Intel bekräftigt GPU-Pläne, aber eine lang erhoffte Gaming-Grafikkarte gehört wohl nicht mehr dazu

Intel-CEO Lip-Bu Tan hat auf dem Cisco AI Summit neue GPU-Pläne angekündigt – allerdings nicht für PC-Spieler. Die Arc B770 bleibt wohl ein Phantom.

Intel-Chef Lip-Bu Tan hat bestätigt, dass Intel künftig verstärkt auf GPUs setzen will – doch Gamer dürften enttäuscht sein: Die lange erwartete Arc B770 kommt wohl nicht. Intel-Chef Lip-Bu Tan hat bestätigt, dass Intel künftig verstärkt auf GPUs setzen will – doch Gamer dürften enttäuscht sein: Die lange erwartete Arc B770 kommt wohl nicht.

Intel-CEO Lip-Bu Tan hat am 3. Februar 2026 auf dem Cisco AI Summit in San Francisco eine neue GPU-Strategie angekündigt. Intel wird künftig Grafikprozessoren entwickeln, allerdings mit klarem Fokus auf Datacenter und KI-Anwendungen – nicht für Consumer-Gaming.

Passend dazu verdichten sich zeitgleich die Hinweise, dass die seit Monaten erwartete Gaming-Grafikkarte Arc B770 auf Basis des BMG-G31-Chips endgültig gestrichen wurde.

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Intel holt sich GPU-Expertise ins Haus

Tan verkündete gegenüber Reuters, dass Intel bereits einen neuen GPU-Chefarchtiekten eingestellt habe. Bei dem neuen Mann handelt es sich um Eric Demers, einen Veteran der GPU-Entwicklung, der im Januar 2026 von Qualcomm zu Intel wechselte.

  • Demers bringt reichlich Erfahrung mit: Er verbrachte 14 Jahre bei Qualcomm, wo er die Adreno-GPU-Architektur maßgeblich prägte, die heutzutage in gefühlt jedem Snapdragon-Chip zu finden ist.
  • Zuvor war Demers bei AMD beziehungsweise ATI für die legendären R300- und R600-Serien verantwortlich.

Anders als Intels bisherige Arc-GPU-Bemühungen im Consumer-Bereich zielt die neue Initiative klar auf den lukrativen Datacenter-Markt ab. Demers wird laut Reuters an Kevork Kechichian berichten, der Intels Datacenter-Sparte leitet.

Arc B770: Technisch vorhanden, kommerziell begraben

Während Intel seine Datacenter-GPU-Ambitionen bekräftigt, mehren sich die Anzeichen, dass die Gaming-Grafikkarte Arc B770 nicht erscheinen wird. Der zugrundeliegende BMG-G31-Chip existiert technisch – Intel hat im Juni 2025 sogar vier Device-IDs für BMG-G31 im Mesa-Treiber bestätigt –, doch eine Consumer-Veröffentlichung scheint gestrichen.

Laut dem gut informierten Leaker »SquashBionic« fiel die Entscheidung gegen eine Arc B770. Der Grund ist simpel: mangelnde Profitabilität.

Der BMG-G31 ist nicht tot – aber für PC-Spieler gewissermaßen erledigt. Intel plant nach Angaben von SquashBionic, den Chip ausschließlich in der Arc-Pro-Serie für Workstations einzusetzen: Modelle wie die Arc Pro B70 und Arc Pro B65 sollen noch in diesem Quartal erscheinen.

Das Consumer-Lineup bleibt damit wohl bei Arc B580 und B570 stehen. Auf der Plattform X hatte Intel im Mai 2025 noch mehrfach mit »Stay Tuned« geantwortet – inzwischen herrscht Funkstille.

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