Jahrelang dominierte Apple die Elektronik-Lieferkette wie kaum ein anderes Unternehmen. Jetzt hat sich das Blatt gewendet, wie das Wall Street Journal berichtet: KI-Firmen schreiben »Milliardenschecks für Chips, Speicher und spezialisierte Komponenten« – und verdrängen den iPhone-Konzern aus seiner Machtposition.
Erst jüngst wurden Branchenberichte laut, wonach Apple inzwischen nicht mehr der größte Kunde beim größten Auftragsfertiger TSMC ist. Stattdessen steht Nvidia nun an erster Stelle, wenn es nach dem taiwanischen Halbleiterhersteller geht.
Die Verschiebung hat konkrete Auswirkungen: Lieferanten, die jahrelang nach Apples Pfeife tanzten, gewinnen plötzlich Verhandlungsmacht und fordern höhere Preise. Apple-Chef Tim Cook räumte das Problem in einem kürzlichen Investorengespräch ein und sprach von »Engpässen bei der Chip-Versorgung« und »deutlich steigenden Speicherpreisen«, weshalb Alternativen notwendig werden.
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Rückkehr zu Samsung als alternative Fertigungsoption?
TSMC hat über Generationen hinweg seine fortschrittlichsten Chips mit Apple als Leitkunden entwickelt und sich dabei auf die große, vorhersehbare Nachfrage nach iPhones gestützt.
Jetzt, wo TSMC mehr (sprich: lukrativere) Geschäfte mit Nvidia und anderen KI-Unternehmen macht, erwägt Apple laut dem WSJ-Bericht, ob einige weniger anspruchsvolle Prozessoren von jemand anderem als TSMC gefertigt werden könnten. Ein Name, der hierbei fällt, ist ausgerechnet Samsung.
- »Ausgerechnet« passt in diesem Kontext, denn Apple versuchte zuvor jahrelang, sich von Samsung als Chip-Lieferanten zu lösen.
- Samsung fertigte vom ersten iPhone bis einschließlich des A7-Prozessors die Chips für Apple (im iPhone 5s zu finden) im Alleingang; im Anschluss lagerte der Konzern sukzessive mehr Produktion zu TSMC aus.
Tatsächlich gibt es bereits konkrete Bewegungen: Apple gab bereits im August 2025 bekannt, mit Samsung an dessen Werk im texanischen Austin zu kooperieren, um »eine innovative neue Technologie zur Chip-Fertigung zu entwickeln, die es noch nie auf der Welt gab«.
Die Anlage soll Chips liefern sowie die Energieeffizienz und Performance von Apple-Produkten optimieren. Das gilt ausdrücklich auch für iPhones: Hier soll die Austin-Anlage die ISOCELL-Kamerasensoren produzieren; auch weitere Chips seien denkbar.
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