Palmer Luckey über Magic Leap - AR-Brille »eine Tragödie« für die Branche

Der als Mitgründer von Oculus bekannte Palmer Luckey hat sich die neue AR-Brille Magic Leap angesehen und nennt sie einen traurigen Haufen – Tragic Heap.

von Georg Wieselsberger,
28.08.2018 07:55 Uhr

Magic Leap One ist laut Palmer Luckey eine Tragödie. (Bildquelle: Magic Leap)Magic Leap One ist laut Palmer Luckey eine Tragödie. (Bildquelle: Magic Leap)

Schon die Überschrift des Blogbeitrags von Oculus-Mitgründer Palmer Luckey bezeichnet die Augmented-Reality-Brille Magic Leap als Tragic Heap (trauriger Haufen). Luckey betont, dass diese Überschrift ganz bewusst gewählt worden sei, weil er für den Bereich VR und alle anderen Technologien dieser Art nur das Beste wolle. Doch die AR-Brille von Magic Leap sei eine Tragödie und das insbesondere, weil der Hype und die hohen Investitionen anderen im AR-Bereich die Luft entzogen hätten.

Die Brille sei nicht einmal ein wirklich funktionierendes Entwickler-Kit, sondern ein Hype-Vehikel, das fast niemand sinnvoll nutzen könne und viele Design-Entscheidungen seien anscheinend sogar dieser Tatsache zu verdanken. Fast keines der Versprechen, die zu einer Monopolisierung der Investitionen für den AR-Bereich geführt hätten, werde eingehalten.

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Luckey nennt auch viele Gründe für seine Ansicht. Das Tracking sei schlecht, der Controller reagiere langsam, das magnetische Tracking wandere umher und sei in der Nähe von Stahl praktisch unbrauchbar. Das sei in einem Haus aus Holz toll, aber nicht, wenn man in einer industriellen Umgebung arbeiten wolle. Der kleine, puckförmige Rechner, der extern getragen wird, um die Brille leicht zu machen, sei das Beste an der Magic Leap One, sogar ein A+ als Note wert. Die Batterie sei leider nicht austauschbar, aber niemand werde die Brille lang genug verwenden, als dass das eine Rolle spielen würde, so Luckey.

Das Display sei keine Lichtfeld-Technik, aber akzeptabel mit einem etwas besseren Sichtfeld, dafür schlimmeren Artefakten. Das angeblich ganz neue LuminOS sei nichts anderes als Android mit ein paar zusätzlichen Funktionen.

Insgesamt sei die Brille nichts anderes als eine Art Hololens 1.1, aber kein Fortschritt bei Augmented Reality für Verbraucher. Außerdem verweist Luckey noch darauf, dass schon die Fotos von Prototypen mit leuchtenden Kabeln vor Jahren nur Show waren. Es handele sich nur um elektroluminiszente Kabel ohne Funktion, mit denen man auch seinen PC für 20 US-Dollar verschönern könne.

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