Meltdown und Spectre - Performance laut Microsoft unter Win 7 und 8 schlechter als unter Win 10

Auch unter Windows 7 und 8 sollen die Updates für Meltdown und Spectre auf Kosten der Leistung gehen – laut Microsoft sogar stärker als unter Windows 10.

von Sara Petzold,
10.01.2018 17:56 Uhr

Meltdown & Spectre sorgen derzeit unter vielen PC-Nutzern für Verunsicherung. (Bildquelle: Natascha Eibl/Public Domain)Meltdown & Spectre sorgen derzeit unter vielen PC-Nutzern für Verunsicherung. (Bildquelle: Natascha Eibl/Public Domain)

Dass aktuelle Updates für Windows 10, die gegen die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre Abhilfe schaffen sollen, sich teilweise merklich negativ auf die Leistung betroffener Prozessoren auswirken können, ärgert derzeit die PC-Community. Doch die nächste schlechte Nachricht ließ nicht lange auf sich warten: Denn Microsoft zufolge sollen Windows 7 und Windows 8 stärker als Windows 10 unter Performance-Verlusten im Zusammenhang mit den entsprechenden Sicherheits-Updates leiden.

Einbußen unter Win 7/8 für die meisten Nutzer »merklich

Wie ComputerBase berichtet, hat Microsoft mittlerweile in einem offiziellen Blog-Beitrag eine Einschätzung zu den Auswirkungen der bislang veröffentlichen Windows-Updates auf die Performance der einzelnen Betriebssysteme herausgegeben. Terry Myerson, Executive Vice President der Windows and Devices Group bei Microsoft, kommt dabei zu folgenden Einschätzungen:

  • Windows 10 mit Skylake-, Kabylake- oder neuerer CPU ab 2016: leichte Einbußen im unteren einstelligen Prozentbereich
  • Windows 10 mit Haswell- oder älterer CPU: stärkere Einbußen als bei neueren Prozessoren, für einen Großteil der Nutzer spürbar
  • Windows 7 und 8 mit Haswell- oder älterer CPU: stärkere Einbußen, für einen Großteil der Nutzer spürbar

Als Begründung für die stärkeren Performance-Einbußen auf den älteren Betriebssystem gibt Microsoft an, dass Windows 7 und 8 mehr User-Kernel-Überleitungen nutzen - beispielsweise finde das Font-Rendering dort im Kernel selbst statt.

Veröffentlichung detaillierter Benchmarks in Kürze geplant

Der Blogbeitrag beinhaltet außerdem eine Tabelle zu den bekannten Exploits von Spectre und Meltdown inklusive der jeweiligen Anpassungen an Windows, die durch die Updates stattfinden. Laut Microsoft wirkt sich aktuell das Update am stärksten auf die CPU-Leistung aus, das der Spectre-Sicherheitslücke 2017-5715 (Branch Target Injection) mithilfe spezifischer CPU-Anweisungen entgegenwirken soll.

Microsoft hat für die kommenden Wochen weitere Details zu den Auswirkungen der Updates auf die CPU-Performance versprochen, inklusive der Ergebnisse detaillierter Benchmark-Tests. Außerdem wolle man daran arbeiten, die Performance der Updates künftig zu verbessern.


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