Ich nutze ChatGPT seit einem Jahr beinahe täglich. Dadurch lernte ich auch, die KI immer besser zu nutzen.
Meine Prompts wurden ausführlicher; die Ergebnisse besser. Trotzdem erkannte ich: Selbst mit ausführlichen Erklärungen konnte ich mit dem Output nicht immer etwas anfangen.
Es fehlte der Wow-Effekt – bis ich einen einfachen Trick entdeckt habe, der das verbessert hat.
Das Problem: Viele Worte, wenig Wirkung
Ein guter Prompt, also die Anweisung an die KI, sollte immer Kontext beinhalten. Bereits vor einem Jahr stellte ich euch einen Trick für ChatGPT und Co. vor, wie ihr das in der Praxis umsetzt.
Lange Zeit dachte ich: Je mehr Infos ich in den Prompt packe, desto besser wird die Antwort.
Also schrieb ich seitenlange Erklärungen, fügte Beispiele hinzu und versuchte, wirklich alles abzudecken.
Aber das Problem war: Ich habe ChatGPT zwar gesagt, was ich will, aber nicht immer, was ich damit beabsichtigte.
Beispiel: Ich bat ChatGPT, Meeting-Notizen zusammenzufassen. Das klappte – aber die Zusammenfassung war … na ja, eben nur eine Zusammenfassung.
Natürlich könnte ich nun meinen Prompt verfeinern und sagen:
nutze Bullet Points
liste Key-Takeaways auf
markiere offene Fragen und Aufgaben
Und all das hilft und wird euren Output dramatisch verbessern. Doch es gibt eine Abkürzung, einen schnellen Trick, der euch die Ergebnisse liefert, die ihr braucht.
Der eine Trick: Ein klares Ziel setzen
Mir wurde klar: Ich musste nicht nur sagen, was gemacht werden soll und wie es gemacht werden soll, sondern vor allem warum. Was ist mein Ziel?
Ein Beispiel:
Statt zu schreiben: Fasse die Meeting-Notizen zusammen
, gibt es folgende Möglichkeiten:
- Fasse die Meeting-Notizen zusammen, damit ich sie als E-Mail an meinen Chef schicken kann.
- Fasse die Meeting-Notizen zusammen, um eine Entscheidungsgrundlage für das nächste Meeting zu haben.
- Fasse die Meeting-Notizen zusammen. Sie sollen allen Leads, die nicht am Meeting teilgenommen haben, einen schnellen Überblick liefern.
Das Ergebnis wird jedes Mal ein anderes sein. So sind zum Beispiel Chefs oder Leads eher an kurzen Key Takeaways oder To-dos interessiert, als an einer allgemeinen Zusammenfassung der Notizen, wohingegen Personen aus anderen Teams oder Abteilungen mehr Kontext bräuchten.
Warum dieser Trick funktioniert
Zugegeben: Das Ziel
gehört mit zum Kontext
, den die KI für eine auf meine Bedürfnisse maßgeschneiderte Antwort braucht. Und Kontext ist wie bereits gesagt mit das Wichtigste in eurem Prompt.
Der Unterschied?
Gebt ihr das Ziel direkt mit, passt ChatGPT den Stil, die Struktur und die Schwerpunkte automatisch an dieses Ziel an – ohne dass ihr umständlich nachbessern oder mehrere Zeilen Kontext schreiben müsst.
Das Beste daran? Es funktioniert nicht nur mit ChatGPT, sondern auch mit Gemini, Claude und Co. Und es muss nicht bei Texten bleiben. Es hilft überall:
- Datenanalyse →
Welche Muster erkennst du in diesen Zahlen, die mir helfen könnten, bessere Entscheidungen zu treffen?
- Virtuelle Teamevents →
Welche Ideen gibt es für ein Event, das das Teambuilding stärkt?
- Social-Media-Posts →
Schreibe einen LinkedIn-Post, der mein Netzwerk zu einer Diskussion anregt.
Das Ziel gibt dem KI-Output Richtung – und das macht einen Riesenunterschied.
Bonus-Tipp: Die KI als Sparringspartner nutzen
Ein weiteres Aha-Erlebnis hatte ich, als ich ChatGPT nicht nur mit Aufgaben fütterte, sondern es als Sparringspartner nutzte.
Statt direkt eine Lösung zu verlangen, stellte ich eine einfache Frage:
„Welche Fragen sollte ich mir stellen, wenn …?“
Beispiel: Welche Fragen sollte ich mir stellen, wenn ich ein virtuelles Teamevent plane?
ChatGPT half mir, mein Ziel zu klären: Geht es um Spaß? Teambuilding? Wissenstransfer?
Dadurch lernte ich, noch bessere Prompts zu formulieren, ohne Textwüsten schreiben zu müssen.
Habt ihr auch einen Tipp? Teilt ihn gern in den Kommentaren!
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