Kampf gegen Leaks: Apple soll Mitarbeitern Bodycams aufzwingen

Apple geht weiter rigoros gegen Leaks und deren Ursachen vor. Nun soll man auch auf Bodycams und weiterführende Überwachung setzen.

von Peter Bellmann,
01.07.2021 16:35 Uhr

Apple geht derzeit angeblich verschärft gegen Leaks und deren Ursachen vor. Dafür soll das Unternehmen nun Bodycams einsetzen, wie sie von US-Behörden wie der Polizei genutzt werden. Laut frontpagetech.com hat Apple in den letzten Wochen damit begonnen, bestimmte Teams mit Axon 2 Body-Kameras auszustatten.

Strengere Sicherheitsvorkehrungen

Die Body-Kameras verfügen über einen Weitwinkel von 143 Grad, 1.080p-Auflösung und zeichnen angeblich die komplette Schicht auf. Dieser Schritt sei nur der jüngste in einer Abfolge von ergriffenen Maßnahmen, um Leaks schwieriger zu machen.

Axon Body 2 Kamera. (Quelle: Axon.com) Axon Body 2 Kamera. (Quelle: Axon.com)

Apple soll in den letzten Monaten zahlreiche Richtlinien aktualisiert haben, um unlautere Veröffentlichungen zu unterbinden. So würden Transportflugzeuge nun nach der Landung von rundum von Kameras überwacht.

Leaks betreffen schon längst nicht mehr nur Hardware wie iPhones. (Bildquelle: Youtube/PhoneBuff) Leaks betreffen schon längst nicht mehr nur Hardware wie iPhones. (Bildquelle: Youtube/PhoneBuff)

Aufnahmen, die die Zerstörung von Prototypen zeigen, werden laut Berichten nun 180 Tage aufbewahrt und ein neues Computersystem soll warnen, wenn Komponenten zu lange an einer Position verweilen. Laut notebookcheck.com führt Wachpersonal auch Protokoll, wohin Mitarbeitern mit relevanten Bauteilen gehen.

Apple verschickt Warnungen

Doch Apple verschärft die Sicherheitsmaßnahmen angeblich nicht nur in den Bereichen Herstellung und Entwicklung, sondern nimmt frontpagetech.com zufolge auch Personen ins Visier, die die Leaks verbreiten.

So sollen einige bekannte Namen aus der Szene kürzlich Post von dem Unternehmen bekommen haben, mit der Aufforderung, ungesicherte Informationen künftig nicht mehr zu veröffentlichen, da diese die Kunden in die Irre führen könnten.

Link zum YouTube-Inhalt

An diese Aufforderung seien Bilder mit Beweismaterial angehängt gewesen, die den Adressaten verdeutlichen sollten, dass Apple die sozialen Plattformen im Blick behalte. Diese Gangart scheint zumindest teilweise zu fruchten:

So habe der bekannte Leaker »Kang« bereits angegeben, künftig keine Veröffentlichungen mehr zu tätigen, auch wenn er weiter über seine Erfahrungen mit Apple-Produkten berichten möchte, so MacRumors.

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Wie ist eure Meinung? Sollte Apple, falls sich die Gerüchte bewahrheiten, der Riegel vorgeschoben werden oder seht ihr die Maßnahmen als gerechtfertigt? Schreibt uns gerne in die Kommentare.

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