Erst Aprilscherz, jetzt real: Nvidia G-Assist startet heute – wenn ihr eine GPU mit mindestens 12 GByte VRAM habt

Auf der vergangenen Computex hat Nvidia die »G-Assist« genannte KI-Unterstützung angekündigt. Nun steht das Feature in einer ersten Version bereit.

Der Nvidia G-Assist steht in seiner ersten Version in der Nvidia-App zur Verfügung. (Bildquelle: Nvidia) Der Nvidia G-Assist steht in seiner ersten Version in der Nvidia-App zur Verfügung. (Bildquelle: Nvidia)

Fast auf den Tag genau sieben Jahre nach dem ursprünglichen Aprilscherz und rund neun Monate nach der tatsächlichen Ankündigung ist Nvidia G-Assist jetzt Teil des Geforce-Portfolios.

Wie die Entwickler in einer neuen Mitteilung mitsamt zugehörigem YouTube-Video verlauten lassen, ist die KI-Assistenz in Update 11.0.3.218 der Nvidia-App enthalten, die seit Ende vergangenen Jahres die Geforce Experience ersetzt.

  • In seiner Erstfassung ist Nvidia G-Assist gewissermaßen ein KI-Chatbot: Ihr könnt mit den gewohnten textbasierten Prompts Fragen zu eurer Hardware und deren Optimierung stellen.
  • Als Beispiel wird die Analyse der Performance während des laufenden Spiels genannt. Hier sollt ihr G-Assist auch anweisen können, euren GPU-Takt anzupassen, um Einbrüche der Framerate zu reduzieren oder die Spieleinstellungen zu optimieren.

Eine vollständige Liste der über 70 unterstützten Prompts in Version 0.1 von G-Assist findet ihr auf der offiziellen Nvidia-Webseite. Die ursprünglich angekündigte Hilfe in Videospielen, etwa wenn ihr in Quests stecken bleibt, findet sich indes bisher nicht in der Assistenz wieder.

Video starten 3:11 Nvidias Project G-Assist soll Spiele revolutionieren

Nvidia G-Assist: Systemvoraussetzungen

Um die G-Assist-Funktionen nutzen zu können, müsst ihr unter anderem eine Geforce-Grafikkarte mit mindestens 12 GByte Videospeicher euer Eigen nennen. Folgende GPUs sind zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung entsprechend kompatibel:

  • RTX 3060 12 GByte, RTX 3080 12 GByte, RTX 3080 Ti, RTX 3090 (Ti)
  • RTX 4060 Ti 16 GByte, RTX 4070 (Super), RTX 4070 Ti (Super), RTX 4080 (Super), RTX 4090
  • RTX 5070, RTX 5070 Ti, RTX 5080, RTX 5090

Neben dem aktuellen App-Update benötigt ihr den jüngsten Geforce-Treiber 572.83 sowie 6,5 GByte Festplattenspeicher für den rein textbasierten Assistenten; für die Sprachsteuerung werden weitere 3 GByte fällig.

Beachtet zudem, dass G-Assist aktuell explizit nur in englischer Sprache zur Verfügung steht.

Nvidia G-Assist: Lokale KI auf Basis von LLama

Eine Internetverbindung ist hingegen nicht notwendig, wie Nvidia weiterhin erklärt. Stattdessen fungiert G-Assist als lokal laufende KI, die auf eurer RTX-Grafikkarte läuft.

  • Möglich wird dies laut Nvidia durch ein Instruktionsmodell auf Llama-Basis, das mit seinen acht Milliarden Parametern nur einen Bruchteil heutiger, großer KI-Modelle einnimmt.
  • Auch der Speicherhunger wird hierdurch erklärt: Erhält G-Assist eine Texteingabe, »belegt die Nvidia-GPU einen Teil ihrer Pferdestärke für KI-Inferenz«. Es könne zu kurzen Rucklern kommen, während die Assistenz nach der passenden Antwort sucht.

Als Version 0.1 ist G-Assist natürlich noch recht am Anfang seines Funktionsumfangs. Dieser wird aber nicht nur durch Nvidia erweitert: Die Entwickler haben ein GitHub-Repository veröffentlicht, das mit Beispielen und Anleitungen aufwartet.

Community-Entwickler können auf Basis dessen »Funktionen in einfachen JSON-Skripten definieren«; zudem können ganze Plug-ins bei Nvidia eingereicht werden, die dann im Anschluss möglicherweise integriert werden.

Als Beispiel nennen die Entwickler an dieser Stelle ein Twitch-Plug-in, das euch auf Nachfrage sagen kann, ob euer Lieblingskanal gerade live ist und die zugehörigen Streaminformationen nennt – oder dieser eben offline ist.

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