Interaktive Karte zeigt: So heiß könnte es bei euch zuhause in 60 Jahren sein

Eine Web-App zeigt auf, wie das Klima in vielen Teilen der Welt im Jahr 2085 sein könnte.

Die Temperaturen steigen, doch wie sieht es in 60 Jahren aus? Eine interaktive Karte hat eine mögliche Antwort. (Bildquelle: Jarosław Kwoczała Unsplash) Die Temperaturen steigen, doch wie sieht es in 60 Jahren aus? Eine interaktive Karte hat eine mögliche Antwort. (Bildquelle: Jarosław Kwoczała / Unsplash)

Stell euch vor: Ihr verbringt den Sommer in eurer Stadt, doch die Hitze gleicht eher dem Klima in Südspanien oder Texas. Genau diese bedrückende Zukunftsvision macht nun eine wissenschaftliche Anwendung für jeden greifbar.

Die interaktive Web-App des US-Forschungslabors FitzLab zeigt auf einen Blick, wie das Klima in 60 Jahren an vielen Orten der Welt aussehen könnte. Die Wissenschaftler haben für tausende Städte weltweit berechnet, wie das Klima in den 2080er-Jahren aussehen könnte und welchem Ort es im Jahr 2026 ähnelt.

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So einfach findet ihr euren Klima-Zwilling

Die Bedienung der englischsprachigen App ist einfach. Gebt einen Ort in das Suchfeld ein oder nutzt die interaktive Weltkarte, um einen Ort auszuwählen. Für jeden ausgewählten Ort werden dann zwei Informationen bereitgestellt:

  • Die durchschnittliche Temperatur im Sommer und Winter sowie Veränderungen beim Niederschlag.
  • Der Klima-Zwilling. Eine Stadt, die bereits jetzt das für 2085 berechnete Klima hat.

Aus Berlin wird Norditalien

Die Klimakarte zeigt auf, wie sich Temperatur und Niederschlag verändern könnten. (Klima Prognose (Bildquelle: Fitzlab) Die Klimakarte zeigt auf, wie sich Temperatur und Niederschlag verändern könnten. (Klima Prognose (Bildquelle: Fitzlab)

Beim Test für deutsche Großstädte wird die eher abstrakte Klimakrise greifbarer. Wer heute beispielsweise in Berlin lebt, muss sich in rund 60 Jahren voraussichtlich auf Sommer einstellen, die dem heutigen Klima im kroatischen Hinterland oder in Norditalien gleichen – mit extremen Hitzetagen und drastisch veränderten Jahreszeiten.

Auch für Städte wie München, Köln oder Dortmund zeichnet die Simulation ein eindeutiges Bild: Das gewohnte, gemäßigte mitteleuropäische Wetter weicht zunehmend mediterranen und trockeneren Verhältnissen.

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Die Wissenschaft hinter dem Modell

Die Entwickler der interaktiven Karte geben an, etablierte Klimamodelle und umfangreiche Wetterdaten ausgewertet zu haben.

Das Besondere: Nutzer können in den Einstellungen selbst bestimmen, welches Zukunftsszenario berechnet wird. So zeigt die Standardansicht einen Durchschnittswert aus fünf Klimamodellen an. In den Einstellungen können alle fünf Modelle sowie der Durchschnitt eingeblendet werden. Zudem gibt es die Option, von der jetzigen Entwicklung des CO2-Ausstoßes auf eine Reduzierung analog des Pariser Klimaabkommens zu wechseln.

Die klimatische Verschiebung würde in diesem Fall moderater ausfallen.

Macht den Selbsttest auf der Seite von FitzLab und verratet uns in den Kommentaren: Wo liegt der zukünftige Klima-Zwilling eurer Stadt?


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