MacBook Neo mit 1-TB-SSD: Das ist möglich, aber nur für Profis

Lässt sich das MacBook Neo tatsächlich aufrüsten? In einem riskanten Test zeigt ein YouTuber, dass eine Modifikation durchaus möglich ist, allerdings nicht für jeden.

Eine SSD mit mehr als 512 GB gibt es für das MacBook Neo nicht, oder doch?(Quelle: iFixit) Eine SSD mit mehr als 512 GB gibt es für das MacBook Neo nicht, oder doch?(Quelle: iFixit)

Seit Jahren sind verlötete Komponenten eines der Markenzeichen von Apples Hardware-Design. Das neue MacBook Neo macht da keine Ausnahme und wie bei allen Notebooks des Herstellers müsst ihr euch direkt beim Kauf entscheiden, wie groß die SSD sein soll. 

Ein nachträgliches Upgrade? Laut Apple soll das unmöglich sein. Der YouTuber DirectorFeng tritt allerdings den Beweis an, dass eine Aufrüstung sehr wohl möglich ist, auch wenn der Umbau nichts für schwache Nerven oder unerfahrene Bastler ist.

Das dazugehörige Video findet ihr weiter unten.

Präzisionsarbeit ist gefragt

Während man bei anderen Notebooks einfach eine M.2-SSD austauschen kann, gleicht dieser Mod einer Operation am offenen Herzen.

Der Modder musste den vorhandenen NAND-Speicherchip mit einer Heißluftstation präzise vom Logicboard ablöten, ohne die umliegenden, mikroskopisch kleinen Bauteile zu beschädigen. Anschließend wurden neue, kapazitätsstärkere Chip aufgebracht.

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Warum der Aufwand?

Die Motivation hinter solchen Projekten ist häufig der wirtschaftliche Aspekt. Während Apple für den Sprung von 256 GB auf 1 TB bei MacBook Air und Pro das Konto gleich mit mehreren hundert Euro belastet, kosten die Speicherchips auf dem freien Markt nur einen Bruchteil.

Für das MacBook Neo ist eine Konfiguration mit 1-TB-Speicher erst gar nicht erhältlich, wer mehr als 512 GB will, müsste also zwangsläufig zum Lötkolben greifen oder auf eine externe SSD setzen. 

Ein anderes Motiv für solche riskanten Modifikationen dürfte wohl auch das Recht auf Reparatur sein. Projekte wie dieses zeigen, dass viele Hardware-Beschränkungen oft nur geschäftspolitisch motiviert sind, während technisch gesehen deutlich mehr möglich wäre.

Oben seht ihr die Hauptplatine eines iPhone 16 Pro und unten die des MacBook Neo. (iFixit) Oben seht ihr die Hauptplatine eines iPhone 16 Pro und unten die des MacBook Neo. (iFixit)

Fazit: Ein Risiko, das nur Profis eingehen sollten

Trotz des Erfolgs ist diese Mod keine Anleitung für den Massenmarkt. Das Risiko, das MacBook dauerhaft unbrauchbar zu machen, ist hoch.

Zudem erlischt jegliche Garantie, und Apples Sicherheitschips machen solche Eingriffe mit jedem Jahr komplizierter. 

Falls ihr den Kauf eines MacBook Neo plant, empfehle ich euch einen Blick auf den folgenden Artikel: MacBook Neo oder MacBook Air: Das müsst ihr vor einer Kaufentscheidung wissen

Ob es jemals ab Werk ein MacBook Neo mit 1-TB-SSD geben wird? Vermutlich nicht, der Preis des Upgrades würde das Neo plötzlich in ganz neue Preisregionen hieven.

Und genau dort sieht Apple das kleine Notebook ja ausdrücklich nicht. Von daher wird es auf absehbare Zeit wohl bei 512 GB als Maximum bleiben.

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