Wieso sprechen so viele über eine neuartige Handheld-Konsole, die niemand kaufen kann?

Die Mini-Konsole Playdate ist momentan ausverkauft und in aller Munde. Wir geben einen Einblick warum momentan so viele über das Handheld sprechen.

von Kay Nordenbrock,
21.04.2022 12:27 Uhr

Playdate sieht mit seiner Kurbel schon kurios aus. Außerdem macht es aber noch vieles mehr anders, als seine Konsolen-Kollegen. Playdate sieht mit seiner Kurbel schon kurios aus. Außerdem macht es aber noch vieles mehr anders, als seine Konsolen-Kollegen.

Eine neue Handheld-Konsole macht gerade die Runde durch die Medien. Die Rede ist von Playdate, welche nicht mit Rechenpower und Farbdisplay protzt, sondern mit Retro-Charme und Einfachheit. 

Playdate möchte eine andere Zielgruppe ansprechen als das Steam Deck oder die Nintendo Switch. Mit Dimensionen von 76 x 74 Millimeter und einer Breite von 9 Millimeter passt sie in fast jede Hosentasche. Das Schwarz-Weiß-Display betont die simple Herangehensweise. 

Auch die Spiele selbst sind keine Blockbuster-Titel, sondern eher für kleine Pausen zwischendurch geeignet. Bei den Eingabemethoden hält sich Playdate eher simpel. Ihr bekommt ein Steuerkreuz, eine A und B Taste sowie eine kleine Kurbel an der Seite. Die Kurbel ist tatsächlich ein Steuerelement, das die Konsole in einigen Spielen verwendet. Und das macht auch schon einen großen Teil des Hypes aus. Playdate ist einfach anders als andere moderne Gaming-Konsolen, indem es Einfachheit mit Retro-Charme mischt. 

Das Konzept scheint auch bei Spielern gut anzukommen, denn das Mini-Handheld könnt ihr derzeit nur vorbestellen und frühestens im nächsten Jahr bekommen. Laut Hersteller ist die Produktionskapazität für 2022 bereits ausgereizt, der Hersteller will diese aber erhöhen. Das ist eine ähnliche Situation, wie sie das Steam Deck momentan erlebt. Das wird auch nur nach und nach an Spieler ausgeliefert, es scheint sich aber was zu tun:

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Steam Deck

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Gratis Spiele bei Kauf des Handhelds

Auch die Spiele-Politik des Playdate unterscheidet sich stark von konventionellen Konsolen. Nachdem ihr euer Playdate erhalten habt, bekommt ihr jede Woche zwei neue Spiele und das zwölf Wochen Lang. Hersteller Panic nennt es The Season. Die Spiele sind nicht zeitlich begrenzt, ihr könnt sie also für immer behalten. Mit Playdate könnt ihr auch selbst zum Entwickler werden, da der Hersteller ein Developer-Kit kostenlos zur Verfügung stellt. Die Spiele könnt ihr dann direkt auf euer Playdate laden. 

Warum ist Playdate zurzeit in aller Munde? 

Die kleine Konsole ist vor allem interessant, weil sie anders ist. Sie ist klein, simpel und ihr könnt sie auch schnell rausholen, wenn ihr nur ein paar Minuten Zeit habt. Denn sie ist definitiv klein genug, um sie überall mit hinzunehmen und die Spiele sind ebenfalls für eher kurze Sessions ausgelegt. 

Ein weiterer Faktor ist natürlich des Retro-Feeling. Das kleine Display mit zwei Farben erinnert stark an die alten Gameboys und auch die Einfachheit der Spiele trägt zu diesem Feeling bei. Mein Kollege Manuel Fritsch konnte das Playdate bereits ausprobieren und kann deshalb aus erster Hand berichten, was den Charme der Konsole ausmacht:

Etwas über 200 Euro für eine skurrile Retrokonsole ohne Hintergrundbeleuchtung, Pixelgrafik und einer Kurbel? Und die Spiele werden im Abo ausgeliefert, sodass ich vorher gar nicht weiß, was ich bekomme? Das Playdate ist schon wirklich ein seltsames Gerät, das es nach den normalen Regeln des Markts wohl gar nicht geben dürfte.

Aber genau deswegen liebe ich dieses knallgelbe Überraschungsei! Ich bin froh, dass sich eine Handvoll Menschen dieser verrückten Schnapsidee hingegeben und einfach alle Warnsignale ignoriert haben. Ja, es ist viel zu teuer und ja, die wenigstens Spiele, die ich darauf bisher gespielt habe, werde ich länger als ein paar Minuten ausprobieren.

Aber das Gerät hat Charme, ist hochwertig produziert und zauberte mir in den vergangenen Wochen mehr als einmal ein Lächeln auf das Gesicht. Und darum geht es (mir) bei Spielen: Ich will kleine, magische Momente erleben, die mich aus dem Alltag ziehen und mich durch ihre Kreativität verzaubern.

Genau das leistet das Playdate, daher möchte ich es nicht mehr missen und freue mich jede Woche auf den nächsten Dreh.”

Weitere Infos zum Playdate bekommt ihr in seinem Insert Moin-Podcast zum Thema

Der Trailer gibt euch außerdem ein gutes Gefühl dafür, was die kleine Konsole kann und für wen sie gemacht ist: 

Eine neue Handheld-Konsole lässt gerade aufhorchen - Das ist das Playdate 2:03 Eine neue Handheld-Konsole lässt gerade aufhorchen - Das ist das Playdate

Wenn das charmante Mini-Handheld allerdings nicht so euer Fall ist, könnte die Hardware-Power des Steam Decks für euch interessant sein. Ein YouTuber hat erst kürzlich eine Grafikkarte an Valves Handheld angeschlossen, um in 4K-Auflösung zu spielen:

User will Steam Deck mit Grafikkarte in 4K-Monster-PC verwandeln - Doch es gibt einen Haken

Ist das Konzept des Playdate interessant für euch? Habt ihr es vielleicht sogar schon vorbestellt oder zu Hause? Lasst es uns gerne wissen. 

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