Die Rokid Glasses sind eines der meistdiskutierten Produkte der IFA 2025. Besucher konnten die ultraleichten AR-Brillen erstmals direkt selbst ausprobieren. Mit nur 49 Gramm Gewicht und einer 12-Megapixel-Kamera kombinieren sie AI, AR und smarte Alltagsfunktionen in einem unauffälligen Gestell.

Die Brille will mehr sein als ein technisches Spielzeug: Sie verstehe sich als Allrounder für Kommunikation, Übersetzung und Interaktion mit der Umgebung. Ist sie der größte Konkurrent für Riesen wie Meta?

Leichtgewicht: Erstes Gefühl der Rokid

Ein Detail, das den Unterschied macht, ist das Gewicht: Mit nur 49 Gramm sind die Rokid Glasses derzeit die leichtesten AR-Brillen auf dem Markt. Zum Vergleich: Metas Prototyp Orion liegt bei rund 100 Gramm – also etwa doppelt so schwer.

Mit über 500.000 US-Dollar in 24 Stunden wurde die Kickstarter-Kampagne ein voller Erfolg. Mit über 500.000 US-Dollar in 24 Stunden wurde die Kickstarter-Kampagne ein voller Erfolg.

Gesteuert werden die Rokid Glasses hauptsächlich über eine Kombination aus Touch-Bedienung am Brillenbügel. So konnte ich mit Tippen auf ein Touchpanel und einen Record-Button in den Menüs wechseln oder eine Aufnahme starten.

Funktionen im Alltag

Getestet habe ich auf der IFA den Presenter-Modus, in dem mir ein Script auf der Brille vorgestellt wird, die schnelle Aufnahme von Fotos und Videos, sowie die Übersetzungsfunktion, bei der die Brille die Stimme meines Gegenübers aufnimmt und mir auf den Bildschirm übersetzt. 

Screenvorstellung, was die Brille sieht auf der IFA. Echtzeit-Übersetzung und Nachfragen bei der KI machen die Brille alltagstauglich. Screenvorstellung, was die Brille sieht auf der IFA. Echtzeit-Übersetzung und Nachfragen bei der KI machen die Brille alltagstauglich.

Nachdem ich mich anfangs an die Steuerung gewöhnen musste, hat dies jedoch erstaunlich gut geklappt. Die Wörter müssen sich bei der Übersetzung jedoch kurz finden, ähnlich wie bei der Diktierfunktion auf eurem Smartphone, wenn sich die Technik noch nicht sicher ist, wie euer Wort endet und euch aber schon Vorschläge macht. 

Über die 12-MP-Kamera können Fotos und Videos direkt aus der Perspektive des Trägers aufgenommen werden. Die Akku-Laufzeit soll circa 6 Stunden betragen. 

Sony-Waveguide-Display, Snapdragon AR1-Prozessor und 12-MP-Kamera bilden das technische Herz der Brille. Alles verbaut in Bügel und Rahmen. Sony-Waveguide-Display, Snapdragon AR1-Prozessor und 12-MP-Kamera bilden das technische Herz der Brille. Alles verbaut in Bügel und Rahmen.

Kickstarter Erfolg und Fazit

Die Rokid Glasses sind ein spannender Schritt im AR-Bereich. Gestützt wird das Produkt durch den Erfolg auf Kickstarter: Innerhalb von nur 24 Stunden wurden über 500.000 US-Dollar eingesammelt. Mehr als das 25-Fache des ursprünglichen Ziels. Auch auf der IFA wurde das Produkt mehrfach ausgezeichnet. 

Dieser schnelle Zuspruch deutet daraufhin, dass das Interesse an AR-Brillen weit über die Tech-Szene hinausgeht. Klar ist aber auch: Ob die Brillen im breiten Markt bestehen, hängt davon ab, wie zuverlässig Soft- und Hardware zusammenspielen. Doch der Crowdfunding-Erfolg deutet an, dass viele genau hier Potenzial sehen.

Ich selbst empfand die Handhabe der Rokid Brille als angenehm und bin noch immer erstaunt über das Gewicht. Sämtliche Technik in die etwas dickeren Brillenbügel und den Rahmen zu pressen, hat so gut geklappt, dass man nach einiger Zeit vielleicht sogar vergisst, dass man eine Brille trägt, wenn da nicht das KI-Fenster vor dem Auge wäre.

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