Auf der IFA 2025 habe ich mir alle möglichen Roboter angesehen, aber einer ist mir besonders gut in Erinnerung geblieben: der neue Tennisroboter Acemate
von Switchbot.
Gegen ihn habe ich das erste Mal in meinem Leben Tennis gespielt und es hat nicht nur richtig gut funktioniert, sondern überraschend viel Spaß gemacht.
Was ist das Besondere an diesem Tennisroboter?
Normalerweise kennt man Ballmaschinen nur als Geräte, die Bälle stumpf ins Feld feuern, damit man Rückschläge oder Aufschläge üben kann. Der Acemate geht aber einen Schritt weiter – wortwörtlich.
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Er wurde speziell fürs Rally-Spiel (also den fortlaufenden Schlagwechsel zwischen zwei Spielern) entwickelt und bewegt sich mit bis zu fünf Metern pro Sekunde über den Platz – dank spezieller Räder in jede Richtung.
Dabei versucht er nicht nur, meine (manchmal gegen die Decke der Messehalle) gefeuerten Bälle mit seinem Netz zu fangen, sondern diese auch möglichst realistisch zurückzuspielen. Aus der entsprechenden Richtung, mit der entsprechenden Geschwindigkeit und sogar wahlweise mit Spin – wie ein echter Spieler eben.
Dabei helfen ihm zwei Kameras und natürlich KI, um Distanz und Geschwindigkeit der Bälle zu erkennen.
Gesteuert wird das Ganze über eine App, in der sich unzählige Parameter einstellen lassen: vom Schwierigkeitsgrad und der eigenen Leistungsklasse über die Schlagvarianten bis hin zum genauen Radius, in dem die Bälle landen sollen.
Besonders spannend fand ich, dass der Roboter auch die eigenen Schläge analysiert: Er zeigt, welche Bälle man verpasst hat und wo die Schwächen liegen und gibt Tipps, wie man sich verbessern kann.
Damit ist er nicht nur ein unterhaltsamer Sparringspartner für Profis, sondern auch ein echter Coach für Anfänger wie mich. Ein Coach, der mit meinen Fähigkeiten skaliert.
Warum er ein Highlight ist
Auch wenn ich bis vor diesem Messebuch nichts von Tennis verstand: Mich hat der Acemate sofort begeistert, weil er Technik und Sport so clever miteinander verbindet.
Denn die aktuellen Zeiten sind wild. Einerseits stopft nahezu jeder Hersteller um jeden Preis KI in seine Produkte. Andererseits werden immer mehr Roboter entwickelt, die (noch) keinen Nutzen haben (ich schiele auf die zahlreichen Kinder-Roboter in allen Farben und Formen). Beim Acemate wird jedoch ein sinnvoller Anwendungsfall mit smarter Technik kombiniert.
Obwohl ich noch nie zuvor einen Tennisschläger in der Hand hatte, hatte ich in kurzer Zeit das Gefühl, Fortschritte zu machen. Der Roboter passt sich dem eigenen Können an, trainiert mit einem oder sogar zwei Spielern und vermittelt so ein Erlebnis, das es bisher schlicht nicht gab.
Es steckt ein kleines Team hinter der Entwicklung, das jahrelang an diesem Konzept gearbeitet hat und das merkt man. Für mich war es eines der spannendsten Erlebnisse auf der IFA, weil es nicht nur beeindruckende Technik zeigt, sondern auch einen echten Mehrwert bietet: Sport lernen und Spaß haben, egal auf welchem Level.

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