Maxe hat vor Kurzem einen Artikel über einen Spieler geschrieben, der Mario Kart mit 8 Spielern auf einer Riesenleinwand gespielt hat. Und ganz ehrlich: Der Artikel hat mir so viel Lust auf eine Runde Couch-Koop gemacht, dass ich mich mit ein paar Freunden zum Daddeln verabredet habe.
Und nachdem wir ein paar Runden Smash und Mario Party in abwechselnden Teams gespielt haben, kam auch mal die Lust auf, eine Runde Mario Kart World zu spielen. Mit Maxes Artikel im Hinterkopf und ohne einen genaueren Blick auf die Spielangaben zu werfen, haben wir auf eine entspannte Runde zu sechst im Splitscreen-Modus gehofft.
Dass das nicht geht, mussten wir schnell feststellen, da Nintendo den lokalen Mehrspielermodus auf vier Personen limitiert – die Lösung war dafür umso kreativer, wenn auch absurd.
9:24
Mario Kart World fährt im Test-Video im Windschatten von Teil 8
Nintendos lokaler Mehrspielermodus ist unnötig kompliziert
Mario Kart World hat generell die ein oder andere Einschränkung, die ich nicht verstehe. Angefangen bei der Tatsache, dass es nur über den Versus-Modus möglich ist, klassische Rundenrennen zu fahren, bis hin zur Limitierung des freien Modus auf eine Person.
Dass der lokale Mehrspielermodus auf vier Personen begrenzt ist, finde ich allerdings eine Frechheit. Gerade, weil Mario Kart 8 Deluxe noch mit bis zu acht Spielern an einer Konsole lief. Klar könnte man meinen, dass man selten mit mehr als vier Spielern fährt und »normale« Bildschirme durch den Splitscreen schnell unübersichtlich werden – für mich sind das allerdings keine echten Argumente.
Vielleicht steckt auch die technische Limitierung der Konsole selbst dahinter. Im Endeffekt müsste die Switch 2 das Spiel schließlich mehrfach rendern können, was bei Mario Kart World möglicherweise zu Rucklern führt.
Theoretisch ist es sogar möglich, Mario Kart mit sechs Personen lokal zu spielen. Nur dass dafür eine LAN-Sitzung gestartet werden muss, die wiederum nicht auf vier Spieler, sondern auf zwei Personen pro Konsole begrenzt ist. Warum das so ist, lässt sich aus meiner Sicht nicht mal mit der Technik der Switch 2 begründen, da der normale Mehrspielermodus schließlich problemlos zu viert geht.
Langsam glaube ich: Nintendo will gar keinen Splitscreen
Wollt ihr Mario Kart World zu sechst spielen, braucht ihr also drei Konsolen, dreimal das Spiel und für das angenehmste Erlebnis im Idealfall drei externe Bildschirme.
In unserem Fall wäre das sogar möglich gewesen, da wir bereits auf Beamer und Fernseher ausgewichen sind und somit nur einen zusätzlichen Bildschirm gebraucht hätten. Eigentlich wollten wir dafür kurz einen PC-Monitor hernehmen, dann bräuchte es aber auch drei Dockingstations – und die hatten wir nicht.
Generell war es nämlich mehr Glück als Verstand, dass wir überhaupt spielen konnten. Eine Freundin hatte ihre Switch eher spontan dabei und ihre Dockingstation zu Hause gelassen. Ein anderer Kumpel, der unweit entfernt wohnt, konnte kurz heimgehen und seine Dockingstation holen.
So hat im lokalen Mehrspielermodus dann auch alles geklappt und wir konnten gemeinsam über unsere Lieblingspisten düsen. Allerdings mit einem Beamer, Fernseher und Switch-Display-Setup, das im direkten Vergleich etwas lächerlich wirkt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Limitierung rein künstlich ist.
Übrigens: Wenn wir davon ausgehen, dass alle Personen mit dem Mehrspielermodus an einer Konsole zufrieden sind und keinen zusätzlichen Bildschirm brauchen, kostet euch der Spaß am Ende immer noch rund 500 Euro pro Konsole und im Schnitt 70 Euro für Mario Kart World. Zusammen also etwas über 1700 Euro.
Bei Mario Kart für den Nintendo DS gab es immerhin die Möglichkeit, auch ohne eine Kopie des Spiels einer lokalen Mehrspielersitzung beizutreten. Durch das Bildschirmchaos und das nervige Setup bleibt das Couch-Koop-Erlebnis des neuesten Mario-Kart-Ablegers für mich erst mal eine einmalige Sache.
Aber wie sieht es bei euch aus? Könntet ihr euch vorstellen, mit einer solchen Lösung zu spielen? Und habt ihr schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht? Lasst dafür gerne einen Kommentar da!

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