Intel-Grafikkarte Arctic Sound - Konferenz für Dezember geplant (Update)

Intel arbeitet bekanntlich an einer eigenen Grafikkarte und wird dazu laut einer Meldung im Dezember eine Konferenz zur GPU-Technik abhalten.

von Georg Wieselsberger,
30.11.2018 06:25 Uhr

Intels Grafikkarte soll 2020 erscheinen. (Bildquelle: Intel)Intels Grafikkarte soll 2020 erscheinen. (Bildquelle: Intel)

Update: Raja Koduri hat auf Twitter zu den Berichten über den Grafik-Event von Intel im Dezember reagiert und zunächst geschrieben, dass so eine Veranstaltung »nicht in seinem Kalender« stehe. Als er bei einer Nachfrage darauf hingewiesen wurde, dass kaum Zweifel daran bestehen, dass es im Dezember einen »nach vorne blickenden Architektur-Event« gebe, erklärte Koduri, dass es sich eben um einen Intel Architecture Day handele, aber nicht um einen »dGPU Day«.

Vermutlich wird Intel also nicht nur Grafik, sondern auch Prozessoren thematisieren, was die Veranstaltung eigentlich noch interessanter machen würde. Allerdings gibt es auch jetzt noch keine offiziellen Details.

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Originalmeldung: Schon länger ist bekannt, dass Intel an einer eigenen Grafikkarte mit der etwas verwirrenden Bezeichnung Arctic Sound arbeitet, die eher an eine Soundkarte denken lässt. Raja Koduri, der ehemalige Chef der Radeon Technologies Group bei AMD, ist inzwischen Chief Architect bei Intel und wird laut einem Bericht von Digitimes mit vielen weiteren hochrangigen Managern an einer Intel-GPU-Konferenz im Dezember teilnehmen.

Da Intel seine neue Grafikkarte erst im Jahr 2020 auf den Markt bringen will, ist nicht davon auszugehen, dass das Unternehmen dort schon Produkte präsentieren wird. Stattdessen dürfte sich die Veranstaltung eher um die grundlegende Technik und die weiteren Planungen drehen.

Intel ist bereits zwei Mal an dem Versuch gescheitert, auf dem Grafikkarten-Markt Fuß zu fassen. 1998 hatte das Unternehmen den Grafikchip i740 vorgestellt, der aber die Erwartungen nicht erfüllen konnte und letztlich zur Grundlage der Grafikkerne in Intel-Prozessoren wurde.

Auch das 2009 vorgestellte Larrabee-Projekt wurde nur ein Jahr später wieder eingestellt. Trotzdem ist Intel auf dem Grafikmarkt erfolgreich, denn die Grafikkerne in den Prozessoren sorgen für einen großen Marktanteil und reichen für reine Anwender und daher für viele Unternehmen vollkommen aus.

Mit Arctic Sound will Intel aber nicht nur im Bereich des Maschinenlernens und der Künstlichen Intelligenz eine Rolle spielen, sondern definitiv auch Grafikkarten für Gamer anbieten. Das Team für die Chip-Entwicklung besteht inzwischen aus sehr bekannten Leuten wie den erwähnten Raja Koduri, aber auch CPU-Legende Jim Keller, der bei AMD zuletzt die Zen-Architektur entwickelte, ist mit an Bord. Auch die ehemaligen AMD-Manager Chris Hook und Darren McPhee sind im Bereich Grafik-Marketing bei Intel tätig.

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