Ein Schnäppchen, wie man es nur selten bekommt: Entwickler ergattert PC im Wert von 80.000 Dollar für knapp ein Zehntel davon

Ein KI-Entwickler berichtet auf seiner Webseite, wie er ein ausrangiertes Grace-Hopper-System von Nvidia für einen Zehntel des Preises erworben hat.

Mittlerweile liegt der Preis des verbauten RAMs des KI-Systems etwa genau so hoch wie der damalige Kaufpreis. (Bildquelle: David Noel Ng) Mittlerweile liegt der Preis des verbauten RAMs des KI-Systems etwa genau so hoch wie der damalige Kaufpreis. (Bildquelle: David Noel Ng)

Für eigenständige KI-Entwickler sind leistungsstarke Systeme, die fast ausschließlich von Firmen eingesetzt werden, oftmals außer Reichweite des finanziell Machbaren.

Spezielle KI-Systeme, wie Nvidias Grace-Hopper-PCs, können hohe fünfstellige Beträge und mehr kosten und sind zudem exklusiv für KI-Rechenzentren gedacht.

Das ist passiert: KI-Entwickler David Noel Ng berichtet auf seiner Webseite, wie er für einen vierstelligen Betrag Serverausrüstung von Nvidia gekauft hat, die laut seinen Angaben mindestens 80.000 Dollar wert ist.

Video starten 1:53:19 Der KI-Hype frisst sich selbst – Tech-Jahresrückblick 2025

Der Entwickler berichtet, dass er Anfang des Jahres auf Reddit auf ein Verkaufsangebot aufmerksam geworden ist. Der Verkäufer bot ein Grace-Hopper-System von Nvidia auf der Plattform für 10.000 Euro an.

Für den Preis wurde die folgende Hardware angeboten:

  • 2x Nvidia Grace-Hopper Superchip
  • 2x 72-Kern-Nvidia-Grace-CPU
  • 2x Nvidia Hopper H100 Tensor Core GPU
  • 2x 480 GB LPDDR5X-Speicher mit Fehlerkorrekturcode (ECC)
  • 2x 96 GB HBM3-Speicher
  • 1152 GB schneller Gesamtspeicher
  • NVLink-C2C: 900 GB/s Bandbreite
  • Programmierbar von 1000 W bis 2000 W TDP (CPU + GPU + Speicher)
  • 1x hocheffizientes 3000-W-Netzteil 230 V bis 48 V
  • 2x PCIe Gen4 M.2 22110/2280-Steckplätze auf der Platine
  • 4x FHFL PCIe Gen5 x16

Zuerst befürchtete der Entwickler, dass es sich um ein unseriöses Angebot halten würde, da allein die zwei verbauten H100-Prozessoren jeweils einen Wert von mindestens 30.000 Euro hätten.

Später stellte sich zudem heraus, dass die zwei 480 GB RAM-Module allein dank steigender Preise mittlerweile etwa dem Kaufpreis des Systems entsprechen.

Der Verkäufer nannte mehrere Gründe für den niedrigen Preis:

  • Das System wurde von der ursprünglichen Wasserkühlung auf Luftkühlung umgestellt.
  • Es war in keinem äußerlich guten Zustand.
  • Es war nicht darauf ausgelegt, in einen Serverschrank eingebaut zu werden.

Käufer und Verkäufer einigten sich laut David Noel Ng auf einen Preis von 7.500 Euro.

Auf seiner Webseite gibt der Entwickler Einblicke in den Kauf, die Reinigung, den Aufbau des Systems. Der Entwickler gab zusätzlich rund 1.500 Euro für gebrauchte SSDs, die Umstellung auf Wasserkühlung, ein neues Gehäuse und kleinere Materialien aus, was den Preis auf rund 9.000 Euro erhöhte.

Zu Beginn stieß er auf mehrere Probleme, unter anderem, dass der Grafikchip im Log eine Temperatur von über 16 Millionen Grad Celsius auswies.

Laut dem Entwickler hat sich der Kauf laut dem Entwickler auf alle Fälle gelohnt. Das neue System ist deutlich schneller bei der Ausführung als sein bisheriges System, in welchem er auf vier verbundene Geforce RTX 4090-Grafikkarten setzte. Allerdings dürfte sich die Stromrechnung erhöhen, dazu gibt es aber leider keine Informationen auf der Seite.

Nun ist eure Meinung gefragt. Was haltet ihr von dem Schnäppchen? Hättet ihr, Wissen vorausgesetzt, ebenfalls zugeschlagen? Habt ihr vielleicht schon mal ein ähnliches Schnäppchen gemacht? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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