Ich weiß, was ihr jetzt denkt: »Noch ein (unnötiges) KI-Gadget?«. Der Stream Ring klingt zumindest für mich auf den zweiten Blick durchaus interessant.
Anstatt Gesundheitsdaten zu tracken, setzt er dort an, wo ich am meisten Unterstützung benötige: beim Festhalten flüchtiger Ideen. Im Ring ist nämlich ein Mikrofon verbaut, um Sprachnachrichten an die dazugehörige App zu senden.
Leider wird der Ring zunächst nur in den USA geliefert.
Das ist der Stream Ring
Stark vereinfacht ist der Stream Ring ein kleines Diktiergerät am Finger mit Musiksteuerung über eine haptische Taste. Mehr nicht. Gesundheitsdaten werden nicht erfasst.
Die Idee: Unauffällig einen Gedankengang festhalten, den man nicht wieder vergessen möchte – das passiert mir ständig. Aktuell behelfe ich mir mit Smartphone, E-Ink-Tablet und gelegentlich Smartwatch.
Mit diesem Ring ist die Aufnahme nur einen Knopfdruck entfernt. Ich muss nicht erst das Notizbuch oder das Handy aus der Tasche zücken.
Laut dem Hersteller Sandbar bleibt das Mikrofon so lange ausgeschaltet, bis man den Knopf zur Aufnahme gedrückt hält. Lässt man die Taste wieder los, stoppt die Aufnahme. Ein haptisches Feedback bestätigt schließlich das Speichern.
Ein Chatbot transkribiert die Aufnahmen anschließend in »übersichtlich bearbeitete« Notizen. Das ist praktisch, wenn dies mit der dazugehörigen iOS-App tatsächlich so funktioniert. Eine Android- sowie eine Desktop-Version sollen folgen.
In der App selbst könnt ihr zudem mit dem Chatbot sprechen. Laut Sandbar wird die Stimme des Bots »teilweise anhand Ihrer eigenen Stimme personalisiert und soll sich ein wenig wie ein Selbstgespräch anfühlen«.
Wahlweise kann diese jedoch auch durch eine nicht personalisierte Stimme ersetzt werden. Alles andere wäre für mich ein klares K.-o.-Kriterium.
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Der Hersteller gibt an, dass die Daten im Ruhezustand sowie bei der Übertragung verschlüsselt werden. Zudem erzielt das Unternehmen Einnahmen durch den Verkauf von Produkten und nicht durch die persönlichen Daten. Auskunft oder Löschung der Daten können jederzeit beantragt werden.
In der Datenschutzerklärung gibt Sandbar an, die Daten nur dann weiterzugeben, wenn es für den Betrieb des Dienstes nötig ist, beispielsweise an Dienstleister wie Stripe, Hosting- oder Supportanbieter. Diese verarbeiten die Daten ausschließlich im Auftrag von Sandbar. Darüber hinaus können Daten an Behörden, verbundene Unternehmen oder potenzielle Käufer übermittelt werden, wenn dies gesetzlich erforderlich ist oder im Rahmen einer Unternehmensübernahme notwendig wird.
16:02
Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!
Wären da nicht zwei Probleme …
Als ich vom »Stream Ring« gelesen habe, war ich zunächst skeptisch. Schon wieder ein KI-Gadget, das vermutlich niemand braucht?
Doch dann dachte ich: »Der Ring macht genau das, wonach ich suche.« Ein subtiles Gadget, das es mir schnell und einfach ermöglicht, Ideen und andere flüchtige Gedanken festzuhalten. Mit nur einem Daumendruck. Super!
Also schaute ich mich auf der Webseite um und stieß auf das altbekannte Problem derartiger Gadgets: ein Abonnement. Damit sinkt das Interesse gegen 0.
Immerhin bietet die kostenfreie Version unbegrenzte Notizen.
Die Pro-Version für 10 Euro pro Monat schließt unlimitierte Chatbot-Interaktionen ein. Wie viele Zugriffe in der Standardversion verfügbar sind, bleibt abzuwarten.
Das Gadget kommt ohnehin erst im Sommer 2026 auf den Markt und kann in den USA zu einem Preis ab 249 US-Dollar vorbestellt werden. Derartige KI-Diktier-Gadgets sind im Übrigen keine Seltenheit.
Auf der IFA in Berlin haben wir einige andere Gadgets mit KI-Funktionen gesehen, darunter Plaude AI.
Auch wenn ich bis auf Weiteres wohl keinen Stream Ring tragen werde, halte ich die grundsätzliche Idee für sehr vielversprechend. Ich würde mir mehr solcher Ideen von anderen Herstellern smarter Ringe wünschen!
Wie seht ihr das? Schöne Idee oder weiterer unnötiger Schnickschnack im KI-Dschungel? Schreibt es gerne unten in die Kommentare.
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