iPhone und iPad mit den Gedanken steuern: Video demonstriert neue Barrierefreiheits-Funktion von iOS 26 per Gehirnimplantat

Gedankensteuerung wird für Apple-Geräte Realität: Ein neues Video zeigt erstmals, wie ein ALS-Patient sein iPad vollständig mit dem Gehirn bedient.

Mark Jackson leidet an ALS. Dank eines neuen Apple-Interfaces kann er sein iPad dennoch bedienen. Mark Jackson leidet an ALS. Dank eines neuen Apple-Interfaces kann er sein iPad dennoch bedienen.

Apple hat in Zusammenarbeit mit dem Neurotechnologie-Unternehmen Synchron eine Technologie entwickelt, die es Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen ermöglicht, iPhones und iPads allein durch ihre Gedanken zu steuern.

Das kürzlich auf YouTube veröffentlichte Video zeigt Mark Jackson, einen 65-jährigen ALS-Patienten (amyotrophe Lateralsklerose), der sein iPad ohne jede körperliche Bewegung bedient. Er navigiert durch den Homescreen, öffnet Anwendungen und komponiert Textnachrichten – ausschließlich durch mentale Befehle.

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Technische Grundlagen der Gehirnsteuerung

Die erstmals in der Öffentlichkeit demonstrierte Technologie basiert auf dem »Stentrode«-Implantat des Start-ups Synchron – einem Gehirn-Computer-Interface.

  • Anders als bei anderen Verfahren erfolgt die Implantation des Stentrode endovaskulär über die Jugularvene, wodurch eine offene Gehirnoperation vermieden wird. Dieses minimalinvasive Verfahren reduziert sowohl die Operationsrisiken als auch die Heilungszeit erheblich.
  • Das Stentrode besteht aus einem flexiblen Elektrodengeflecht mit 16 Sensoren, das sich wie eine Gefäßstütze in die Blutgefäße oberhalb des motorischen Kortex einführen lässt.
  • Die Elektroden erfassen neuronale Signale, die entstehen, wenn Patienten an Bewegungen denken, obwohl sie diese körperlich nicht mehr ausführen können. Diese Gehirnsignale werden drahtlos an einen externen Decoder übertragen, der sie in digitale Befehle für Apple-Geräte umwandelt.

Auf Softwareseite spielt wiederum Apples »BCI Human Interface Device«-Protokoll (BCI HID) die Hauptrolle. Der neue Standard erkennt Gehirnsignale als native Eingabemethode für iOS 26, iPadOS 26 und visionOS per Bluetooth.

Das System funktioniert in Verbindung mit Apples bereits etablierter Barrierefreiheits-Funktion »Switch Control«, die es euch erlaubt, Geräte über alternative Eingabemethoden zu steuern – nun eben auch über Gehirnsignale.

»Es hat mir einen Teil meines Lebens zurückgegeben«

Mark Jackson erhielt sein Stentrode-Implantat im August 2023, nachdem bei ihm 2021 ALS diagnostiziert worden war. Die neurodegenerative Erkrankung führt zu einem fortschreitenden Verlust der Muskelkontrolle, wodurch Betroffene ihre Fähigkeit zur Kommunikation und Interaktion mit der Umwelt verlieren. Für Jackson bedeutete das Implantat eine Rückkehr zu einem Teil seiner Autonomie.

Als ich die Kontrolle über meine Hände verlor, dachte ich, ich hätte meine Unabhängigkeit verloren. Jetzt kann ich mit meinem iPad Nachrichten an meine Lieben senden, Nachrichten lesen und mit der Welt in Verbindung bleiben – nur durch Denken. Es hat mir einen Teil meines Lebens zurückgegeben.

In dem Demonstrationsvideo ist zu sehen, wie Jackson verschiedene Aufgaben ausführt: Er öffnet Apps, navigiert durch Menüs und verfasst Nachrichten. Dabei wird eine besondere Funktion des neuen Systems deutlich: die Signalstärkeanzeige.

  • Wenn Jackson eine App auswählen möchte, erscheint eine blaue Umrandung um das gewünschte Symbol.
  • Je stärker seine neuronalen Signale sind, desto intensiver wird die blaue Färbung. Diese visuelle Rückmeldung hilft ihm, seine Gedanken zu fokussieren und erfolgreiche Eingaben zu tätigen.
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Jackson ist Teil einer von der FDA (US-amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel) genehmigten Studie rund um den Einsatz des Stentrode-Implantats, an der bis Mai 2025 insgesamt zehn Personen teilnehmen. Apple selbst arbeitet indes daran, das BCI HID-Protokoll als offenen Standard für weitere Entwickler zugänglich zu machen.

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