Microsoft Groove - Musikdienst wird eingestellt, nahtloser Übergang zu Spotify

Microsoft wollte mit Groove einen eigenen Musikdienst etablieren, konnte sich aber gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen. Nun werden die Kunden an Spotify weitergereicht.

von Georg Wieselsberger,
03.10.2017 12:00 Uhr

Groove Spotify (Bildquelle: Microsoft)Groove Spotify (Bildquelle: Microsoft)

Groove Music sollte ein Musikdienst werden, der es mit der Konkurrenz wie Spotify aufnehmen kann, doch offensichtlich ist es Microsoft nicht gelungen, dieses Ziel zu erreichen. Während Apple mit Apple Music aufgrund des Erfolgs mit iTunes recht schnell einen großen Marktanteil erreichen konnte, gibt Microsoft nun den eigenen Musikdienst auf.

Zusammenarbeit mit Spotify

Das kommt vielleicht nicht unbedingt überraschend, doch Microsoft geht noch einen Schritt weiter und transferiert die eigenen Kunden zum bisherigen Konkurrenten Spotify. Der Übergang soll nahtlos funktionieren und alle Lieder, die gekauft wurden, werden ebenso wie die im Laufe der Jahre erstellte Playlisten direkt von Spotify übernommen.

Der Umstieg wird am 31. Dezember 2017 erfolgen. An diesem Tag wird eine neue Version die Groove-Music-App für Windows alle Funktionen verlieren, die für das Streamen, Kaufen und Herunterladen zuständig sind.

Nahtloser Wechsel bis Ende Januar 2018

Die neue Version soll schon kommende Woche von den Windows Insidern getestet werden, die dann vorab ihre Musik-Sammlung zu Spotify transferieren und den Übergang ausprobieren können. Nach der Veröffentlichung der neuen App Ende des Jahres haben die Nutzer aber noch bis zum 31. Januar 2018 Zeit, den Wechsel zu Spotify zu vollziehen.

Die Groove App wird dann aber noch immer zum Abspielen und Verwalten lokaler Musik nutzbar sein. In allen anderen Fällen sollte Spotify ohnehin ein größeres Angebot als Groove bieten, von Einzelfällen vielleicht abgesehen. Selbst die Nutzer eines Windows-Smartphones oder der Xbox One werden von Spotify mit einer App versorgt, sodass auch hier keine Probleme auftreten sollten. Der Umstieg ist laut Microsoft mit wenigen Klicks erledigt.


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