Wenn Netflix mal wieder hängt oder Disney+ mal wieder nicht so will wie ihr, dann liegt das nicht unbedingt an euch oder dem Portal selbst. Eure Internetverbindung hat da immer ein Wörtchen mitzureden.
Eine neue Analyse der 80 größten deutschen Städte zeigt überraschende Unterschiede bei der Streaming-Qualität. Während Netflix, YouTube und Co. in manchen Städten butterweich Content auf die Bildschirme zaubern, kämpfen andere noch mit nervigem Buffering.
Das Überraschende: Die großen Metropolen sind nicht die Spitzenreiter.
Recklinghausen schlägt Berlin
Die Untersuchung von Privacytutor bewertet Städte anhand eines »Streaming Comfort Score«, der Download-Geschwindigkeit, Glasfaser-, Kabel- und DSL-Verfügbarkeit kombiniert.
Für die Bewertung hat Privacytutor die Download-Geschwindigkeit mit 50 Prozent am stärksten gewichtet, gefolgt von Glasfaser-Verfügbarkeit (30 Prozent), Kabel (15 Prozent) und DSL (5 Prozent).
Dazu gibt es eine passende Karte mit den entsprechenden Rankings:
Das Ergebnis: Recklinghausen führt mit 74,39 von 100 Punkten. Die Stadt im Ruhrgebiet profitiert von einer überdurchschnittlich hohen Kabelabdeckung (87,5 Prozent) und solidem Glasfaserausbau (39,4 Prozent).
Auf Platz 2 folgt Trier mit der höchsten durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit aller analysierten Städte: beeindruckende 168,6 Mbit/s.
München ist die bestplatzierte Millionenstadt auf Rang 6, während Berlin nur auf Platz 28 landet. Der Grund: Berlins Glasfaserausbau hinkt mit nur 45,12 Prozent deutlich hinterher, während München auf 74,25 Prozent kommt.
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NRW dominiert – in beide Richtungen
Nordrhein-Westfalen zeigt die größten Unterschiede: Während Recklinghausen, Bochum und Gelsenkirchen in den Top 10 landen, bilden Solingen, Hamm und Wuppertal das Schlusslicht. Solingen hat mit nur 1,79 Prozent die niedrigste Glasfaserabdeckung aller 80 Städte und erreicht lediglich 19,14 Punkte im Gesamtscore.
Fun-Fact: Ingolstadt verfügt mit 99,85 Prozent über die höchste Glasfaserabdeckung Deutschlands, landet aber trotzdem nur auf Platz 11, weil die tatsächlichen Download-Geschwindigkeiten das volle Potenzial noch nicht ausschöpfen.
Übrigens: Wenn euer Problem bei Netflix nicht die Internetverbindung, sondern der Klang von Dialogen ist, schaut mal hier vorbei:
Die Analyse zeigt regionale Schwerpunkte: Das Ruhrgebiet schneidet insgesamt sehr gut ab. Mehrere norddeutsche Städte wie Kiel (Platz 8), Oldenburg (Platz 15) und Bremen (Platz 16) liegen weit vorne.
Ostdeutsche Städte dagegen fallen zurück – Dresden (Platz 73), Magdeburg (Platz 75) und Erfurt (Platz 77) landen im unteren Viertel.
Falls ihr selbst nachschauen wollt: Das gesamte Ranking findet ihr auf Privacytutor.de.
Habt ihr das Gefühl, eure Stadt ist gut repräsentiert, oder stimmt ihr dieser Analyse so gar nicht zu? Schreibt es uns unten in die Kommentare!
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