Etwas mehr als ein Jahr nach dem Release der Arrow-Lake-Generation von Intel alias Core Ultra 200 steht der Refresh nun vor der Tür. Der chinesische Leaker »Golden Pig Upgrade«, der sich schon mehrfach mit korrekten Vorhersagen profiliert hat, erklärte auf Weibo (via Videocardz) dass die Neuauflage der Desktop-Prozessoren entweder im März oder April 2026 erscheinen soll.
Damit verzögert sich die Markteinführung ein wenig: Ursprünglichen Informationen zufolge hätten die auch als Core Ultra 200K Plus bezeichneten neuen CPUs schon zur CES 2026 debütieren sollen. Daraus wurde bekanntlich nichts – straff getaktet sind die kommenden Intel-Monate dennoch.
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Vergesst euren Gaming-PC, wenn das bei Notebooks so weitergeht
Keine großen Änderungen zu erwarten
Der Core Ultra 200K Plus baut auf derselben Arrow-Lake-Architektur auf, die im Oktober 2024 einen Stotterstart hinlegte und sich erst sukzessive steigerte. Zum Start stehen wohl drei neue Prozessoren vor der Tür, die der Gerüchteküche zufolge folgende Spezifikationen aufweisen:
- Core Ultra 9 290K Plus: 24 Kerne/Threads - 5,6 GHz Boosttakt - 125 Watt
- Core Ultra 7 270K Plus: 24 Kerne/Threads - 5,5 GHz Boosttakt - 125 Watt
- Core Ultra 5 250K Plus: 18 Kerne/Threads - 5,6 GHz Boosttakt - 125 Watt
Das neue Flaggschiff in Form des Core Ultra 290K Plus ändert gegenüber dem bisherigen Core Ultra 285L also lediglich die Boosttaktung um 100 bis 200 MHz (je nach Kerntyp).
Spannender wird es indes bei den beiden darunterliegenden Modellen: Neben einem ebenfalls leicht erhöhten Takt erhalten sowohl der Core Ultra 7 270K Plus als auch der Core Ultra 5 250K Plus vier Effizienz-Kerne mehr gegenüber ihren äquivalenten Arrow-Lake-Modellen.
Ansonsten bestätigte Intel bereits Firmware-Optimierungen sowie eine bessere Speicherunterstützung. Statt bisher DDR5-6400 nach JEDEC-Standard kann der Arrow-Lake-Refresh mit DDR5-7200 umgehen.
Die Mainboards mit dem bestehenden LGA-1851-Sockel und 800er-Chipsätzen bleiben indes kompatibel. Wenn ihr also schon auf Arrow Lake umgestiegen seid und die neuen Prozessoren in Anspruch nehmen wollt, müsst ihr immerhin keinen Mainboardwechsel vornehmen.
Unabhängig von der gewählten Refresh-Variante bleibt dafür die Leistungsaufnahme mit 125 Watt TDP identisch mit ihren Vorgängern. Ob damit der eingeschlagene positive Weg fortgeführt werden kann, der sich in einigen Nachtests wie bei den Kollegen von PC Games Hardware zeigte, bleibt bis zum Release abzuwarten.
Straffer Zeitplan
Intels Produktzyklus ist – Wahrheitsgehalt des Weibo-Leaks vorausgesetzt – in den kommenden Monaten damit ziemlich eng getaktet.
Im Januar 2026 steht die Markteinführung der Core Ultra 300 (Panther Lake) für Notebooks im Vordergrund, deren interne Grafikeinheit in ersten Tests für Furore sorgte. Im ersten Quartal 2026 folgt mutmaßlich die Xeon-6-Reihe »Granite Rapids-WS« für Workstations – und dann eben der Desktop-Refresh von Arrow Lake im März oder April 2026.
Core Ultra 200K Plus bleibt dabei angesichts der erwähnt klein ausfallenden Schritte immerhin noch vergleichsweise human im Aufwand. Gewissermaßen wird Arrow Lake noch ein paar Monate weiteres Leben eingehaucht, ehe der tatsächlich wichtige nächste Schritt zum Jahresende folgen soll: »Nova Lake« – die nächste echte Generation – soll nämlich ebenfalls noch in diesem Jahr mit bis zu 52 Kernen auf den Markt kommen.
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