Nach der Premiere vor wenigen Wochen in China hat Oppo nun die Details zum europäischen Marktstart seiner neuen Flaggschiffe für die kommenden Monate bestätigt. Die eigentliche Überraschung bleibt dabei aus: Das Oppo Find X10 und das Find X10 Pro Max erscheinen nahezu zeitgleich mit der Vivo-X500-Reihe und schließen damit ein spektakuläres Jahr für die mobile Fotografie ab.
Doch auch wenn ein Smartphone für fast 1.300 Euro spannend ist, gebührt das Rampenlicht dem Pro-Max-Modell. Dessen Mission ist eindeutig: die Grenze zwischen Smartphone-Fotografie und »klassischen« Kameras noch weiter verschwimmen zu lassen.
Das Wichtigste im Überblick
Bei den technischen Daten liefern beide Modelle exakt das ab, was ihr heutzutage von der absoluten Spitzenklasse erwartet. Sie teilen sich ein erstklassiges Display, 12 GB RAM, schnellen UFS-4.1-Speicher sowie riesige Akkus, die für ordentlich Ausdauer im Alltag sorgen.
Anstatt auf Qualcomms neueste Prozessoren zu setzen, arbeiten beide Geräte mit MediaTek-SoCs. Das Pro Max nutzt den Dimensity 9600 Pro im 2-Nanometer-Verfahren, während im Standard-X10 der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Dimensity 9600M steckt.
Auch wenn sich die Namen nur um einen Buchstaben unterscheiden, bietet der 9600 Pro spürbar mehr Hochleistungskerne sowie eine deutlich potentere Grafikeinheit.
Gerätespezifikationen
| | Oppo Find X10 Pro Max | Oppo Find X10 |
|---|---|---|
| DISPLAY | 6,78 Zoll AMOLED-Panel Auflösung: 2.772 x 1.272 Pixel 144 Hertz Bildwiederholrate 3.600 Nits Spitzenhelligkeit 3.840 Hertz Touch-Abtastrate | 6,59 Zoll AMOLED-Panel Auflösung: 2.772 x 1.272 Pixel 144 Hertz Bildwiederholrate 3.600 Nits Spitzenhelligkeit 3.840 Hertz Touch-Abtastrate |
| ABMESSUNGEN UND GEWICHT | 161,3 x 76,6 x 8,4 mm 233 Gramm | 156,5 x 74,3 x 8,4 mm 216 Gramm |
| PROZESSOR | MediaTek Dimensity 9600 Pro | MediaTek Dimensity 9600M |
| ARBEITSSPEICHER | 12 GB | 12 GB |
| SPEICHERPLATZ | 512 GB UFS 4.1 | 256 oder 512 GB UFS 4.1 |
| AKKU | 7.150 mAh 80 Watt kabelgebundenes Laden 50 Watt kabelloses Laden 10 Watt Reverse Wireless Charging | 7.150 mAh 80 Watt kabelgebundenes Laden 50 Watt kabelloses Laden 10 Watt Reverse Wireless Charging |
| BETRIEBSSYSTEM | Android 17 + ColorOS 17 | Android 17 + ColorOS 17 |
| KONNEKTIVITÄT | Wi-Fi 7 Bluetooth 6.2 NFC GPS Infrarotsender | Wi-Fi 7 Bluetooth 6.2 NFC GPS Infrarotsender |
| SONSTIGES | IP69-Zertifizierung Ultraschall-Fingerabdrucksensor | IP69-Zertifizierung Ultraschall-Fingerabdrucksensor |
| PREIS | 1.800 Euro | Ab 1.300 Euro |
Kameraspezifikationen
| Oppo Find X10 Pro Max | Oppo Find X10 | |
|---|---|---|
| HAUPTKAMERA | 200 Megapixel1/1,3-Zoll-Sensor0,6-Mikrometer-PixelBlende f/1,524 mm BrennweiteOIS | 200 Megapixel1/1,4-Zoll-Sensor0,56-Mikrometer-PixelBlende f/1,623 mm BrennweiteOIS |
| TELEKAMERA | 200 Megapixel1/1,56-Zoll-Sensor0,5-Mikrometer-PixelBlende f/2,170 mm Brennweite (3x)PeriskopsystemOIS | 200 Megapixel1/1,56-Zoll-Sensor0,5-Mikrometer-PixelBlende f/2,665 mm Brennweite (2,8x)PeriskopsystemOIS |
| ULTRAWEITWINKEL | 200 Megapixel1/1,56-Zoll-Sensor0,5-Mikrometer-Pixel13 mm BrennweiteBlende f/2,2 | 50 Megapixel1/2,75-Zoll-Sensor0,64-Mikrometer-Pixel15 mm BrennweiteBlende f/2 |
| FRONTKAMERA | 50 Megapixel1/2,76-Zoll-Sensor0,64-Mikrometer-PixelBlende f/218 mm Brennweite | 50 Megapixel1/2,76-Zoll-Sensor0,64-Mikrometer-PixelBlende f/218 mm Brennweite |
Voller Fokus auf die Kameras
Die Hardware-Basis überzeugt, doch der eigentliche Schwerpunkt liegt klar auf der Fotografie.
