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KFA2 GTX 1050 Ti EXOC White - Blickfang mit zu ambitionierten Lüftern

Im Test der GTX 1050 Ti EXOC White zeigt sich, dass Aussehen nicht alles ist. Das schicke Custom Design von KFA2 kühlt gut, verglichen mit der Konkurrenz aber unter Last einen Tick zu laut.

von Christoph Liedtke,
23.03.2018 15:55 Uhr

Die KFA2 GTX 1050 Ti EXOC White ist in strahlendes Weiß gehüllt und ab Werk übertaktet. Wir vergleichen sie mit den insgesamt sechs bisherigen Testkandidaten.Die KFA2 GTX 1050 Ti EXOC White ist in strahlendes Weiß gehüllt und ab Werk übertaktet. Wir vergleichen sie mit den insgesamt sechs bisherigen Testkandidaten.

Mit der KFA2 Geforce GTX 1050 Ti EXOC White im Test erreicht uns das erste Custom Design einer GTX 1050 Ti in einem auffällig weißen Look. Das betrifft nicht nur die Kühlerabdeckung und die beiden Axial-Lüfter, auch die gesamte Platine erstrahlt in Weiß. Neben der Optik liefert KFA2 die Grafikkarte mit hohem Takt und zusätzlichem 6-Pol-Stromanschluss aus.

Das Custom Design von KFA2 wird, wie der Name EXOC vermuten lässt (»Extreme Overclocked«), übertaktet ausgeliefert. Der GP107-Chip taktet mit 1.354 MHz (1.468 MHz Boost). Mit diesen Chip-Taktraten ordnet sich die EXOC White knapp unterhalb der GTX 1050 Ti G1 Gaming von Gigabyte ein und taktet - zumindest auf dem Papier - genau wie die GTX 1050 Gaming X 4G von MSI. Der 4,0 GByte große GDDR5-Videospeicher wird hingegen nicht übertaktet und arbeitet mit 7,0 GHz effektiv.

Die Kühlung besteht aus einem Aluminium-Heatsink und einer kupfernen Heatpipe, die direkten Kontakt zum Grafikchip hat und so die Abwärme besser auf der Kühlfläche verteilt. Die Spannungsversorgung, bestehend aus 3+1 Phasen, stellt mit einem Wärmeleitpad den Kontakt zum Heatsink her. Zwei im Durchmesser 80 Millimeter große Axial-Lüfter sorgen für Frischluft, die im Leerlauf jedoch nicht stillstehen.

Das auffälligste Merkmal der GTX 1050 Ti EXOC White ist eindeutig ihr Design. Die komplett in weiß gehaltene Grafikkarte hebt sich stark von den nahezu durchweg in Schwarztönen gehaltenen Konkurrenten ab. KFA2 beschränkt die weiße Optik nicht nur auf das Kühlsystem samt Verkleidung, auch das PCB (»Printed Circuit Board«, Platine) folgt diesem Farbschema. Damit dürfte das Custom Design viele Blicke auf sich ziehen.

Abgerundet wird das Erscheinungsbild der EXOC White von einer weißen LED-Beleuchtung. Dazu sind die Lüfter mit jeweils drei LEDs bestückt, die in Abhängigkeit zur Drehzahl durch die dann steigende Spannung kräftiger leuchten. Der Effekt kommt allerdings auch schon mit den normalen, im Leerlauf und unter Spielelast erreichten Drehzahlen gut zur Geltung.

Weitere Einzelheiten zu den technischen Eckdaten der GTX 1050 Ti EXOC White und den bislang getesteten GTX 1050 Ti-Modellen findet ihr in unserem Übersichtsartikel: Die beste GTX 1050 Ti - Welche ist die schnellste, leiseste, günstigste?

6-Pol-Stromanschluss Wie bei einigen anderen Hersteller auch zu finden, besitzt das Custom Design von KFA2 einen zusätzlichen 6-Pol-Stromanschluss. Dadurch steigt die theoretische mögliche Leistungsaufnahme auf bis zu 150 Watt an.

Platine Nicht nur die Kühlerabdeckung und die Lüfter sind weiß gehalten, sondern auch die gesamte Platine.

Beleuchtung Die Lüfter der EXOC White sind jeweils mit drei weißen LEDs versehen, die stärker leuchten, je schneller sich die Lüfter drehen. Auch bei niedrigen Drehzahlen macht sich der Effekt gut bemerkbar.

Technische Daten

KFA2 1050 Ti
EXOC White

Asus 1050 Ti
ROG Strix OC

Gigabyte 1050 Ti
G1 Gaming

Grafikchip

GP107-400

Chiptakt (Basis/Boost)

1.354 /
1.468 MHz

1.379 /
1.493 MHz

1.366 /
1.480 MHz

Shader / TMUs / ROPs

768 / 48 / 32

Fertigung

16 nm FinFET

VRAM

4,0 GByte GDDR5

Speichertakt
(effektiv)

7,0 GHz

Speicher
-interface

128 Bit

Speicher
-bandbreite

112 GB/s

TDP

75 Watt

Testsystem & Benchmarks

In unserem Testsystem arbeitet ein Intel Core i7 7700K, den wir mit den maximalen Standardtaktraten laufen lassen. Der Prozessor wird dank des hohen Taktes seiner vier Kerne sowie aufgrund der Fähigkeit, acht Threads gleichzeitig bearbeiten zu können erst spät zu einem potenziellen Flaschenhals. Gekühlt wird die CPU mit der All-in-One-Wasserkühlung EVGA CLC 240 samt zwei 120 Millimeter großen Axial-Lüftern und 240 Millimeter großem Radiator.

Das ASUS ROG Maximus IX Hero mit Z270-Chipsatz ist mit 16,0 GByte DDR4-Arbeitsspeicher von G.Skill bestückt, den wir mit dem von Intel ausgewiesenen Takt von 2.400 MHz betreiben. Strom liefert ein be quiet! Power Zone mit 1.000 Watt. Softwareseitig setzen wir auf Windows 10 (64 Bit), die Anwendungen und Spiele sind dabei auf einer Crucial BX200 SSD sowie einer Toshiba OCZ RD400 mit jeweils 480 GByte installiert.

Für die Spiele-Messungen muss sich die Grafikkarte in drei DX11-, einem DX12- und einem Vulkan-Spiel beweisen (Battlefield 1, Doom, Rise of the Tomb Raider, The Witcher 3: Wild Hunt, Watch Dogs 2). Alle genannten Titel testen wir mit dem höchsten Preset samt Kantenglättung und sechzehnfacher anisotroper Filterung.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, die Temperaturen ermitteln wir mit dem MSI Afterburner unter typischer Spielelast. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 cm, schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert.

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