Fast auf den Tag genau sieben Jahre nach dem ursprünglichen Aprilscherz und rund neun Monate nach der tatsächlichen Ankündigung ist Nvidia G-Assist jetzt Teil des Geforce-Portfolios.
Wie die Entwickler in einer neuen Mitteilung mitsamt zugehörigem YouTube-Video verlauten lassen, ist die KI-Assistenz in Update 11.0.3.218 der Nvidia-App enthalten, die seit Ende vergangenen Jahres die Geforce Experience ersetzt.
- In seiner Erstfassung ist Nvidia G-Assist gewissermaßen ein KI-Chatbot: Ihr könnt mit den gewohnten textbasierten Prompts Fragen zu eurer Hardware und deren Optimierung stellen.
- Als Beispiel wird die Analyse der Performance während des laufenden Spiels genannt. Hier sollt ihr G-Assist auch anweisen können, euren GPU-Takt anzupassen, um Einbrüche der Framerate zu reduzieren oder die Spieleinstellungen zu optimieren.
Eine vollständige Liste der über 70 unterstützten Prompts in Version 0.1 von G-Assist findet ihr auf der offiziellen Nvidia-Webseite. Die ursprünglich angekündigte Hilfe in Videospielen, etwa wenn ihr in Quests stecken bleibt, findet sich indes bisher nicht in der Assistenz wieder.
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Nvidias Project G-Assist soll Spiele revolutionieren
Nvidia G-Assist: Systemvoraussetzungen
Um die G-Assist-Funktionen nutzen zu können, müsst ihr unter anderem eine Geforce-Grafikkarte mit mindestens 12 GByte Videospeicher euer Eigen nennen. Folgende GPUs sind zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung entsprechend kompatibel:
- RTX 3060 12 GByte, RTX 3080 12 GByte, RTX 3080 Ti, RTX 3090 (Ti)
- RTX 4060 Ti 16 GByte, RTX 4070 (Super), RTX 4070 Ti (Super), RTX 4080 (Super), RTX 4090
- RTX 5070, RTX 5070 Ti, RTX 5080, RTX 5090
Neben dem aktuellen App-Update benötigt ihr den jüngsten Geforce-Treiber 572.83 sowie 6,5 GByte Festplattenspeicher für den rein textbasierten Assistenten; für die Sprachsteuerung werden weitere 3 GByte fällig.
Beachtet zudem, dass G-Assist aktuell explizit nur in englischer Sprache zur Verfügung steht.
Nvidia G-Assist: Lokale KI auf Basis von LLama
Eine Internetverbindung ist hingegen nicht notwendig, wie Nvidia weiterhin erklärt. Stattdessen fungiert G-Assist als lokal laufende KI, die auf eurer RTX-Grafikkarte läuft.
- Möglich wird dies laut Nvidia durch ein Instruktionsmodell auf Llama-Basis, das mit seinen acht Milliarden Parametern nur einen Bruchteil heutiger, großer KI-Modelle einnimmt.
- Auch der Speicherhunger wird hierdurch erklärt: Erhält G-Assist eine Texteingabe, »belegt die Nvidia-GPU einen Teil ihrer Pferdestärke für KI-Inferenz«. Es könne zu kurzen Rucklern kommen, während die Assistenz nach der passenden Antwort sucht.
Als Version 0.1 ist G-Assist natürlich noch recht am Anfang seines Funktionsumfangs. Dieser wird aber nicht nur durch Nvidia erweitert: Die Entwickler haben ein GitHub-Repository veröffentlicht, das mit Beispielen und Anleitungen aufwartet.
Community-Entwickler können auf Basis dessen »Funktionen in einfachen JSON-Skripten definieren«; zudem können ganze Plug-ins bei Nvidia eingereicht werden, die dann im Anschluss möglicherweise integriert werden.
Als Beispiel nennen die Entwickler an dieser Stelle ein Twitch-Plug-in, das euch auf Nachfrage sagen kann, ob euer Lieblingskanal gerade live ist und die zugehörigen Streaminformationen nennt – oder dieser eben offline ist.
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