Nvidia-Chef Jensen Huang vollzieht eine sanfte Kehrtwende: Die im September 2025 angekündigte Investition von bis zu 100 Milliarden US-Dollar sei nie eine verbindliche Zusage gewesen, wie das Branchenportal Bloomberg berichtet.
Es war nie eine Verpflichtung. Sie haben uns eingeladen, bis zu 100 Milliarden US-Dollar zu investieren, und natürlich waren wir sehr geehrt, aber wir werden Schritt für Schritt investieren.
Die Aussage folgte auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach die Pläne nach internen Zweifeln bei Nvidia ins Stocken geraten seien.
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Unstimmigkeiten? »Unsinn«
Huang wies zudem Spekulationen über Unstimmigkeiten mit OpenAI als »Unsinn« zurück.
»Wir werden eine riesige Investition in OpenAI tätigen. Ich glaube an OpenAI. Die Arbeit, die sie leisten, ist unglaublich. Sie sind eines der bedeutendsten Unternehmen unserer Zeit«, betonte der Nvidia-Gründer. Auf die direkte Frage, ob die Investition 100 Milliarden US-Dollar erreichen werde, antwortete Huang jedoch eindeutig: »Nein, nein, nichts dergleichen«.
- Die Kurskorrektur kommt für OpenAI zu einem kritischen Zeitpunkt. Der ChatGPT-Entwickler befindet sich (via Ad-Hoc-News) aktuell in einer Finanzierungsrunde, die insgesamt bis zu 100 Milliarden US-Dollar einbringen soll.
- Bei dieser Runde wird OpenAI mit etwa 750 bis 830 Milliarden US-Dollar bewertet – vor noch drei Monaten lag die Bewertung »nur« bei 500 Milliarden US-Dollar.
Was ursprünglich vereinbart war
Im September 2025 hatten Nvidia und OpenAI eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine strategische Partnerschaft zum Aufbau von mindestens 10 Gigawatt Rechenleistung vorsah. Diese Kapazität entspricht dem Strombedarf von etwa zehn Atomkraftwerken oder dem Spitzenverbrauch von New York City.
Das erste Gigawatt sollte in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf Nvidias Vera Rubin-Plattform in Betrieb gehen, doch der Zeitplan zur Umsetzung des ursprünglichen Deals bleibt nach den Aussagen des Nvidia-Chefs unklar. Auf die Frage, ob dieses erste Gigawatt wie geplant 2026 bereitgestellt werde, antwortete Huang nämlich ausweichend: »Das liegt an OpenAI. Es ist ihre Infrastruktur«.
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