Regelmäßig veröffentlicht der X-Nutzer »TechEpiphany« Auswertungen zu den wöchentlichen Verkaufszahlen beim deutschen Online-Händler Mindfactory. Der Shop ist zwar nur auf die DACH-Region begrenzt, gibt also nur einen regionalen Einblick in die Kauftrends, dennoch lassen sich hieraus auch grundsätzliche Trends ableiten.
In der Kalenderwoche 7 sieht das Bild wie folgt aus: Die Stückzahlen im CPU-Segment gehen zunehmend zurück – auch wenn einzelne Ryzen-Modelle weiter eine hohe Nachfrage verzeichnen. Auffälligerweise sind selbst die älteren AMD-Prozessoren auf AM4-Basis deutlich höher als jegliche Intel-Varianten vertreten.
Welche CPUs sich (noch) verkaufen
In relativen Zahlen liegt der AMD-Anteil an verkauften Prozessoren bei satten 89,8 Prozent. Offensichtlich gilt hierzulande also: Wenn schon CPU-Kauf, dann Ryzen.
- Weiter aufgedröselt sind 54,9 Prozent der Gesamtkäufe auf einen »modernen« AMD-Chip auf Basis von AM5 zurückzuführen. Auf Platz 2 folgt allerdings nicht ein Intel-Sockel, sondern noch einmal AMD – 34,9 Prozent der bei Mindfactory verkauften Prozessoren bauen auf die ältere AM4-Generation.
- Die fehlenden 10,2 Prozent verbleiben logischerweise bei Intel, die sich in 9,4 Prozent des LGA1700- sowie 0,8 Prozent des LGA1200-Sockels aufteilen.
Falls ihr euch jetzt fragt, warum der LGA1851-Sockel nicht in der Auflistung steckt – die beiden genannten Intel-Plattformen sind immerhin schon (mindestens) eine Generation alt –, dann habt ihr ein weiteres CPU-Kaufmuster in Deutschland entdeckt.
Scheinbar wurde nämlich keine einzige CPU aus der Arrow-Lake-Generation bei Mindfactory innerhalb der vergangenen Woche gekauft, sonst würde ja wenigstens ein solches Modell in der Einzelliste auftauchen.
In anderen Worten: Intels aktuelle Generation ist zumindest in diesem Kontext aktuell ein Ladenhüter. Ob der maximal verfeinerte Refresh, der in ein paar Wochen auf uns warten soll, das ändert, bleibt abzuwarten.
Ein ausgebremster CPU-Markt
Aber auch generell scheint die Kauflust in der DACH-Region zurückzugehen, wenn die Mindfactory-Verkaufszahlen einen realen Anhaltspunkt liefern.
Insgesamt sind in der vergangenen Woche rund 1.275 Prozessoren über die Ladentheke gewandert. Im Vergleich zum Jahresende mit etwa 2.100 verkauften CPUs – ebenfalls über sieben Tage gemessen – sind die verkauften Einheiten damit um rund 40 Prozent eingebrochen. Entsprechend geht auch der Umsatz von etwa 550.000 Euro um rund 30 Prozent auf 380.000 Euro nach unten.
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