Ich tue es. Und ihr wahrscheinlich auch. Ein kurzer Blick auf den Check-in-Bereich eines beliebigen Flughafens genügt, um festzustellen, dass wir viele, sehr viele sind: Menschen, die Bänder, Tücher oder Schnüre an ihre Koffer binden, um sie leichter wiederzuerkennen.
Ein auffällig buntes Halstuch, ein altes Armband, eine Schleife mit Namen – völlig egal. Die Idee dahinter ist, das eigene Gepäckstück sofort von den Koffern der anderen Reisenden zu unterscheiden. Wir markieren es unverwechselbar (so glauben wir zumindest), damit wir sofort wissen, dass es unseres ist, sobald es auf dem Gepäckband auftaucht.
Wie sich herausstellt, ist das jedoch eine weitaus schlechtere Idee, als es zunächst scheint.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
In der Theorie gut…
…in der Praxis jedoch weniger. Obwohl viele von uns Schleifen und Bänder an ihren aufgegebenen Trolleys befestigen, um sie auf einen Blick zu erkennen, hat dieser Trick seine Tücken. Und das Kuriose daran: Ausgerechnet das Flughafen-Personal selbst warnte schon im Jahr 2024 eindringlich davor.
Ein Band oder ein Tuch am Griff mag euch zwar dabei helfen, euren Koffer schneller zu finden, doch für die Fachkräfte in der Gepäckabfertigung kann es eine echte Komplikation darstellen. Eine Komplikation, die am Ende die Sicherheitskontrollen eures Koffers verzögert und somit eure Reisepläne gewaltig durcheinanderbringen kann.
56:50
Die besten Outdoor-Gadgets für den Frühling!
»Es kann Probleme verursachen«
Die Warnung stammt von John, einem Gepäckabfertiger am Flughafen Dublin – einer riesigen Infrastruktur, an der jährlich zehntausende Fluggäste abgefertigt werden. Natürlich alle mit ihrem jeweiligen Gepäck. Im Gespräch mit dem irischen Magazin RSVP Magazine erklärt der Mitarbeiter, dass die Markierungen, die wir zur Identifizierung unseres Gepäcks nutzen, die automatischen Abläufe stören.
Zurück zur manuellen Sortierung:
»Die Bänder, die die Leute an ihre Koffer binden, um sie leichter zu erkennen, können beim Scannen in der Gepäckhalle Probleme verursachen«, erklärt der Mitarbeiter aus Dublin und warnt: »Wenn der Koffer nicht automatisch gescannt werden kann, muss er manuell verarbeitet werden. Das kann dazu führen, dass euer Koffer es nicht mehr rechtzeitig in den Flieger schafft.«
Das Ergebnis? Ein vermeintlich cleverer Trick, der die Reise beschleunigen sollte, bewirkt genau das Gegenteil und sorgt unter Umständen für riesigen Ärger.
Noch mehr nützliche Tipps
Das ist nicht der einzige Ratschlag, den der Mitarbeiter des Dubliner Flughafens parat hat. Damit der Weg durch die Terminals so entspannt, schnell und reibungslos wie möglich verläuft, nennt das RSVP Magazine drei weitere Tipps, die sich kinderleicht umsetzen lassen.
- Der erste ist denkbar simpel: Entfernt unbedingt alte Aufkleber von früheren Flügen. »Sie können beim Scanvorgang für Verwirrung sorgen«, gibt John zu bedenken.
- Der zweite Tipp: Legt den Koffer mit den Rollen nach oben auf das Band, um Beschädigungen beim Transport zu vermeiden.
- Der dritte Ratschlag klingt zwar kurios, ist aber extrem wichtig: Verzichtet darauf, Marzipan im Reisegepäck zu transportieren, auch wenn ihr noch so große Fans dieser Mandelsüßigkeit seid. Der Grund dafür? »Marzipan hat die gleiche Dichte wie einige Sprengstoffe. Daher wird euer Koffer in so einem Fall aussortiert und ihr werdet aus dem Flugzeug ausgerufen.«
Reisen mit Gepäck… und ein paar Kniffen
Die Ratschläge von John sind nicht die ersten Empfehlungen rund um das Thema Fliegen und Gepäckabfertigung. Es gibt bereits zahlreiche Versuche, das lästige Warten am Gepäckband abzukürzen.
Vor einiger Zeit veröffentlichte die britische Boulevardzeitung The Sun zwei Kniffe, mit denen euer Gepäck angeblich besonders schnell auf dem Band landet:
Der erste besteht darin, einen »Fragile«-Aufkleber (zerbrechlich) auf dem Koffer anzubringen. Solche Gepäckstücke werden häufig als erstes entladen.
Der zweite Trick rät dazu, so spät wie möglich einzuchecken und das Gepäck abzugeben. Letzteres ist allerdings nichts für schwache Nerven und kann schnell nach hinten losgehen, wenn ihr euch zeitlich verschätzt.



Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.