Nvidia-CEO Jensen Huang hat Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz Software und entsprechende Tools ersetzen werde, im Rahmen einer KI-Konferenz am 4. Februar 2026 als »unlogisch« bezeichnet. Anlass war ein massiver Kursrutsch bei Software-Aktien weltweit, der am Vortag begonnen hatte und sich auf Märkte in Indien, Japan und China ausbreitete.
Es gibt diese Vorstellung, dass die Tools der Software-Branche im Niedergang sind und durch KI ersetzt werden. Das ist das Unlogischste überhaupt, und die Zeit wird es beweisen.
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Anthropic-Update als Auslöser
Diesen Kursrutsch hatte primär das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic mit einem Update seines Claude-Chatbots ausgelöst.
Insgesamt vernichtete der Crash laut Bloomberg rund 285 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung bei Software-, Finanzdienstleistungs- und Asset-Management-Aktien.
- Die neuen »Claude Cowork«-Plugins sollen laut Anthropic Aufgaben in Bereichen wie Produktmanagement, Marketing oder Datenanalyse automatisieren können.
- Das Unternehmen wirbt damit, dass die Tools Finanzberichte erstellen, Verkaufsgespräche vorbereiten, Kundenanfragen beantworten und Verträge prüfen können.
Einen ähnlichen Kursrutsch mussten jüngst auch Gaming-Aktien hinnehmen, nachdem Google mit der Vorstellung von "Project Genie" für Aufmerksamkeit sorgte.
Nvidia-Chef kontert Software-Panik
Nvidia-CEO Huang sieht diese Panik (via Reuters) angesichts solcher »KI-Durchbrüche« aber als wenig begründet an. Solche würden sich gerade auf die Nutzung bereits vorhandener Werkzeuge konzentrieren und nicht darauf, die Tools komplett zu ersetzen.
Ob Mensch oder Roboter: Würdet ihr lieber vorhandene Tools nutzen oder neue erfinden? Die Antwort liegt auf der Hand, vorhandene Tools nutzen. [...] Deshalb sind die jüngsten KI-Durchbrüche dafür gemacht, weil die Werkzeuge für einen expliziten Nutzen gemacht sind.
Für die betroffenen Unternehmen ist das aktuell ein schwacher Trost. Laut Reuters verlor Thomson Reuters (der Mutterkonzern des Branchenportals) am Dienstag 15,8 Prozent an Aktienwert, was den größten Tagesverlust der Unternehmensgeschichte darstellt. Weitere Verluste gab es etwa bei Oracle (- 4,2 Prozent), Adobe (- 7,3 Prozent) oder Salesforce (- 6,8 Prozent).
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