Nachdem das fast abgelaufene Kalenderjahr erfolgreiche zwölf Monate für den OLED-Markt darstellen, werfen die ersten Monitor-Trends für 2025 bereits ihre Schatten voraus. Ob der folgende Fortschritt in der Fertigungstechnologie ebenfalls im nächsten Jahr zu sehen wird, ist noch nicht klar. Wegweisend könnte er aber allemal sein.
Wie das Unternehmen »Applied Materials«, immerhin eines der weltweit größten Hersteller von OLED-Fertigungsanlagen, in einer Pressemitteilung erklärt, soll mit einem neuen »MAX OLED« genannten Fertigungsprozess ein Durchbruch im Monitormarkt bevorstehen.
- Demzufolge sollen die hiermit hergestellten MAX-OLED-Panels im Vergleich zum bisherigen Verfahren bis zu dreimal heller ausfallen. Auch die Auflösung könne um den Faktor 2,5 erhöht werden.
- Zeitgleich seien per MAX OLED hergestellte Panels wesentlich langlebiger und sparsamer: Applied Materials nennt hier einen um 30 Prozent gesunkenen Energieverbrauch sowie eine fünfmal längere Lebensdauer.
Um diese Resultate zu erzielen, wählt Applied Materials eigener Aussage zufolge einen »radikal anderen Ansatz« zur Herstellung der OLED-Panels.
Die gängige Methode war bisher das »Fine Metal Masking« (FMM): Hierfür werden (stark vereinfacht) die notwendigen organischen Materialien für die verschiedenen Farben der jeweiligen Pixel mit einer Maske auf dem Glassubstrat angebracht.
Applied Materials verzichtet hingegen auf diese Maske. Stattdessen werden die organischen Materialien mittels eines proprietären Systems »aufgedampft«. Das Unternehmen verspricht hierbei eine »hervorragende Genauigkeit bei der Pixelplatzierung«, woraus auch für die Hersteller selbst eine Reduktion der Produktionskosten erfolgen soll.
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Damit soll auch einer der größten Nachteile bei der Herstellung großer Panels wegfallen: Im Vergleich zu kleinen Geräten wie Smartphones sei die Fertigung größerer Bildschirme wesentlich teurer.
MAX OLED hingegen sei deutlich leichter skalierbar, da die Materialfläche pro Pixel größer ausfällt. Die neue Fertigungstechnik zielt entsprechend insbesondere auf Tablets, Monitore und schlussendlich auch TVs ab.
Auch wenn bisher unklar ist, wann die ersten Monitore mit MAX OLED-Panel auf den Markt kommen, so steht zumindest schon einmal einer der ersten Abnehmer fest. Laut der Pressemitteilung zählt Samsung Display zu den ersten Vertragspartnern, die Fertigungsanlagen für die neue Technologie erworben haben.
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