Nur wenige Wochen nach dem Release von OpenAIs Video-KI Sora 2 hat das Unternehmen wohl schon die nächste generative KI im Sinn.
OpenAI arbeitet laut The Information offenbar an einem neuen Tool zur KI-gestützten Musikgenerierung (via Techcrunch). Währenddessen wächst die Sorge um KI-generierte Inhalte bei Kunstschaffenden und Labels.
Das Wichtigste in Kürze
Was kann das Tool angeblich? Das Tool soll beispielsweise Videos mit passenden Soundtracks unterlegen oder Gesangsspuren mit instrumentaler Begleitung ergänzen können.
Wie entsteht das Tool? Für die Entwicklung arbeitet OpenAI angeblich mit Studenten und Studentinnen der renommierten Juilliard School zusammen, die Musikpartituren annotieren und so Trainingsdaten liefern.
Wann das Tool auf den Markt kommt und ob es als eigenständiges Produkt oder als Integration in ChatGPT und Sora verfügbar sein wird, ist noch unklar.
Keine ganz neue Idee für OpenAI
Das Unternehmen hat bereits 2020 mit »Jukebox« ein Forschungsprojekt zur KI-Musikkomposition veröffentlicht, diese Richtung danach aber nicht weiterverfolgt. Stattdessen konzentrierte sich OpenAI auf Sprachmodelle für Text-to-Speech- und Speech-to-Text-Anwendungen.
Mit dem neuen Musikmodell würde OpenAI nun in direkte Konkurrenz zu etablierten KI-Musik-Startups wie Suno und Udio treten.
Musikindustrie skeptisch
Die Musikbranche steht KI-generierten Inhalten generell skeptisch gegenüber – und das hat gute Gründe. Große Plattenlabels haben bereits Klagen gegen die KI-Musik-Startups Suno und Udio eingereicht. Der Vorwurf: Die Unternehmen sollen urheberrechtlich geschützte Songs für das Training ihrer KI-Modelle verwenden.
OpenAI-CEO Sam Altman äußerte sich zu dieser Problematik bereits während des kontroversen Launches der Sora-App. Er kündigte an, dass Rechteinhaber künftig an den Erlösen beteiligt werden sollten.
Konkrete Pläne, wie das praktisch umgesetzt werden soll, fehlen bislang.
Existenzielle Bedrohung für Kunstschaffende?
Für viele Musikschaffende geht es um ihre wirtschaftliche Existenz. Die Musikbranche hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert:
- Streaming-Plattformen bieten zwar mehr Reichweite, aber verschwindend geringe Einnahmen.
- Auf Spotify erhalten Künstler und Künstlerinnen durchschnittlich nur etwa 0,003 Euro pro Stream.
- Der Markt wird zunehmend von KI-generierten Songs geflutet.
Ein prominentes Beispiel ist die Band The Velvet Sundown: Komplett KI-generiert, werden ihre Songs trotzdem millionenfach abgerufen. Laut Deezer sind mittlerweile 18 Prozent der auf der Plattform veröffentlichten Titel KI-generiert – Tendenz steigend.
Schaut passend dazu gerne unseren Talk mit Krogi und Evil Jared:
40:49
GameStar Talk: Macht KI die Musik kaputt?
Wie geht es weiter?
Welche Rolle OpenAIs neues Musikmodell in dieser kontroversen Entwicklung spielen wird, bleibt abzuwarten. Bis jetzt handelt es sich bei den Aussagen über die Musik-KI von OpenAI nur um unbestätigte Gerüchte.
Die zentrale Frage bleibt: Kann die Musikindustrie einen Weg finden, KI-Technologie zu nutzen, ohne dabei die Lebensgrundlage echter Künstler und Künstlerinnen zu gefährden?
Was denkt ihr? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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