Nvidia will 12,9 Milliarden US-Dollar ausgeben, um den wohl größten App-Store für KI aufzukaufen

Laut einem Bericht will Nvidia den KI-Modell-Hub HuggingFace für 12,9 Milliarden Dollar übernehmen. Offiziell ist der Deal noch nicht.

Nvidia treibt den Um- und Ausbau zur KI-Firma weiter voran: Wie die CNBC unter Berufung auf The Information berictet, hat das Unternehmen mit Hugging Face auf eine Übernahme im Wert von 12,9 Milliarden US-Dollar geeinigt.

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Erst abgelehnt, dann Milliarden-Deal

Nvidia und Hugging Face verbindet dabei eine längere Vorgeschichte, schließlich ist das GPU-Unternehmen bereits seit 2023 Investor beim App-Store für KI-Modelle. Ende 2025 soll ein letztmaliges Angebot zur Ausweitung dieser Investition reingeflattert sein, das von HuggingFace abgelehnt wurde – den damaligen Berichten zufolge hatte man Sorge vor einem zu dominanten Einzelinvestor.

Die kolportierten 12,9 Milliarden US-Dollar zur direkten Übernahme scheinen nun zum Umdenken bewogen zu haben, die sich bei Nvidia zeitgleich in eine der größten Übernahmen der Firmengeschichte einreihen würde. Da eine Bestätigung des Deals aussteht, lässt sich über die Hintergründe nur spekulieren.

  • Counterpoint-Analyst Neil Shah erklärt hierzu etwa, dass die Kontrolle über HuggingFace unter anderem Einblicke darüber liefert, welche Architekturen an Zugkraft gewinnen – noch bevor sie sich überhaupt in Chip-Nachfrage niederschlagen.
  • Zeitgleich könnte Nvidia so wieder einen Vorteil gegenüber OpenAI, Google und Co. gewinnen, die ihre eigenen KI-Chips entwickeln: Mit HuggingFace als Open-Source-Plattform in der Hinterhand hätten die Geforce-Macher Zugriff auf eine mehr als ordentliche Datenbank potenzieller Kunden.

HuggingFace stand jüngst aus eher unschönen Gründen in den Schlagzeilen: Ein unveröffentlichtes ChatGPT-Modell ist ausgebrochen und hat eine andere Firma angegriffen


Eigenen Angaben zufolge zählte HuggingFace im vergangenen Jahr bereits 13 Millionen Nutzer sowie über zwei Millionen öffentliche Modelle. Eine offizielle Bestätigung des Geschäfts steht zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung noch aus – aber genauso auch ein Dementi, was im Falle von Nvidias üblicherweise schnellen Zurückweisungen als Zeichen gewertet wird.


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