Unabhängig von der Leistung eures PCs kann eine einfache Windows-Option euer Erlebnis verbessern, aber ihr braucht vielleicht ein wenig Geduld [Best of GameStar]

Es geht um den Nachtmodus von Windows 10 und Windows 11, der meiner Erfahrung nach für ein deutlich angenehmeres Desktop-Erlebnis sorgt.

Nach Meinung unseres Autors Nils Raettig darf bei den Monitorfarben gerne eher Rot den Ton angeben statt Blau. Nach Meinung unseres Autors Nils Raettig darf bei den Monitorfarben gerne eher Rot den Ton angeben statt Blau.

Um möglichst viel Spaß beim Arbeiten und Spielen mit einem PC oder Notebook zu haben, braucht es eine gewisse Mindestleistung – spätestens seit einem meiner größten Fehlkäufe bislang kann ich aus eigener Erfahrung ein Liedchen davon singen.

Doch es gibt Windows-Einstellungen, die das Erlebnis auf jedem PC verbessern, wie langsam oder schnell er auch sein mag. Meiner Meinung nach gehört der Nachtmodus eindeutig dazu.

  • Auf den ersten Blick ungewohnt: Zu Beginn habt ihr vielleicht so wie ich das Bedürfnis, den Nachtmodus direkt wieder auszuschalten, weil das Bild befremdlich rötlich aussieht. Auf Dauer empfinde ich es so aber als deutlich angenehmer, und vielleicht geht es euch ja genau so.
  • Microsoft macht es euch sehr leicht: Mittlerweile bietet Windows in den Einstellungen unter System und dann im Bereich Bildschirm simpelste Einstellungsmöglichkeiten für den Nachtmodus, inklusive Schieberegler mit 100 Stufen (ich empfehle einen Wert von 50 oder 60).
  • Es geht mir nicht um Wissenschaft: Dass ich den Nachtmodus empfehle, beruht allein auf meiner persönlichen Erfahrung und nicht auf wissenschaftlichen Studien zu dem Thema Blaulichtfilter (die sich meines Wissens nach nicht einig sind, wenn es um positive Effekte davon geht).

Ich bin jedenfalls froh, dass ich dem Nachtmodus nach meiner ersten Aversion dagegen doch noch eine Chance gegeben habe und will ihn nicht mehr missen.

Nils Raettig
Nils Raettig

Nils Raettig nutzt PCs seit Jahrzehnten privat zum Spielen und seit über einem Jahrzehnt für die Arbeit als Redakteur. Auch wenn er das Entmagnetisieren von klobigen CRT-Bildschirmen irgendwie vermisst, ist er sehr froh, längst an deutlich schlankeren (und breiteren) TFTs zocken und tippen zu können. Dass er aber erst so spät gemerkt hat, wie viel angenehmer all das mit einem Blaulichtfilter subjektiv empfunden ist, ärgert ihn Nachhinein sehr. Und was hat er daraus gelernt? Bislang nicht genutzten Funktionen länger eine Chance geben als ein paar Sekunden!

Auch auf dem Monitor, mit dem ich diesen Artikel gerade schreibe, ist der Nachtmodus aktiv. Warum es sich dabei ganz unabhängig vom Nachtmodus um meinen wichtigsten Hardware-Kauf der letzten Jahre handelt, der mich auch heute noch jeden Tag überzeugt, könnt ihr hier nachlesen:

Windows bringt die Wende

Zum ersten Mal auf einen Blaulichtfilter am PC aufmerksam geworden bin ich durch passende Funktionen in den Einstellungen von Bildschirmen. Die gibt es dort schon lange, aber mit einem gewissen Haken.

  • Einen Blaulichtfilter per Monitormenü zu aktivieren, ist etwas fummelig. Gepaart mit dem spontan zu orange-rot aussehenden Bild habe ich den Blaulichtfilter deshalb zunächst immer direkt wieder abgeschaltet.
  • Mit dem Creators Update für Windows 10 hat Microsoft mir das Leben viel leichter gemacht, indem der Nachtmodus in die Optionen integriert wurde, was auch für Windows 11 weiterhin gilt. Ihn direkt unter Windows auszuprobieren, geht deutlich einfacher sowie in feineren Abstufungen von der Hand als per Monitormenü.
  • Über andere Lösungen wie Zusatzsoftware bin ich zuvor einfach nicht gestolpert beziehungsweise habe nicht danach gesucht.

Ein Klick in den Windows-Einstellungen unter System / Bildschirm / Nachtmodus genügt mittlerweile, um den Blaulichtfilter zu aktivieren.

Auf Wunsch könnt ihr ihn nur zu bestimmten Zeiten einschalten, die Stärke lässt sich wie bereits erwähnt per Schieberegler zwischen 0 und 100 festlegen:

Blaulichtfilter auf allen Geräten

Mittlerweile aktiviere ich den Nachtmodus auf jedem PC dauerhaft, also nicht nur nachts. Und auch auf anderen Geräten mit Bildschirm wie Smartphones oder Tablets nutze ich vergleichbare Funktionen permanent.

App-Empfehlung:

  • Sind auf eurem Mobilgerät von Haus aus keine passenden Funktionen vorhanden was im Jahr 2026 bei aktuellen Android- oder iOS-Versionen kaum noch vorkommt, kann ich unter Android die App Twilight empfehlen. In der Regel findet ihr die Option aber heute direkt in den Schnelleinstellungen eures Handys.
  • Auf dem Handy ist so ein Filter besonders nützlich, wenn ich abends im Bett noch eine Runde surfen oder Videos schauen möchte (auch wenn ich weiß, dass man das für einen möglichst guten Schlaf wohl besser generell nicht tun sollte).
  • Will meine Frau schon schlafen, ist das Licht ausgeschaltet. Im dunklen Zimmer wirkt mein Handydisplay dann aber selbst bei minimaler Helligkeit ohne Blaulichtfilter noch zu grell, auch für mich selbst. Twilight und vergleichbare Apps schaffen da schnell Abhilfe.

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Deshalb lautet mein Rat an euch: Probiert den Nachtmodus aus und gebt ihm eine gewisse Zeit eine Chance. Ich bin mir sicher, dass ihr es nicht bereut!

Wie steht ihr zum Thema Blaulichtfilter und welche Erfahrungen habt ihr bislang damit gesammelt? Aktiviert ihr passende Funktionen auch auf all euren Geräten, nur teilweise oder gar nicht? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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