Ungewöhnlich ist diesmal die Modellstaffelung: Statt eines regulären Modells und einer Pro-Version überspringt Oppo diesen Zwischenschritt und springt direkt vom Basismodell zum Pro Max. Dadurch unterscheidet sich die Kameraausstattung der beiden Geräte grundlegend, wie der direkte Vergleich zeigt.
Es geht hierbei längst nicht nur um reine Megapixelzahlen, von denen bereits das Standard-Find-X10 reichlich mitbringt. Vielmehr unterscheiden sich die drei Objektive in Sensorgröße und Optik deutlich voneinander (siehe Tabelle oben).
Das Find X10 Pro Max zieht klar den Vorteil aus größeren Sensoren bei Haupt- und Ultraweitwinkelkamera sowie einer längeren optischen Brennweite bei der Telekamera.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Der Telekonverter als Trumpfkarte
Ein zentrales Merkmal der jüngsten Flaggschiffe behält Oppo konsequent bei – die Telekonverter. Ähnlich wie Vivo mit seinen Zeiss-Optiken schnürt Oppo in Zusammenarbeit mit Hasselblad ein Foto-Kit, das aus einer speziellen Schutzhülle und einem ansteckbaren Telekonverter für das Pro Max besteht.
Damit springt ihr von der nativen dreifachen Vergrößerung direkt auf einen optischen 10-fachen optischen Zoom, der sich dank der enormen Sensorauflösung mit erstaunlich hoher Schärfe auf bis zu 40-fache Vergrößerung erweitern lässt (mit mehr Qualitätsverlust). Wer derzeit auf der Suche nach einem neuen High-End-Smartphone ist, findet in solchen modularen Erweiterungen eine der spannendsten Innovationen der Branche in den letzten Jahren.
Auf den ersten Blick erinnert das Prinzip vielleicht an günstige Clip-Objektive von Amazon oder AliExpress, die viel versprechen, in der Praxis jedoch enttäuschen.
Jene Zubehörlinsen sind klobig, besitzen keine Bildstabilisierung und passen als Universallösungen nie perfekt auf ein einzelnes Gerät. Die Telekonverter von Oppo, Vivo oder Honor sind dagegen maßgeschneidert auf das jeweilige Smartphone abgestimmt – und die optischen Resultate sprechen für sich.
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Foto-Dreigestirn
Genau dieser Vorstoß chinesischer Hersteller verschafft ihnen derzeit einen sichtbaren Vorsprung vor Samsung oder US-Konkurrenten. Oppo und Vivo setzen voll auf Telekonverter – Vivo in der aktuellen Generation sogar mit zwei unterschiedlichen Brennweiten –, und daneben trumpft Xiaomi auf.
Mit dem Xiaomi 17 Ultra lieferten die Entwickler nicht nur einen erstklassigen Zoom, sondern auch einen echten 1-Zoll-Sensor in der Hauptkamera ab.
Zwar experimentiert Apple beim iPhone 18 Pro Max ebenfalls mit einer variablen Blende als kreativem Werkzeug, doch wenn es um das vielseitigste Gesamtsystem für Foto-Enthusiasten geht, geben Oppo, Vivo und Xiaomi seit geraumer Zeit den Takt vor.
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Die Sache mit dem Preis
Diese Spitzenleistung schlägt sich allerdings direkt im Preis nieder. Was Vivo für das X500 Pro Max in Europa verlangt, erfahren wir in wenigen Tagen. Bei Oppo bedeutet der technische Sprung jedenfalls einen tiefen Griff in die Tasche.
Das Find X10 kostet rund 1.300 Euro (UVP), während das Find X10 Pro Max mit stolzen 1.800 Euro (UVP) zu Buche schlägt.
Zwar locken beide Geräte mit Launch-Aktionen (Telekonverter ist inklusive), dennoch handelt es sich um eine gewaltige Summe. Angesichts der aktuellen Kosten für Schlüsselkomponenten werdet ihr euch an dieses Preisniveau im absoluten High-End-Segment wohl oder übel gewöhnen müssen.





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