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Seite 2: Monitor-Revolution - TFT-Monitore für Spieler

Technik: Röhrenmonitore

Die äußerlich so biederen Röhrenmonitore werden im Inneren durch brachiale physikalische Vorgänge zum Leben erweckt: Innerhalb einer Vakuumröhre schießen drei Elektronenkanonen mit großer Wucht jeweils drei Elektronen auf eine mit winzigen Phosphorpunkten beschichtete Scheibe. Dank dieser Technik können sich auch Röhrenmonitore mit einer schicken Abkürzung schmücken: CRT heißt Cathode Ray Tube, also Kathodenstrahlröhre. Jeder der Phosphorpunkte auf dem Bildschirm besteht wiederum aus drei farbigen Bereichen (Rot, Gelb und Grün). Durch einen chemisch-physikalischen Prozess entsteht an der Stelle des Elektronenaufpralls ein Lichtpunkt (Pixel). Je heftiger der Aufprall, desto intensiver leuchtet die getroffene Farbzone jedes Bildpunktes. Diese Mischung der drei Grundfarben erzeugt alle anderen Nuancen. Um jede Zone auf der Bildschirmfläche erreichen zu können, wird das Strahlentrio elektronisch horizontal und vertikal abgelenkt und tastet so die gesamte Bildschirmfläche zeilenweise ab. Das geschieht unaufhörlich und in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit: Bei einer Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz muss der Kathodenstrahl 10.778.880 Bildpunkte in der Sekunde zum Aufleuchten bringen. Damit bei diesem Tempo exakt das richtige Ziel getroffen wird, passieren die Elektronen eine perforierte Blende, Maske genannt, deren Öffnungen sie zum jeweils richtigen Pixel leiten.

Streifenmasken lassen mehr Licht durch als Lochmasken und bieten so ein brillanteres Bild. Ein Nachteil der Streifenmasken sind die beiden horizontalen Stützfäden, die als hauchdünne Bänder zu erkennen sind.

Grundsatzdebatte

Röhren- und LCD-Monitore haben spezifische Vor- und Nachteile. CRTs können aufgrund ihrer dynamischen Funktionsweise jede gewünschte Auflösung darstellen. Naturgemäß ist auch Geschwindigkeit für sie keine Hexerei: Der Elektronenstrahl huscht sehr viel schneller über die Mattscheibe, als das menschliche Auge folgen kann. Doch hier liegen auch die Schwachstellen des Konzeptes. Das Bild eines CRTs wirkt immer etwas unruhig und flimmerig. Auch die Helligkeitsverteilung ist oft ungleichmäßig. Zwar sind augenfreundliche Bildwiederholraten über 90 Hertz heute selbst in höheren Auflösungen normal, aber die Abbildungsruhe und Bildschärfe eines guten TFTs können Röhren nicht erreichen.

Die Leuchtstoffröhren eines TFT-Displays liefern konstantes Licht. In Standbildern finden also gar keine Bildwiederholungen statt. Bei rasanten Bewegungen allerdings, etwa in Videos oder 3D-Spielen, müssen die Bildpunkte rasch aufleuchten, erlöschen und wieder aufleuchten. Geht dies nicht schnell genug, entstehen Wischer und Schlieren - ein scharfes Abbilden der Vorgänge wird unmöglich. Je fixer die einzelnen Pixel also von Hell nach Dunkel und umgekehrt schalten können, desto besser ist das Display für Actionspiele geeignet. Diese Umschaltgeschwindigkeit wird in der so genannten Reaktionszeit (auch Response Time oder Antwortzeit) festgehalten; je niedriger der Wert, desto besser. Vor kurzem sind auf der Cebit eine Reihe neuer Modelle mit sehr guten Antwortzeiten vorgestellt worden. Da die Anzahl der Pixel bei einem TFT-Schirm physikalisch festgelegt ist, kann die Auflösung nicht verlustfrei variiert werden. Das Bild eines 17-Zoll-Displays ist aus 1.310.720 Bildpunkten zusammengesetzt, also ist die optimale Auflösung 1280 mal 1024 Pixel (1280 x 1024 = 1.310.720). Andere Auflösungen müssen vom Display interpoliert werden, dabei wird die Darstellung schnell unscharf. Jeder Pixel ist noch einmal in die drei Farbsektoren unterteilt, dazu kommen ebenso viele Transistoren. Ein immenser Fertigungsaufwand, der zeigt, warum die Preise für Flachbildschirme immer noch relativ hoch sind.

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