Ich habe keine Ahnung von Tennis, aber dank dieses Roboters hatte ich sofort Spaß

Der SwitchBot AceMate ist der erste speziell fürs Rally-Spiel entwickelte Tennisroboter. Ich habe ihn auf der IFA-Messe in Berlin ausprobiert - und bin beeindruckt.

Die zwei Kameras links und rechts sind die »Augen« des Roboters, die ihm helfen Tiefe und Geschwindigkeit von Bällen zu erkennen. So soll er ein möglichst realistisches Spielerlebnis ermöglichen. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Die zwei Kameras links und rechts sind die »Augen« des Roboters, die ihm helfen Tiefe und Geschwindigkeit von Bällen zu erkennen. So soll er ein möglichst realistisches Spielerlebnis ermöglichen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Auf der IFA 2025 habe ich mir alle möglichen Roboter angesehen, aber einer ist mir besonders gut in Erinnerung geblieben: der neue Tennisroboter Acemate von Switchbot.

Gegen ihn habe ich das erste Mal in meinem Leben Tennis gespielt und es hat nicht nur richtig gut funktioniert, sondern überraschend viel Spaß gemacht. 

Tech Star 2025
Switchbot Acemate
Switchbot Acemate
Der Acemate ist der erste speziell fürs Rally-Spiel entwickelte Tennisroboter. Statt nur Bälle abzufeuern, spielt er wie ein echter Gegner zurück: mit Spin, Tempo und präziser Platzierung.
Über eine App lässt sich einstellen, wie schwer er spielen soll, welche Schläge er nutzt und auf welchem Level man trainiert. Egal ob Anfänger oder Profi, der Acemate passt sich an und macht jedes Match zu einer Mischung aus Training und Spaß.
  • B360-Grad-Bewegung
  • Zwei Kameras zum Erkennen von Distanz und Geschwindigkeit
  • Kann realistische Tennisschläge imitieren
  • Bewegt sich schnell über den Tennisplatz
  • Platz für bis zu 80 Bälle
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Fängt je nach Trainingsstufe nicht jeden Ball

Was ist das Besondere an diesem Tennisroboter?

Normalerweise kennt man Ballmaschinen nur als Geräte, die Bälle stumpf ins Feld feuern, damit man Rückschläge oder Aufschläge üben kann. Der Acemate geht aber einen Schritt weiter – wortwörtlich. 

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Er wurde speziell fürs Rally-Spiel (also den fortlaufenden Schlagwechsel zwischen zwei Spielern) entwickelt und bewegt sich mit bis zu fünf Metern pro Sekunde über den Platz – dank spezieller Räder in jede Richtung.

Dabei versucht er nicht nur, meine (manchmal gegen die Decke der Messehalle) gefeuerten Bälle mit seinem Netz zu fangen, sondern diese auch möglichst realistisch zurückzuspielen. Aus der entsprechenden Richtung, mit der entsprechenden Geschwindigkeit und sogar wahlweise mit Spin – wie ein echter Spieler eben.

Dabei helfen ihm zwei Kameras und natürlich KI, um Distanz und Geschwindigkeit der Bälle zu erkennen. 

Wie das wohl aussehen würde, wenn zwei dieser Roboter gegeneinander spielen? (Bildquelle: Patrick Fernando SchneiderGameStar Tech) Wie das wohl aussehen würde, wenn zwei dieser Roboter gegeneinander spielen? (Bildquelle: Patrick Fernando Schneider/GameStar Tech)

Gesteuert wird das Ganze über eine App, in der sich unzählige Parameter einstellen lassen: vom Schwierigkeitsgrad und der eigenen Leistungsklasse über die Schlagvarianten bis hin zum genauen Radius, in dem die Bälle landen sollen. 

Besonders spannend fand ich, dass der Roboter auch die eigenen Schläge analysiert: Er zeigt, welche Bälle man verpasst hat und wo die Schwächen liegen und gibt Tipps, wie man sich verbessern kann. 

Damit ist er nicht nur ein unterhaltsamer Sparringspartner für Profis, sondern auch ein echter Coach für Anfänger wie mich. Ein Coach, der mit meinen Fähigkeiten skaliert.

Der Acemate hat von uns einen Tech Star Award 2025 erhalten. (Bildquelle: Patrick Fernando SchneiderGameStar Tech) Der Acemate hat von uns einen Tech Star Award 2025 erhalten. (Bildquelle: Patrick Fernando Schneider/GameStar Tech)

Mirco Kämpfer
Mirco Kämpfer

Mirco ist normalerweise der Experte für Saug-, Fensterputz- und Mähroboter bei GameStar Tech. Auf der IFA-Messe in der Berlin hat er jetzt aber eine Reihe neuer Roboter kennengelernt, darunter auch den Acemate von SwitchBot. Tatsächlich hat er das allererste Mal in seinem Leben Tennis gespielt - und das gegen einen Roboter.

Warum er ein Highlight ist

Auch wenn ich bis vor diesem Messebuch nichts von Tennis verstand: Mich hat der Acemate sofort begeistert, weil er Technik und Sport so clever miteinander verbindet. 

Denn die aktuellen Zeiten sind wild. Einerseits stopft nahezu jeder Hersteller um jeden Preis KI in seine Produkte. Andererseits werden immer mehr Roboter entwickelt, die (noch) keinen Nutzen haben (ich schiele auf die zahlreichen Kinder-Roboter in allen Farben und Formen). Beim Acemate wird jedoch ein sinnvoller Anwendungsfall mit smarter Technik kombiniert.

Obwohl ich noch nie zuvor einen Tennisschläger in der Hand hatte, hatte ich in kurzer Zeit das Gefühl, Fortschritte zu machen. Der Roboter passt sich dem eigenen Können an, trainiert mit einem oder sogar zwei Spielern und vermittelt so ein Erlebnis, das es bisher schlicht nicht gab. 

Es steckt ein kleines Team hinter der Entwicklung, das jahrelang an diesem Konzept gearbeitet hat und das merkt man. Für mich war es eines der spannendsten Erlebnisse auf der IFA, weil es nicht nur beeindruckende Technik zeigt, sondern auch einen echten Mehrwert bietet: Sport lernen und Spaß haben, egal auf welchem Level.

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