Erst kürzlich hatte ich von der Upselling-Falle erzählt, in die man bei Apple leicht tappen kann – man greift aufgrund des geringen Preisverfalls am Ende dann doch eher zum neuen Modell als zum Vorgänger, wenn man ein neues iPhone kaufen will.
Spoiler: Die Falle hat bei mir zugeschnappt. Nach fünf Jahren habe ich mein iPhone 13 Pro in Rente geschickt und bin aufs iPhone 18 Pro Max gewechselt. Seit zwei Wochen habe ich das Smartphone jetzt im Alltagseinsatz. Hat sich der Sprung gelohnt?
Der Biss in den sauren Apfel
Machen wir uns nichts vor: Das Ding ist echt teurer geworden. Das Preisschild hat mich zögern lassen. Aber der Preisverfall bei iPhones ist bekanntermaßen so gering, dass sich der Griff zu einem Vorjahresmodell einfach nicht nach einem guten Deal angefühlt hätte.
Da mir der Unterschied zu gering war, habe ich mich für das aktuelle Modell entschieden.
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Berufskrankheit: Warum es das Pro sein musste
Ich höre schon die berechtigte Frage der Vernunft-Käufer: Musste es denn wirklich das teure Pro-Modell sein? Hätte nicht auch ein günstigeres gereicht?
Die ehrliche Antwort lautet: Als Tech-Redakteur sind Handys mein Job, zudem bin ich Technikfan. Wenn man sie nicht nur testet, sondern auch Tipps oder Kaufberatungen dazu schreibt, ist es wichtig, die neuesten Features im Alltag auszuprobieren – und wenn man alle möchte, muss man zur Pro-Reihe greifen.
Ich hatte mit meinem iPhone 13 Pro in den letzten Jahren etwas den Anschluss verloren – keine Dynamic Island, keine Kamerataste, keine Aktionstaste und kein Apple Intelligence. Ob man all das nun braucht, sei mal dahingestellt. Aber ich wollte beim neuen Modell keine Kompromisse eingehen.
Zudem gebe ich offen zu: Ich wollte auch das neue Kamerasystem inklusive der drei Linsen haben.
Groß, größer, Max
Der Wechsel zum Max-Modell ist ein großer Schritt. Ich wollte aber unbedingt mal das größere Display haben und finde es im Alltag auch wirklich super.
Man muss sich aber nichts vormachen: Das Ding ist ein echter Klopper. Allerdings hatte ich damals schon das iPhone 6 Plus, das nicht wesentlich kompakter war – daher habe ich im Alltag keine Probleme mit der Größe und komme gut damit klar.
Beim Gehäusematerial hatte ich zunächst Zweifel: Mein 13 Pro und zuvor iPhone X hatten noch einen Edelstahlrahmen, das neue setzt hingegen auf Aluminium, was zunächst erstmal empfindlicher ist.
Allerdings hat auch die Farbbeschichtung des Edelstahls beim 13 Pro und iPhone X über die Jahre gelitten – meist durch feinen Schmutz, der sich in der Hülle gesammelt und da wie Schmirgelpapier gewirkt hat. Wie widerstandsfähig das aktuelle Aluminium-Gehäuse auf Dauer ist, muss sich zeigen.
Kein Akku-Zittern mehr und endlich weg von Lightning
Was mich beim neuen Modell komplett abholt, ist die Akkulaufzeit. Wenn es um das Thema Akku-Effizienz geht, ist Apples Sprung beachtlich.
Mein 13 Pro musste am Ende täglich an die Steckdose, trotz neuem Akku. Das 18 Pro Max hält deutlich länger durch. Wenn ich nicht gerade ununterbrochen am Display hänge, komme ich locker zwei Tage ohne Ladung aus. Hier zahlen sich die effizientere Hardware der letzten Jahre und der größere Akku aus.
Hinzu kommt ein kleiner Befreiungsschlag: USB-C. Mich hat der Lightning-Anschluss zuletzt etwas genervt, weil man immer mehrere Kabel mitschleppen musste und auch nicht jedes moderne Zubehör mit Lightning-Stecker kommt. Das hat nun ein Ende.
Gute Kamera, nerviger Knopf
Auch bei der Kamera hat sich spürbar was getan, gerade im Zoombereich und bei wenig Licht. Die neue variable Blende ist ein nettes Gimmick, das ich allerdings erst noch ausgiebig testen muss. Die letzten beiden Wochen hatte ich nach der Arbeit nicht die Zeit und Lust dazu – das muss ich noch nachholen.
Ein paar wenige Schnappschüsse habe ich natürlich gemacht, unter anderem diese:
Mit der Kameraqualität (gerade bei wenig Licht) bin ich zufrieden, auch wenn sie natürlich nicht mit meiner Sony-Systemkamera mithalten kann. (Bildquelle: GameStar Tech)
Was mich im Alltag manchmal stört, ist die Kamerataste. Ich drücke sie so oft versehentlich, wenn ich zum iPhone greife. Deshalb musste ich den Kamerastart vom Einfach- auf einen Doppelklick umbelegen, damit nicht ständig die Kamera-App aufpoppt.
Auf der anderen Seite gefällt mir die Taste aber beim Fotografieren. Zum Zoomen oder für einen schnellen Stilwechsel per Fingerwisch ist sie auf jeden Fall nützlich.
Apple Intelligence nutze ich bisher noch wenig, wobei die neuen Foto-Features wie das »Neu ausrichten« oder »Erweitern« in jedem Fall ganz nette Spielereien sind.
Ideal für Handy- und Remote-Spiele
Wo das Max für mich richtig glänzt, ist die Leistung – etwa beim Zocken. Auf dem 13 Pro blieben mir zuletzt einige der neuen Triple-A-Ports aus dem App Store verwehrt, weil sie nicht mehr unterstützt wurden. Resident Evil 7 biohazard setzt beispielsweise mindestens ein iPhone 15 Pro voraus. Auf dem 18 Pro Max laufen sie anstandslos.
Beim Remote-Gaming begeistert vor allem der große Bildschirm: Das Streamen meiner PC-Spiele via Razer Cortex Mobile oder Steam Link macht im Zusammenspiel mit dem Razer Prio viel Spaß.
Den größeren Arbeitsspeicher merke ich im Alltag deutlich – weniger beim Spielen, als vielmehr beim Multitasking. Der Unterschied zum 13 Pro ist in jedem Fall spürbar, da viel weniger Apps beim Öffnen aus dem Hintegrund neu geladen werden müssen.
Zudem ist das neue Display deutlich heller, sodass ich auch entspannt im Garten eine Runde zocken kann, selbst wenn die Sonne scheint.
Fazit
Ist das iPhone 18 Pro Max ein Update, das mich komplett wegbläst? Nein. Aber ich freue mich auch nach zwei Wochen noch jedes Mal, wenn ich das neue iPhone in die Hand nehme – und das Gefühl hatte ich bei einem Smartphone lange nicht mehr.
In den letzten fünf Jahren hat sich unterm Strich eben doch einiges getan. Für mich hat sich das Upgrade gelohnt und ich bin guter Dinge, dass ich mit dem neuen Modell lange glücklich sein werde. Das sollte ich bei den mittlerweile aberwitzigen Preisen allerdings auch.

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