Zuerst habe ich immer nur mit Kohle gegrillt, dann jahrelang ausschließlich mit Gas – und nun mit keinem von beidem mehr. Trotzdem schmeckt mein Essen vom Grill besser denn je. Ich bin innerhalb kürzester Zeit ein großer Fan dieser Art von Grill geworden und möchte euch hier erzählen, warum ich sie so spannend finde. Denn momentan kennen gar nicht mal so viele Leute das Prinzip.
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Die letzten fünf oder sechs Jahre habe ich ausschließlich mit meinem wirklich guten Gasgrill gegrillt – einem Vorgänger der Burnhard FRED Deluxe. An ihm ist nichts falsch, er hat sogar, wie immer bei Burnhard, einen Flaschenöffner dabei.
Wir wollen hier aber eher vom Essen als vom Trinken reden. Denn eigentlich hatte mich der Reiz am Grillen so ein bisschen verlassen. Das normale BBQ langweilte mich. Ein wenig frischer Wind könnte bei sowas ja helfen – aber Gas, Kohle oder Elektro? Hat mich nicht so gereizt.
Ein echter Smoker hingegen schon. Worauf ich aber keine Lust hatte, war die viele Arbeit, die das bedeutet.
Der Pelletgrill: einfach wie ein Ofen, geschmacklich wie ein echter Smoker
Jetzt grille ich mit Hartholzpellets. Und die gibt's in ganz verschiedenen Sorten, die jeweils nochmal einen unterschiedlichen Geschmack bringen. Ein paar Beispiele gefällg?
- Apfelpellets: Mit ihnen habe ich kürzlich Räucherlachs und Steckerlfisch gemacht – Mjami! Leicht süßlich und eher mild.
- Hickory-Pellets: Eher stärker in der Rauchnote, relativ herb, benutze ich meistens für Pulled Pork, Pulled Beef und Gerichte, wo ich eine starke Rauchnote haben will
- Whiskey-Fass-Pellets: Jap, kein Schmu, es gibt Pellets aus alten Whiskey-Fässern, die zumeist aus Eiche gemacht sind. Die liegen bei mir aktuell noch im Lager, da ich mir noch unschlüssig bin, welches Gericht ich damit machen will. Vielleicht ein Brisket?
- Mesquite: Der Rauch-Dampfhammer. Mesquite gilt als eines der stärksten Hölzer zum Räuchern, habe ich persönlich aber noch nicht ausprobiert. Wird aber im Winter kommen!
Warum der Burnhard Flint mich geschmacklich so umhaut
Der Pelletgrill ist eben sowohl Smoker als auch Grill. Das hat gleich zwei konkrete Vorteile: Einerseits habe ich das Räuchern erstmal als Grundfunktion. Andererseits lässt ein Pelletgrill aber auch Garen bei Niedrigtemperatur einfacher zu als fast alle anderen Arten von Grill.
Um das zu erklären, muss ich einmal kurz erklären, wie so ein Pelletgrill überhaupt funktioniert. Ihr habt letztlich einen Tank für die Pellets. Auf dem Bild oben seht ihr ihn links. Von dort aus führt ein kleines Rohr, in dem die spiralförmige Förderschnecke ist, in die Brennkammer. Dort werden die Pellets erhitzt, sodass sie möglichst effizient verbrennen und damit Rauch produzieren.
Der Grill nimmt euch die meiste Arbeit ab
Natürlich könnt ihr einfach Burgerpatties, ein Steak oder Gemüse auf den Rost werfen. Spannender wird‘'’s, wenn man sich an etwas komplexere Gerichte wagt: Pulled Pork (oder Beef), Räucherlachs oder Burnt Belly Ends. Das sind alles Dinge, die einige Stunden (oder gar mehr als einen Tag) im Smoker benötigen. Bei normalen Smokern oder bei Gasgrills mit Räucherchips muss man ständig nachjustieren und schauen, dass die Temperatur passt – häufig irgendwas zwischen 80 und 120 Grad Celsius.
Beim Pelletsmoker stelle ich die Temperatur einfach ein und der Grill macht den Rest. Ein Fühler misst alle paar Sekunden die Temperatur und die Steuereinheit regelt die Geschwindigkeit und Intensität, in der die Pellets erhitzt werden. Einfacher geht's nicht.
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Letztlich sind das die Gründe, warum ich meinem Pelletgrill schier verfallen bin. Ich habe einerseits dieses unschlagbare, echte Raucharoma als zusätzliche Geschmacksdimension und andererseits gar nicht mal so viel Arbeit mit solchen Gerichten.
Gerade jetzt in diesem Augenblick habe ich ein Pulled Pork auf dem Rost (Bild oben). Ich habe das heute Morgen mariniert, dann vier Stunden auf dem Rost gelassen und eben erst in Alufolie für die Texas-Krücke
(Texas Crutch) gepackt.
Mit den integrierten Fleischthermometern kann ich jederzeit die Innentemperatur des Pulled Porks nachsehen. Wenn es nachher gar ist, nehme ich es heraus, lasse etwas nachziehen, zupfe und freue mich, wenn ich meinen Gästen wieder was richtig Leckeres kredenzen kann.
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Pelletgrills: Burnhard Flint im Test
Der Pelletgrill macht zugänglich, was früher Enthusiasten vorbehalten war
Heute Abend gibt's also wieder gutes Mampfi und ich hatte nur relativ wenig Aufwand damit. Gut, ich habe mittlerweile auch Erfahrung gesammelt. Aber letztlich kann ich jetzt Gerichte zaubern, an die ich mich vorher nie getraut hatte.
Stressfrei. Obwohl wir zwei Kinder unter zwei haben. Eltern wissen, was das heißt.
Allein dafür liebe ich meinen Pelletsmoker. Und wann immer ich wieder etwas probiere und das Schmausen beginnt, liebe ich ihn ein Stückchen mehr.
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