Nach 6 Jahren Entwicklung: Das hier soll der nächste logische Schritt nach Smartwatches und smarten Ringen sein

Nach Jahren der Smartwatches und -ringe will jetzt ein neues Wearable aus den USA zeigen, wie vernetzte Gesundheitsmessung künftig aussehen könnte: als smarter Ohrring.

Wenn es nach einem US-Unternehmen geht, sind smarte Ohrringe der nächste Schritt auf dem Wearable-Markt. (Bildquelle: Lumia Health) Wenn es nach einem US-Unternehmen geht, sind smarte Ohrringe der nächste Schritt auf dem Wearable-Markt. (Bildquelle: Lumia Health)

Smartwatches haben sich mittlerweile in unserem Alltag etabliert, seit etwas mehr als einem Jahr wollen smarte Ringe das Gleiche tun. Ein Ingenieursteam aus dem US-amerikanischen Boston will nun den nächsten Schritt gehen: Das »Lumia 2« ist ein Paar Ohrstecker, das wie hochwertiger Schmuck aussehen und zeitgleich relevante Gesundheitsdaten liefern soll.

Gesundheit am Ohr als nächster Trend?

Bisherige Wearables am Handgelenk oder der Fingeroberfläche erfassen den Puls mittels grünem Licht über kleine Kapillaren – Lumia 2 nimmt zu diesem Zweck hingegen Infrarotsensoren her, um den Blutfluss direkt in einer Ohrarterie zu messen.

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Damit ist der Ohrring gewissermaßen näher am Gehirn als jede andere Messstelle und soll so präzisere Daten liefern. Der Hersteller nimmt dabei insbesondere kurzfristige Durchblutungsschwankungen ins Visier, die Einfluss auf Energielevel, Konzentration und Wohlbefinden haben können.

Laut Mitgründer Daniel Lee (via New Atlas) ist diese Entwicklung mehr als ein Lifestyle-Experiment. Wenn Wearables wirklich bei der langfristigen Gesundheit helfen sollen, so Lee, brauchen sie klinisch vergleichbare Daten. Das Ohr biete dafür die ideale Position – nicht nur für Menschen mit Kreislaufproblemen, sondern für jeden, der seinen Körper besser verstehen möchte.

  • Grundsätzlich richtet sich das Lumia 2 sowohl an Frauen als auch an Männern. Neben klassischen Stecker-Designs bietet das Unternehmen auch eine Manschettenversion ohne Piercing an.
  • Das Gehäuse selbst besteht dabei aus hautverträglichen Metallen wie Titan und Platin, die wiederum in goldener, silberner und transparenter Optik geführt werden.

Die technische Komponente – ein 1  Gramm leichtes Modul hinter dem Ohr – enthält Sensorik, Akku und Prozessor; exakte Daten hierzu sind auf der offiziellen Lumia-Webseite allerdings nicht zu finden. Eine austauschbare Mini-Batterie sorgt für bis zu acht Tage Laufzeit und kann im laufenden Betrieb getauscht werden, ohne das Gerät abzulegen.

Mit nur einem Fünftel der Größe eines AirPods bezeichnet Lumia sein Produkt als »kleinstes Wearable der Welt«. Gleichzeitig soll es alle gängigen Tracking-Funktionen wie Herzfrequenz, Schlafqualität, Körpertemperatur und Bewegungsdaten mitführen.

Wie so einige Produkte aus der neuen Welle an Wearables ist auch das Lumia 2 lediglich im Abo-Modell voll funktional. Die monatlichen Kosten hierfür belaufen sich auf 10 US-Dollar monatlich; der Einstiegspreis für das Set mit einem aktiven und einem optisch abgestimmten passiven Ohrring liegt bei 249 US-Dollar.

Vorbestellungen nimmt Lumia inzwischen auf der hauseigenen Webseite entgegen.

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