Intel kommt nicht mehr hinterher: Erste Händler können keinen Ersatz für defekte CPUs liefern, bieten stattdessen Bargeld an

In Deutschland ist die Lage (noch) ruhig.

Intel muss so viele Umtauschprozesse zu defekten CPUs durchführen, dass der Hersteller in einigen Regionen nicht hinterherkommt. Intel muss so viele Umtauschprozesse zu defekten CPUs durchführen, dass der Hersteller in einigen Regionen nicht hinterherkommt.

Vor rund zwei Monaten hat CPU-Hersteller Intel im Zuge der Degradierungsprobleme rund um die Prozessoren der 13. und 14. Generation eine Garantieverlängerung ausgesprochen.

Betroffene Nutzer sollen sich beim Intel-Support melden, um einen Austausch der defekten CPU durchzuführen.

Allerdings tauchen erste Berichte auf, laut denen Intel und Händler schon jetzt nicht genügend Ersatz-Chips haben, um hinterherzukommen. In Deutschland scheint der Austausch immerhin noch problemlos vonstattenzugehen.

Im Detail: Vor rund anderthalb Wochen ist im Intel-Subreddit ein viel diskutierter Beitrag des Nutzers »Towel4« aufgetaucht, der sich für den Austauschprozess direkt an den Kundendienst des Chipherstellers wandte.

  • Der Antwort des Supportmitarbeiters zufolge konnte man im Falle von Towel4 zwar feststellen, dass ein Austausch durchgeführt werden müsste – aber man hat schlicht keine i9-13900K mehr auf Lager.
  • Auch ein Upgrade auf einen »höheren und kompatiblen Ersatz« (sprich: der i9-14900K) könne nicht angeboten werden, da auch hier kein Bestand mehr vorliegt.
  • Entsprechend müsse der Nutzer etwas mehr als einen Monat warten, ehe eine Ersatz-CPU geliefert werden könne.
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Towel4 befindet sich in den USA, wie sich im weiteren Verlauf der Reddit-Kommentare entnehmen lässt. Aber auch andernorts scheint Intel nicht hinterherzukommen, wenn es um die versprochene Durchführung der Garantiefälle geht.

In Hongkong wird Geld statt Umtausch angeboten

Wie Videocardz unter Berufung auf das HKEPC-Portal berichtet, sieht die Lage in Hongkong etwas anders aus. Statt einer Wartezeit für eine neue Intel-CPU erhalten Betroffene ein anderes Angebot: Bargeld.

  • So soll der OEM-Partner »Synnex« mehrere Nutzer im Zuge des Garantieprozesses informiert haben, dass eine Rückerstattung in Höhe von 4.200 Hongkong-Dollar (umgerechnet rund 489 Euro) erfolgen wird.
  • Der zitierte Nutzer soll dem Portal zufolge das Erstattungsangebot angenommen haben und hat kurzerhand nahezu alle Komponenten seines Intel-PCs verkauft, um gleich das gesamte System zu wechseln.

Und in Deutschland? Bisher haben uns noch keine Nutzerberichte erreicht, wonach Intel hierzulande Probleme mit dem Austauschprozess hat.

Unseren Autoren André Baumgartner hat es ebenfalls erwischt. Hier wurde eine Bearbeitungsdauer von fünf bis sieben Werktagen angegeben, die den Zeitraum von der Abholung der defekten Intel-CPU bis zur Ankunft des Ersatz-Chips darstellen soll. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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