Apple verabschiedet sich vom Marktführer, lässt ein Bauteil jetzt lieber beim größten Konkurrenten bauen

Apple hat bekannt gegeben, dass in Zukunft Samsung statt Sony die Bildsensoren des iPhones bauen wird.

Apple setzt in Zukunft wieder auf Samsung. (Bild: Sadjad, Adobe Stock) Apple setzt in Zukunft wieder auf Samsung. (Bild: Sadjad, Adobe Stock)

Apple hat überraschend eine neue Partnerschaft mit Samsung angekündigt. Der südkoreanische Konkurrent wird in Zukunft fortschrittliche Bildsensor-Chips für iPhones in Austin, Texas produzieren. Dies bedeutet eine Abkehr von Apples langjähriger exklusiver Partnerschaft mit Sony für iPhone-Bildsensoren.

Neue iPhone-Kamerasensoren kommen von Samsung

Die Partnerschaft wurde am vergangenen Mittwoch offiziell vorgestellt. In Austin sollen künftig dreilagige gestapelte Bildsensoren produziert werden, die eine höhere Pixeldichte, verbesserte Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen, schnellere Auslesegeschwindigkeiten, reduzierten Stromverbrauch und einen höheren Dynamikbereich ermöglichen könnten.

Die in Texas produzierten Bildsensoren könnten erstmals beim iPhone 18, also im kommenden Jahr, zum Einsatz kommen. Das würde darauf hindeuten, dass die Produktionsvorbereitungen bereits im Gange sind.

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Zuletzt war Sony der einzige Lieferant von iPhone-Bildsensoren, die in Japan produziert und über TSMC geliefert wurden. Die neue Zusammenarbeit mit Samsung hat allerdings nicht nur technische Gründe.

Reaktion auf Zollpolitik: Stattdessen kommt Samsung jetzt offenbar zugute, dass das Unternehmen schon vor einiger Zeit Fertigungsanlagen in den USA errichtet hat. Sony und andere Chip-Hersteller aus Japan können solche Anlagen nicht vorweisen.

Da die Zölle in den USA auf im Ausland produzierte Chips stark steigen sollen und Apple für die iPhones logischerweise haufenweise solcher Chips benötigt, bietet es sich an, diese direkt in den USA produzieren zu lassen. Apple hatte erst kürzlich angekündigt, die Investitionen in den USA deutlich steigern zu wollen.

Der Deal markiert auch eine kleine Zeitenwende in der Beziehung zwischen Samsung und Apple. Samsung war bis in die 2010er-Jahre einer der Hauptlieferanten von Chips für Apple. Patent-Streitigkeiten hatten allerdings zu einem Bruch und dem Wechsel zu Sony und TSMC geführt.

Wie sich die Umstellung auf die Kamera-Qualität der iPhones auswirken wird, lässt sich derzeit nur spekulieren. Samsung besitzt viel Erfahrung auf dem Gebiet, die Einführung einer neuen Technologie kann aber immer auch mit Problemen verbunden sein. Ob die neuen Sensoren dann schon beim iPhone 18 zum Einsatz kommen, muss daher abgewartet werden.

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