So schnell kann es gehen: Kaum ein halbes Jahr nach dem Start der Sora-App kündigte OpenAI an, dass die generative KI für Videos wieder eingestampft wird. Dies gab der offizielle X-Account zur App in einem knapp gehaltenen Statement bekannt:
Wir verabschieden uns von Sora. An alle, die mit Sora erstellt, es geteilt und eine Community darum aufgebaut haben: Danke. Was ihr mit Sora gemacht habt, hatte Bedeutung, und wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist.
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Drei Monate nach dem Disney-Milliardendeal
Eine offizielle Begründung für die Einstellung lieferte OpenAI nicht. Ein Sprecher bestätigte gegenüber CBS lediglich: »Das Sora-Forschungsteam konzentriert sich weiterhin auf World-Simulation-Forschung, um Robotik voranzutreiben, die Menschen bei realen, physischen Aufgaben helfen soll.«
Das Timing für diese Entscheidung verwundert, denn noch vor drei Monaten kündigte OpenAI an, einen auf drei Jahre ausgelegten Lizenzvertrag mit Disney abgeschlossen zu haben.
- Dem Deal zufolge sollten Sora-Nutzer Zugriff auf über 200 Charaktere aus den Welten von Disney, Marvel, Pixar und Star Wars erhalten, um damit eigene KI-Clips zu erstellen.
- Fan-Inhalte sollten bis Anfang 2026 freigeschaltet werden, Disney+ plante die Präsentation Sora-generierter Inhalte.
Zusätzlich war eine Milliarden-Dollar-Beteiligung Disneys an OpenAI im Gespräch. Disney selbst äußerte sich gegenüber Variety zur Sora-Abschaltung bereits:
Wir respektieren OpenAIs Entscheidung, sich aus dem Video-Generierungsgeschäft zurückzuziehen und seine Prioritäten neu auszurichten.
Ob die erwähnte Disney-Beteiligung damit auch zu den Akten gelegt wird, ist noch unklar.
Dabei war der Start der Sora-App noch spektakulär: Innerhalb weniger Tage soll die KI-Videogeneration über eine Million Downloads im US-amerikanischen App Store verzeichnet haben.
Rechenkosten als eigentlicher Grund?
Den Grund gibt OpenAI nicht explizit bekannt, das Branchenportal Business Insider formuliert aus mehreren Quellen dafür einen möglichen Grund: Hinter der Entscheidung soll der chronische Flaschenhals aller ambitionierten KI-Produkte stehen, nämlich die Rechenkapazität.
Sora-Chef Bill Peebles hatte demnach bereits kurz nach dem Launch von Sora geschrieben, dass die Nachfrage »absolut nicht nachhaltig« und Videomodelle »wirklich teuer« seien.
Weitere Details, wann die Lichter der App konkret ausgeschaltet werden und wie die Zeitplanungen für die zugehörige API aussehen, will Sora »bald mit euch teilen«.
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