Intel Kaby Lake G - Gerüchte über integrierte Grafik mit HBM2

Intels integrierte GPU der Core-i-Prozessoren ist nicht als Geschwindigkeitswunder bekannt. Das könnte sich Gerüchten zufolge bald mit einer eher ungewöhnlichen iGPU ändern.

von Dennis Ziesecke,
04.04.2017 12:29 Uhr

Intel plant Gerüchten zufolge eine CPU mit schnellerer integrierter GPU und eventuell sogar HBM2-Speicher.Intel plant Gerüchten zufolge eine CPU mit schnellerer integrierter GPU und eventuell sogar HBM2-Speicher.

Mit der Iris-Pro-Grafik konnte Intel einen Achtungserfolg bei integrierten Grafiklösungen erringen und sogar AMDs APUs mit Radeon-Grafik gefährlich werden. Bei der aktuellen Generation Kaby Lake fehlt die schnelle Iris Pro-Option bislang aber komplett. Mit den neuen Kaby Lake G könnte sich das ändern: BenchLife will in den Besitz einer Präsentatationsgrafik gekommen sein, die auf einen CPU-Träger mit zusätzlicher GPU neben dem Prozessor-Die hindeutet.

Aufgelötet statt gesockelt

Die Trägerplatine ist nicht zum Einsatz in Prozessorsockeln vorgesehen, sie wird eingelötet und eignet sich damit erneut weniger für klassische Bastler-PCs. Wie schon bei früheren CPU/GPU-Kombinationen soll die Grafikeinheit auf einem zusätzlichen Chip neben dem Prozessor aber noch auf der Trägerplatine befinden. Zusätzlich soll auch die GT-2-GPU in der CPU weiterhin vorhanden sein - eventuell um bei Office-Anwendungen Energie zu sparen, sicherlich nicht für Dual-GPU-Spielereien.

Da integrierte GPUs sich die wertvolle Speicherbandbreite mit dem Prozessor teilen sind nur selten ansprechende 3D-Ergebnisse verbuchbar. Intel soll die Zusatz-GPU daher laut BenchLife mit HBM(2)-Speicher ausstatten, der eine besonders kompakte Bauweise ermöglicht. Highend-Beschleunigung wird eine solche Lösung dennoch nicht bieten: BenchLife gibt die Prozessoren mit einer TDP von 65 und 100 Watt an, selbst Mittelklasse-GPUs benötigen oft mehr Energie.

Wie schon bei früheren Intel-CPUs mit Iris-Pro-Grafik ist ein Einsatz in klassischen Desktop-Systemen eher unwahrscheinlich - die Kombination mit flotter GPU wurde in der Vergangenheit eher für Mini-PCs und Notebooks eingesetzt.

Radeon GPU neben Intel CPU?

Um welche GPU es sich bei dem Zusatzchip auf dem Kaby-Lake-G-Chipträger handelt ist allerdings unklar. Unter Umständen kommt bereits AMD-Technologie zum Einsatz. Schließlich gab es erst vor kurzem Spekulationen, Intel würde AMD-Grafiktechnik lizenzieren oder sich von AMD eine Semi-Custom-GPU fertigen lassen. Erfahrungen mit HBM-Speicher hat AMD jedenfalls durch die Fury-Grafikkarten und auch dank der kommenden Vega-GPUs. Intel hingegen verbaute in der Vergangenheit nicht ausschließlich selbst entwickelte Grafiklösungen, die ersten Atom-Prozessoren setzten auf eine Grafikeinheit von PowerVR. Möglich ist aber auch eine Lösung auf Basis von Intel eigenen GT2-Grafikeinheiten.

Quelle: BenchLife


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