Magic Leap One - Augmented-Reality-Brille kaum besser als Hololens

Die Augmented-Reality-Brille Magic Leap One ist nun für Entwickler erhältlich, doch zumindest diese erste Version ist nur eine kleine Verbesserung im Vergleich zu Microsofts Hololens.

von Georg Wieselsberger,
09.08.2018 08:35 Uhr

Magic Leap One ist vorerst nur für Entwickler gedacht – und recht teuer. (Bildquelle: Magic Leap)Magic Leap One ist vorerst nur für Entwickler gedacht – und recht teuer. (Bildquelle: Magic Leap)

Magic Leap hat in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, denn obwohl man an einem geheimnisvollen Produkt arbeitete, wurden sehr finanzkräftige Investoren gewonnen. Google, Alibaba, Warner Bros und andere namhafte Unternehmen investierten die enorme Summe von 2,3 Milliarden US-Dollar. Der Wert des Unternehmens wurde zuletzt sogar auf 6,3 Milliarden Dollar geschätzt.

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Nun hat das Unternehmen ein erstes Produkt veröffentlicht: die Magic Leap One Creator Edition. Wie der Name schon andeutet, ist die Augmented-Reality-Brille nicht für Endkunden, sondern für Entwickler gedacht.

Auch der Preis von 2.295 US-Dollar dürfte das Feld der Interessenten stark einschränken, auch wenn im Preis inklusive ist, dass Magic Leap die AR-Brille persönlich einstellt und liefert. Inzwischen gibt es auch einige Eindrücke von amerikanischen Testern und laut deren Fazit ist zumindest diese erste Version der Magic Leap One kein wirklich großer Schritt nach vorne.

Bei cnet hat der Tester »gemischte Gefühle«. Die AR-Brille sei zwar real und funktioniere, was manche Kritiker schon bezweifelt hatten, und sie sei das bisher beste AR-Headset. Doch die Erfahrungen damit seien nicht umwerfend gewesen. Zwar sei die Magic Leap One in fast allen Bereichen besser als das schon im Jahr 2016 von Microsoft präsentierte Hololens, aber das Sichtfeld immer noch zu eingeschränkt. Es sei ein Schritt nach vorne, aber bisher kein »Game Changer«.

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Bei The Verge kommt man zu dem Schluss, dass die AR-Brille zwar cooler als die meisten anderen Mixed-Reality-Angebote sei, aber weit davon entfernt, die Versprechen des Mediums zu erfüllen. Magic Leap One habe auch nicht gezeigt, dass es diese Lücke schließen könne. Bei Wired betont man, dass es viele Software-Entwickler braucht, um die Technik zu einem Erfolg zu machen. Aber in einem bestimmten Gebäude arbeite man auch schon an einer Magic Leap Two.

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