VRAM runter, Performance rauf: Mit einem weitreichenden Oktober-Update adressiert Nvidia genau den Kritikpunkt, der die Begeisterung über seine neue Grafik-Technologie DLSS 5 zuletzt spürbar trübte.
Zwar wurde das kürzlich vorgestellte »3D-Guided Neural Rendering« in weiten Teilen der Fachpresse als bedeutender Schritt aufgenommen, doch wegen seines Leistungshungers stand das Feature auch direkt in der Kritik.
Um hier gegenzusteuern, hat Nvidia jetzt ein optimiertes KI-Modell sowie einen brandneuen Performance-Mode (Preset C) vorgestellt.
Diese sollen den Bedarf an Grafikspeicher um 20 Prozent senken, den GPU-Overhead halbieren und die Bildraten um bis zu 35 Prozent in die Höhe treiben.
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Das Internet brennt: Nvidia DLSS 5 soll Spiele-Grafik “realistisch” machen und alle hassen es!
Das doppelt so schnelle KI-Modell und der neue Performance-Modus
Konkret zündet Nvidia das Leistungs-Update in zwei separaten Stufen. Zum einen erhält das Kernstück von DLSS 5, das 3D-Guided Neural Rendering, ein grundlegend überarbeitetes KI-Modell.
Laut Nvidias Entwicklern konnte der Ressourcenbedarf durch Optimierungen um 24 Prozent auf rund 118 Millionen Parameter geschrumpft werden.
Das Resultat: Bei der 4K-Auflösung sinkt die Belegung des Grafikspeichers um ein Fünftel, während der generelle Arbeitsaufwand für den Grafikchip im Vergleich zur September-Version halbiert wird. Insgesamt soll das System nun doppelt so schnell arbeiten.
Zum anderen adressiert Nvidia die Kritik am Leistungshunger mit einem brandneuen »Performance Mode« (Preset C) für die Frame Generation, der ab sofort in der Beta-Version der Nvidia App bereitsteht.
Dieser Modus ersetzt das aufwendige KI-Modell für bestimmte Berechnung durch einen »leichteren« Algorithmus. Dieser Schritt erfordert zwar kleinere Abstriche bei der Bildqualität, soll die Bildrate bei Grafikkarten wie der GeForce RTX 5060 jedoch um bis zu 35 Prozent steigern.
Von Hogwarts bis RTX Remix: Wann und wo das Update landet
Dass Nvidia die Performance-Bremse seines neuen KI-Modells schnellstmöglich lösen will, zeigt auch der straffe Zeitplan für den Rollout in aktuellen Titeln. Den Anfang macht die Basketball-Simulation NBA 2K27: Schon am 16. Oktober wird das Spiel mit dem neuen, doppelt so schnellen Modell aktualisiert – zeitgleich mit dem Start der DLSS-5-Unterstützung für Nvidias neue RTX-Spark-Laptops.
Wer lieber zaubert, statt Körbe zu werfen, muss sich bis zum 5. November gedulden. Dann hält DLSS 5 mitsamt dem optimierten Neural Rendering Einzug in Hogwarts Legacy Einzug. Entwickler Avalanche Software verspricht, dass die KI-generierten Licht- und Materialdetails die magische Welt noch realistischer wirken lassen sollen, ohne den eigenen Grafikstil zu verfälschen.
Ebenfalls im November (ein genaues Datum steht noch aus) folgt ein Update für das Open-World-Rollenspiel Where Winds Meet.
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Doch das Update richtet sich nicht nur an Fans neuer Blockbuster. Ein besonderes Augenmerk legt Nvidia auf die Modding-Community. Ab dem 23. Oktober wird DLSS 5 in die Beta-Version von RTX Remix integriert.
Modder können damit ältere PC-Klassiker optisch verbessern. Erste, von Nvidia präsentierte Community-Projekte, zeigen bereits, wie die verbesserte Beleuchtungsberechnung etwa die Materialtiefe von Rüstungen in Fallout 4 oder die Kontaktschatten in Mirror's Edge aufwertet.
So lässt sich der neue Performance-Modus ab sofort aktivieren
Während Updates für Hogwarts Legacy und Co. noch ein paar Wochen auf sich warten lassen, müssen Spieler auf den reinen FPS-Boost nicht verzichten: Der neue Performance-Modus (Preset C) für die DLSS Frame Generation lässt sich bereits jetzt ausprobieren. Voraussetzung dafür ist eine Grafikkarte der RTX-40- oder neuen RTX-50-Serie (oder die neuen RTX-Spark-Laptops).
Mehr zum Thema DLSS: Erst der Aufschrei, dann der offizielle Release: Wie denkt ihr heute über DLSS 5 und wollt ihr es benutzen?
Da sich das Feature aktuell noch in der Testphase befindet, hat Nvidia den Schalter dafür allerdings etwas in der neuen, hauseigenen Nvidia-App versteckt:
- Ladet das neueste Update der Nvidia-App herunter (über die Website oder direkt in der App) und startet den PC neu.
- Navigiert zu Einstellungen > Über und setzt den Haken bei »Zugang zu BETA- oder Experimentalfunktionen aktivieren«.
- Wechselt in den Reiter Grafik und wählt ein Spiel aus, das Frame Generation unterstützt. Alternativ gibt es auch die Option unter Globale Einstellungen, den Modus für alle kompatiblen Spiele zu erzwingen.
- Wählt auf der Seite Benutzerdefiniert bei »DLSS Override - Model Presets« aus.
- Aktiviert hier »Preset C« und bestätigt die Änderung.
Hinweis von Nvidia: Sollte Preset C im Menü noch nicht auftauchen, hilft in der Regel ein einfacher Systemneustart.

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