Der Grafikkartenmarkt kennt im Westen aktuell drei Hersteller, nämlich Nvidia, AMD und Intel. Von diesen drei Unternehmen kann sich eines über einen »Meilenstein« freuen, wenn es nach dem Marktforschungsinstitut Jon Peddie Research (JPR) geht.
Intel hat mit seinen Arc-Grafikkarten nämlich erstmals die Barriere von einem Prozent Marktanteil (in Ziffern: 1) geknackt – und macht damit auch deutlich, wie einseitig der GPU-Markt inzwischen ist.
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Intel erreicht 1 Prozent, doch Nvidia dominiert den AIB-Markt
Laut dem JPR-Bericht (via Videocardz) haben Intels diskrete Arc-GPUs im dritten Quartal 2025 einen Marktanteil von 1 Prozent im Desktop-AIB-Segment erreicht. Mit AIB sind sogenannte »Add-in-Boards« gemeint – also alle Grafikkarten inklusive Gaming- und Workstation-GPUs.
Intel darf diese Werte tatsächlich als kleinen Erfolg werten, denn in den Jahren zuvor konnte Intel lediglich Anteile im Null-Komma-Bereich aufweisen. Diese Ziffer ist zudem in zweierlei Hinsicht interessant:
- Zum einen zeigt sie, dass Intel Arc trotz holprigem Start und überschaubarem Portfolio im Desktopbereich überhaupt im AIB-Markt sichtbar geworden ist.
- Zum anderen macht die Zahl deutlich, wie stark Nvidia (und mit weitem Abstand AMD) als quasi Standard für Gaming- und High-End-Grafikkarten etabliert ist.
Die Geforce-Macher haben laut JPR ein wenig an Marktanteil eingebüßt: Nvidia kann sich im dritten Quartal 2025 rund 92 Prozent vom Kuchen sichern, die restlichen sieben Prozent entfallen auf AMD.
Bis zu spürbaren Auswirkungen ist es noch ein langer Weg
Kurzfristig dürfte der 1-Prozent-Anteil von Intel die Preisstruktur im Grafikkartenmarkt kaum verändern. Nvidia und AMD bestimmen weiterhin das Geschehen, sowohl bei High-End-GPUs für Enthusiasten als auch im Mittelklasse- und Einsteigerbereich.
Ein echter Preiskampf setzt meist erst ein, wenn Marktanteile spürbar verschoben werden oder ein Anbieter aggressiv in bestimmte Segmente drängt.
Langfristig kann selbst ein kleiner, wachsender Anteil aber Signalwirkung haben. Je ernster Intel Arc im Retail und bei Komplettsystemen genommen wird, desto eher sind Händler, OEMs und Entwickler bereit, Ressourcen in Optimierung und Vermarktung zu investieren.
Für euch könnte das mittelfristig mehr Auswahl bedeuten – vorausgesetzt, Intel hält an der eigenen GPU-Roadmap fest und kann die Plattform technisch wie wirtschaftlich weiterentwickeln.
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