Sobald die Speicherpreise wieder gesunken sind, befreie ich mich hiermit von Cloud-Speicher und Streaming-Abos

An neue Speichermedien ist bei den aktuellen Preisen kaum zu denken, aber ich male mir jetzt schon aus, wie ich nach der Speicherkrise meine Daten speichern werde.

Genug von immer teurer werdenden Abos, die mit jedem Update weniger bieten? Ein NAS kann euch Abhilfe verschaffen! Genug von immer teurer werdenden Abos, die mit jedem Update weniger bieten? Ein NAS kann euch Abhilfe verschaffen!

Digitale Dienstleistungen sinken in Zeiten von Ki links und rechts in ihrer Qualität. Offenbar sind die größten Konzerne mit den meisten Mitarbeitern auch die, die Vibe-Coding als erstes in ihre Arbeit adoptiert haben und Kunden sind die Leidtragenden. Abos für Cloud-Speicher und Streaming-Dienste werden immer teurer und verlieren an Gegenwert. Wenn die Speicherkrise irgendwann vorrüber ist, besorge ich mir erstmal meinen eigenen Netztwerkspeicher, auf dem ich meine Daten und Medien abspeichern kann, ohne den Zugriff von unterwegs zu verlieren.

Hier könnt ihr euch selbst ein Bild vom Synology NAS machen

Abos werden teurer, aber der Service immer schlechter – geht's euch auch so?

Habt ihr in letzter Zeit mal einen genauen Blick auf eure monatlichen Abbuchungen und die AGB-Mails in eurem Postfach geworfen? Mir platzt da ehrlich gesagt langsam die Hutschnur, denn die digitale Abhängigkeit von externen Plattformen wird von Monat zu Monat teurer und unberechenbarer.

Erst neulich flatterte mir wieder eine dieser berüchtigten Mitteilungen von Microsoft ins Haus. Man informiert mich darin ganz beiläufig darüber, dass die Bedingungen für den OneDrive-Speicher meines bezahlten Microsoft-365-Abos einfach umgekrempelt werden – gemeinsame Kontingente statt fester Zuordnungen, angereichert mit KI-Features, nach denen ich gar nicht gefragt habe. Bei Streamingdiensten wie Disney+ sieht es keineswegs besser aus: Der Service degeneriert zusehends, gemeinsame Watch-Parties mit Freunden werden trotz bezahlter Profile blockiert, nützliche Buttons in der Benutzeroberfläche verschwinden über Nacht, und bezahlte Inhalte sind plötzlich einfach weg.

Ein fertiges NAS, bei dem man sich noch mit Mainboard, CPU, RAM und dem richtigen OS herumschlagen muss, ist für die meisten von uns vermutlich die richtige Wahl. Ein fertiges NAS, bei dem man sich noch mit Mainboard, CPU, RAM und dem richtigen OS herumschlagen muss, ist für die meisten von uns vermutlich die richtige Wahl.

Warum ein eigenes NAS die ultimative Rettung ist

Genau an diesem Punkt kommt ein Network Attached Storage ins Spiel – kurz NAS. Für alle, die mit dem Begriff noch fremdeln: Ein NAS ist im Grunde ein kleiner, hochspezialisierter Heimserver, der über ein Netzwerkkabel direkt mit eurem heimischen Router verbunden wird und permanent im Netzwerk erreichbar ist.

Im Gegensatz zu einer simplen externen USB-Festplatte, die ihr mühsam von Laptop zu Rechner schleppen müsst, stellt ein NAS eure Daten im gesamten Heimnetzwerk und auf Wunsch verschlüsselt über das Internet bereit. Ihr baut euch damit im Handumdrehen eure eigene Cloud auf, streamt eigene Filme verlustfrei auf den Fernseher und behaltet zu 100 Prozent die Kontrolle darüber, wer Zugriff hat und wo eure sensiblen Daten physisch liegen.

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Die Speicherkrise: Warum mein nächstes Projekt noch warten muss

So brennend mein Wunsch nach Daten-Autonomie auch ist: In meinen Augen wäre ein Kauf zum aktuellen Zeitpunkt schlichtweg unvernünftig. Der globale Hype um Künstliche Intelligenz und der gigantische Hunger neu errichteter Rechenzentren saugen den weltweiten Halbleiter- und Speichermarkt förmlich leer.

Sowohl klassische Magnetspeicher als auch moderne Flash-Bausteine schlagen momentan mit absurden Aufpreisen zu Buche. Da ein performantes Speichernetzwerk naturgemäß zu einem großen Teil aus genau diesen HDDs und SSDs besteht, liegt dieses Vorhaben bei mir aktuell auf Eis, bis sich die Preiskurven wieder normalisiert haben.

