Was leistet Intels neue Notebook-GPU? Erster Test dürfte AMD Sorgen bereiten

Panther Lake kann wohl tatsächlich liefern: Intels neue Arc-B390-iGPU zeigt in ersten Spieltests gewaltige Leistungssprünge gegenüber der gängigen AMD-Konkurrenz – mit einer Ausnahme.

Der Intel Core Ultra X9 388H mit Arc B390 erreichte auf der CES 2026 in einem ersten Benchmark-Test mehr als ordentliche Gaming-Leistungen. Der Intel Core Ultra X9 388H mit Arc B390 erreichte auf der CES 2026 in einem ersten Benchmark-Test mehr als ordentliche Gaming-Leistungen.

Zur CES 2026 hat Intel im Kontext mobiler GPUs eine Menge versprochen – und die ersten Benchmarks deuten darauf hin, dass der Chipkonzern das auch hält. Mit der Vorstellung der »Panther Lake«-Generation, die ihr unter der Serie »Core Ultra 300« finden werdet, soll der nächste Schritt im Laptopbereich gelingen.

An der Spitze der Generation stehen die CPU-Varianten mit der iGPU Arc B390 als größte Konfiguration. Gekennzeichnet werden diese mit einem »X« im Namen. So ist es auch beim Flaggschiff-Modell Core Ultra X9 388H, das die Kollegen von ComputerBase auf der CES-Messe testen konnten und ihre Ergebnisse nun präsentieren.

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Performance (fast) in einer eigenen Klasse

Bei dem Kurztest innerhalb von einer Stunde wurde die Core Ultra X9 388H (verbaut in einem Lenovo IdeaPad 5 Pro) in drei Spielen geprüft. Wie ComputerBase erklärt, war Intels Versprechen einer »Performance in einer eigenen Klasse« nicht vollständig übertrieben: Die Arc B390 positioniert sich teils deutlich über der AMD-Konkurrenz – mit einer Ausnahme.

  • In Cyberpunk 2077 erreichte die Arc B390 im Testsystem 60 Bilder pro Sekunde (Fps), während die Radeon 890M in einem höher getakteten Beelink-SER9-Mini-PC lediglich 33,7 Fps erzielte – ein Vorsprung von knapp 80 Prozent.
  • Ähnlich deutlich fiel das Ergebnis in Shadow of the Tomb Raider aus: Hier erreicht Intel 103 Fps, AMD in der gleich getakteten Konfiguration 52 Fps, was ein Plus von knapp 98 Prozent bedeutet.
  • In F1 25 ergibt sich ein ähnliches Bild: Hier kann die Arc B390 mit 139 Fps gegenüber der Radeon 890M mit 86 Fps um rund 62 Prozent zulegen.

Auch bei Notebookcheck weist die Arc B390 mehr als nur manierliche Ergebnisse aus: Gegenüber der Vorgängergeneration kann die neue Intel-Serie zwischen 40 und 50 Prozent mehr an Fps liefern - und das bei etwas weniger Leistungsaufnahme, denn Panther Lake schluckt in diesem Test mit 25 Watt etwas weniger als die 28 Watt von Lunar Lake.

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Das große Aber folgt auf der absoluten Spitze

Die Krone unter den Laptop-iGPUs kann sich die Arc B390 dennoch nicht sichern - zu stark ist nämlich der seit Monaten hochgelobte AMD Ryzen AI Max+ 395 mit seiner integrierten Radeon 8060S.

  • Je nach Spiel liegt die Differenz hier zwischen 22 und 54 Prozent zugunsten der AMD-Variante, die für den ComputerBase-Test auf dieselben 65 Watt gedeckelt wurde, auf denen auch die Arc-GPU arbeitet.
  • Naturgemäß liegt die Arc B390 auch hinter dedizierten Laptop-Grafikkarten wie der ebenfalls getesteten mobilen RTX 4070 - eine solche Leistung verspricht Intel in den Präsentationsfolien aber auch nicht.

Vielmehr will man eine dedizierte RTX 4050 Laptop bei geringerer Leistungsaufnahme um rund zehn Prozent hinter sich lassen. Ob das gelingt, dürfte in den nächsten Wochen feststehen: Erste Laptops mit Panther-Lake-CPU sollen Ende Januar auf den Markt kommen.

Einige weitere Fragen, die an dieser Stelle ebenfalls noch geklärt werden müssen, äußern sich unter anderem in der Leistungsfähigkeit der mobilen Intel-Serie mit kleineren Modellen – etwa dem Core Ultra 5 338H, der auf zwei der Xe³-Kerne verzichtet. Zumindest der Ersteindruck stimmt schon mal: Panther Lake ist (Stand jetzt) ein »starkes Stück«, wie der ComputerBase-Chefredakteur Jan-Frederik Timm meint.

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