Meta hat große Gewinnverluste in Kauf genommen, um im Bereich Consumer-VR zum führenden Player zu werden. Die Meta Quest 2 hat für den Durchbruch mobiler und vom PC unabhängiger Headsets gesorgt, die Meta Quest 3 und 3S sorgen zusätzlich für mehr Leistung und Mixed Reality.
Die Pico 4 Ultra, die bei Amazon gerade um 23 % reduziert angeboten wird, hat aber gegenüber der Meta Quest einen großen Vorteil in Form eines optionalen Upgrades: Es gibt Bewegungstracker, die sehr einfach eingebunden werden und das Tracking von Beinen und Hüfte ermöglichen. Warum das praktisch ist? Davon werde ich gleich noch etwas schwärmen.
Nimmt die 23 % Preisnachlass auf die Pico 4 Ultra 256 GB bei Amazon mitDie Pico 4 Ultra ist der Meta Quest 3 recht ähnlich
Bei den technischen Daten kann die Pico 4 Ultra sogar in einigen Punkten gegenüber der Meta Quest 3 punkten:
- Auflösung: Hier bietet Pico mit 2.160 x 2.160 sogar einen leichten Vorsprung gegenüber der Quest 3 mit 2.064 x 2.208 Pixeln. Auswirkungen hat der aber nur auf dem Papier, im Alltag ist er zu gering.
- Linsen: Beide Brillen setzen auf Pancake-Linsen, die gegenüber den beispielsweise bei Valve Index und PSVR2 genutzten Fresnel-Linsen eine klarere und deutlich überlegene Sicht bieten.
- RAM: Da kann Pico punkten: 12 Gigabyte vs. 8 Gigabyte bei Quest 3. Das sind 50 Prozent mehr Speicher, der beispielsweise für bessere Grafik genutzt werden könnte. Dafür benötigt es aber angepasste Apps im Pico-Store.
- Speicher: Während die Meta Quest 3 in Varianten mit 128 und 512 Gigabyte erschienen ist, bedient Pico ausschließlich die frei gebliebene Lücke mit 256 Gigabyte.
- Passthrough: Der ist bei Pico sichtbar besser, dank zweier Kameras mit je 8 Megapixeln. Die Meta Quest 3 nutzt nur 4 Megapixel, was zu einem verrauschteren Umgebungsbild in Mixed Reality führt.
Als Prozessor nutzen beide den Qualcomm Snapdragon XR2 Gen2. Allerdings ist die Pico 4 Ultra trotz des Amazon-Deals etwas teurer als eine Meta Quest 3. Auch der Store, wo ihr passende Spiele und Apps findet, ist etwas schwächer bestückt.
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Diese Nachteile gleicht Pico aber mit ungewöhnlichen Ideen aus: Es gibt beispielsweise die Pico Tracker, die ich bereits weiter oben erwähnt habe - Meta bietet solche Upgrades nicht an, was ich als VR-Fan und begeisterter Spieler von Blade&Sorcery sehr schade finde.
Die besten Angebote beim Amazon Prime Day - da darf die Pico 4 Ultra nicht fehlenGamechanger: Pico Bewegungstracker als Upgrade zur Pico 4 Ultra
Da ich bereits vorher zusätzliche Bewegungstracker mit der HTC Vive Pro 2 eingesetzt habe, war ich beim Test der Pico 4 Ultra-Tracker nicht sonderlich erstaunt über meine Begeisterung. Ok, doch, ein wenig: Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Dinger sich so elegant und einfach verbinden und nutzen lassen.
Ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum ihr diese Dinger überhaupt brauchen solltet? Bei den meisten Headsets könnt ihr zwar euren Kopf und die Hände in der virtuellen Realität tracken und damit fast wie im echten Leben nutzen. Alles rund um den Unterkörper hingegen ist starr und kann bestenfalls vom Programm simuliert bewegt werden.
Mit zusätzlichen Trackern können auch Bewegungen der Beine oder der Hüfte in VR umgesetzt werden. Aus vorher recht starren VR-Chat-Avataren werden so voll bewegliche und deutlich realistischere Verkörperungen.
Vorteile bietet das auch bei Fitness-Apps, kompatible Programme können endlich auch den Unterkörper sinnvoll ins Training mit einbeziehen. Und bei Blade&Sorcery schnetzelt ihr damit halt noch realistischer durch die Gegner. Was eigentlich viel zu befriedigend für einen sonst eher pazifistisch eingestellten Menschen ist, das muss ich gestehen.
Die Motiontracker sind nicht im Kaufpreis der Pico 4 Ultra enthalten, lohnen sich als Zusatzkauf aber sehr. Zumindest, wenn ihr mit dem Konzept der Bewegung etwas anfangen könnt.
Gleich dazu kaufen - Das perfekte Addon für die Pico 4 Ultra: MotiontrackerNicht nur VR, auch Heimkinoersatz und vieles mehr
VR ist nur herumfuchteln in Spielen mit bestenfalls PS3-Grafik? Hier ist das Vorurteils-Sparschwein und bittet um Spende. Brillen wie die Pico 4 Ultra lassen sich auch nutzen, um auf einem wirklich großen virtuellen Bildschirm Filme zu schauen oder auch um die gewohnten PC-Games zu zocken.
Mein Tipp für den ersten App-Kauf ist daher Virtual Desktop. Damit lässt sich die Pico mit dem Gaming-PC verbinden, um SteamVR-Games wie Half-Life: Alyx zu zocken. Aber auch, um Monitorgames wie Battlefield 6 oder Anno 117 auf einem virtuellen Screen genießen zu können.
Übrigens: Die Pico 4 Ultra wird auch im professionellen Umfeld erfolgreich eingesetzt. So konnte ich mit Pico-begeisterten Entwicklern sprechen, die Rettungsdienst-Fortbildungen realistisch in VR realisieren und sich über Performanceprobleme bei ihrer Softwareversion für Meta Quest wunderten - der größere RAM der Pico scheint sich mitunter auszuzahlen.
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