Die NVMe-Steckplätze dienen nicht als eigentlich Massenspeicher und sorgen lediglich dafür, dass ihr wichtige Daten blitzschnell abrufen müsst, ohne Betriebsstunden auf die HDDs zu addieren. Die NVMe-Steckplätze dienen nicht als eigentlich Massenspeicher und sorgen lediglich dafür, dass ihr wichtige Daten blitzschnell abrufen müsst, ohne Betriebsstunden auf die HDDs zu addieren.

Synology DiskStation DS425+: Der kompakte Tausendsassa im Detail

Sobald der Speichermarkt wieder durchatmet, steht ein ganz bestimmter Kandidat ganz oben auf meinem Radar: die Synology DiskStation DS425+. Bei diesem Modell handelt es sich um ein kompaktes 4-Bay-System, was bedeutet, dass ihr bis zu vier herkömmliche 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-Laufwerke einsetzen könnt.

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Synology verbaut hier unter der Haube zwei dedizierte M.2-Steckplätze für NVMe-SSDs, die nicht als gewöhnlicher Speicherplatz dienen, sondern als rasanter Cache fungieren. Zur Einordnung: NVMe steht für Non-Volatile Memory Express und bezeichnet ein Protokoll, das Daten nicht über die alte SATA-Schnittstelle, sondern direkt über schnelle PCIe-Lanes anbindet. Dadurch werden extrem häufig abgerufene Daten blitzschnell aus dem Flash-Speicher geliefert, ohne dass die mechanischen Festplatten hochdrehen müssen.

Ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Port zahlt sich aus, wenn ihr eure Filmsammlung im Heimnetz verschieben oder abrufen wollt. Ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Port zahlt sich aus, wenn ihr eure Filmsammlung im Heimnetz verschieben oder abrufen wollt.

Zudem spendiert der Hersteller dem Gehäuse endlich einen zeitgemäßen 2,5-GbE-Netzwerkanschluss – ideal, um große Videoprojekte ohne Ruckler direkt über das Netzwerk zu bearbeiten. Da wir hier immer noch in Deutschland leben, fragt ihr euch vielleicht, ob euch derartige Geschwindigkeiten überhaupt was bringen, schließlich kennen wir alle den Zustand unseres Breitbandnetzes. Da es sich hierbei aber um ein Gerät in eurem eigenen Heimnetz handelt, profitiert ihr selbst oder insbesondere dann von dem Durchsatz, wenn ihr euch nach draußen immer noch über Kupfer einwählt.

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Die wichtigsten Eckdaten der Synology DiskStation DS425+ auf einen Blick:

  • Laufwerksschächte: 4 Bays für 3,5"/2,5" SATA-HDDs/SSDs mit Unterstützung für bis zu 96 TB Bruttokapazität
  • Netzwerkanbindung: 1x integrierter 2,5GbE-RJ-45-Port für Durchsätze von über 278 MB/s Lesen und 281 MB/s Schreiben
  • Cache-Erweiterung: 2x M.2 2280 NVMe SSD-Steckplätze zur reinen Cache-Beschleunigung ohne Schachtverlust
  • Arbeitsspeicher: 2 GB DDR4 integriert, modular erweiterbar auf bis zu 6 GB via DDR4 Non-ECC SODIMM
  • Sicherheit & Backup: Btrfs-Dateisystem mit Snapshot-Replikation und umfassender 3-2-1-Backup-Unterstützung
  • Videoüberwachung: Integrierte Synology Surveillance Station für bis zu 25 IP-Kameras (inklusive 2 Gratislizenzen)

Der Marktvergleich: Fertiglösung oder Selbstbau?

Wenn ihr euch am Markt umschaut, müsst ihr keineswegs blind zu Synology greifen. Eine bärenstarke Alternative aus dem Fertigbereich ist die QNAP TS-464, die oft schon ab Werk mit mehr RAM und einem HDMI-Ausgang aufwartet, deren Software aber meiner Meinung nach etwas mehr Einarbeitungszeit erfordert als das extrem aufgeräumte DSM-Betriebssystem von Synology.

Wer noch mehr Freiheit sucht, greift zur Selbstbau-Alternative: Ein kompaktes Gehäuse, ein stromsparendes Mini-ITX-Board und ein Open-Source-Betriebssystem wie TrueNAS SCALE oder Unraid. Damit seid ihr hardwareseitig an keine Herstellervorgaben gebunden, müsst euch das gesamte System inklusive Sicherheits-Patches aber komplett in Eigenregie konfigurieren.

Für mich persönlich bietet die Synology DiskStation DS425+ den perfekten Sweetspot aus intuitiver Software, robuster Snapshot-Sicherheit und zuverlässiger Cloud-Ersatz-Funktionalität. Ein schlüsselfertiges System kann etliche Stunden an Frickelarbeit sparen, auch wenn ich mir die Option für einen Eigenbau bis zum Fallen der Speicherpreise noch offenhalte.

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