»Nur für echte Menschen« – OpenAI soll Soziales Netzwerk gründen, bei dem ihr euch mit eurem Körper einloggt

KI-Bots sind ein echtes Problem in vielen Sozialen Medien. OpenAI möchte das wohl ändern.

OpenAI soll an einem eigenen Sozialen Netzwerk arbeiten. (Bild: Squtye auf AdobeStock) OpenAI soll an einem eigenen Sozialen Netzwerk arbeiten. (Bild: Squtye auf AdobeStock)

Die Dead Internet Theory besagt, dass ein Großteil der Interaktionen im Internet von KI-Bots stammt. Tatsächlich kämpfen viele Social-Media-Anbieter seit Jahren mit einer wachsenden Flut an Bot-Accounts. Ausgerechnet OpenAI möchte dem nun offenbar ein Ende setzen – zumindest was seine eigenen Pläne betrifft.

Social Media nur mit echten Menschen

Wie Forbes kürzlich berichtet hat, soll ein recht kleines Team von nur etwa zehn Leuten bei OpenAI an einem neuen Sozialen Netzwerk arbeiten. Der Konkurrent von X, Instagram, Bluesky und Co. soll sich vor allem dadurch auszeichnen, dass alle Nutzer garantiert echte Menschen sind.

Video starten 1:15 Chrome wird zum KI-Browser: Google stellt neue Gemini-Features vor

Dass diese eigentlich naheliegende Idee überhaupt relevant ist, liegt an einer offensichtlich immer weiter wachsenden Bot-Problematik auf vielen Sozialen Netzwerken. In manchen Fällen sind solche Accounts leicht zu identifizieren, aber durch die schnelle Entwicklung von Sprachmodellen wird das immer schwieriger.

Dazu kommt, dass mittlerweile auch viele »echte« Nutzer Chatbots nutzen, um ihre Gedanken zu ordnen oder in einen Post zu verwandeln. Dadurch verschwimmt die Linie noch stärker. OpenAI-Chef Sam Altman hatte das Problem etwa selbst im Herbst 2025 in einem Post auf X angesprochen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum Twitter-Inhalt

Mögliche Lösungen: Der verlinkte Artikel spricht auch schon von ein paar Lösungsansätzen, mit denen OpenAI das geplante Ziel erreichen möchte. Im Zentrum könnte dabei eine biometrische Identifizierung stehen, etwa durch Apples Face ID oder den »Orb« der Firma »World«.

Dabei handelt es sich um einen kleinen Ball, der mithilfe von Iris-Scanning-Technologie verifiziert, ob ein Mensch auch wirklich ein Mensch ist. Der Orb stammt vom Unternehmen »Tools for Humanity«, das ebenfalls von Sam Altman gegründet wurde.

Diese Methoden könnten tatsächlich insofern funktionieren, dass nur echte Menschen einen Account erstellen können. Ein großes Problem sind dabei allerdings Sicherheitsbedenken. Wenn ein Unternehmen biometrische Daten von zig Millionen Nutzern sammelt, muss es einen ausreichenden Schutz der Daten garantieren.

Mehr zur Dead Internet Theory und wie so etwas in der Praxis aussehen kann, erzählt euch Maxe in seinem Artikel. Der fand sich nämlich plötzlich in einer merkwürdigen WhatsApp-Gruppe wieder, die nur aus Bots bestand.

OpenAI hat sich bisher nicht zu den Berichten geäußert. Klar ist, dass das Unternehmen das eigene Geschäft zukünftig ausbauen möchte und auch eigene Hardware entwickelt. Ein eigenes Soziales Netzwerk würde da gut reinpassen.

zu den Kommentaren (31)

Kommentare(31)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.