Philips Gaming-Monitor im Test: Für die meisten geradezu perfekt – aber nicht für mich

Der Philips Evnia 34M2C6500 überzeugt mit beeindruckenden QD-OLED-Spezifikationen und einem fairen Preis, ideal für Gamer mit Mittelklasse-Grafikkarten.

Der Philips Evnia 34M2C6500 bekommt unseren Preis-Leistungs-Award. Er ist zwar für mich speziell nicht perfekt, für die meisten anderen die einen OLED-Monitor zum kleinen Preis suchen aber schon. Der Philips Evnia 34M2C6500 bekommt unseren Preis-Leistungs-Award. Er ist zwar für mich speziell nicht perfekt, für die meisten anderen die einen OLED-Monitor zum kleinen Preis suchen aber schon.

Der Philips Evnia 34M2C6500 könnte aus Preis-Leistungs-Sicht für viele der perfekte Gaming-Monitor sein. Warum ich persönlich ihn mir trotzdem nicht kaufen, aber anderen empfehlen würde, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Transparenzhinweis: Philips hat mir den Evnia 34M2C6500 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Preis-Leistungs-Tipp
Philips Evnia 34M2C6500
Philips Evnia 34M2C6500
Das hier ist ein Gaming-Monitor für jedermann, auch solche, die nicht bereit sind, unvernünftige Preise für Spiele-Hardware auszugeben.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Satte Farben und tiefe Schwarztöne
  • Flotte Bildwiederholrate
  • Auch für Mittelklasse-Setup geeignet
  • Ambiglow-Funktion
  • Nicht sehr hell mit glänzendem Display
  • Kein USB-C mit Power Delivery
  • Bedienung und Menü unübersichtlich
Philips Evnia 34M2C6500
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Farben werden beim Philips Evnia 34M2C6500 sehr schön dargestellt. Auch die Schwarztöne überzeugen. Farben werden beim Philips Evnia 34M2C6500 sehr schön dargestellt. Auch die Schwarztöne überzeugen.

Der OLED-Monitor für jedermann

Für die meisten Spieler, die einfach nur einen wirklich guten Ultrawide-OLED-Monitor mit gehobenen Spezifikationen wollen und kein Geld für eine High-End-Grafikkarte ausgeben möchten, könnte der Philips Evnia 34M2C6500 ideal sein.

Für gewöhnlich sind OLED-Gaming-Monitore wesentlich teurer als Geräte mit anderen Panels. Das ist auch Anfang 2025 noch der Fall.

Hier kommt eine Besonderheit des Philips Evnia 34M2C6500 zu Tragen, denn obwohl es sich um einen 34-Zoll-QD-OLED-Monitor handelt, ist die UVP mit rund 870 Euro vergleichsweise günstig.

Wissenswertes zum Test
Spezifikationen
  • Auflösung: 3440 x 1440 Pixel (UltraWide WQHD)
  • Panel: QD-OLED
  • Bildwiederholrate: 175 Hertz
  • Größe: 86,36 cm (34 Zoll)
  • Helligkeit: 250 cd/m²
  • Signal Input: HDMI 2.0 x 2, DisplayPort 1.4 x 1
  • Sync Input: Separate Sync
  • Audio: Kopfhörerausgang
  • HDCP: HDCP 1.4 (HDMI/DisplayPort), HDCP 2.2 (HDMI/DisplayPort)
  • USB-Hub: USB 3.2 Gen 1/5 Gbps, USB-B Upstream x 1, USB-A Downstream x 2 (inkl. einem zum Schnelladen)
  • Ergonomie: Höhe, Neigung, Drehung
  • HDR: VESA DisplayHDR True Black 400
  • Extras: Ambiglow-Beleuchtung, Game-Modus für Anzeigeleistung, Smart-Crosshair-Fadenkreuz (passt Farbe zur Abhebung vom Hintergrund an)
Preis und Verfügbarkeit
  • Release: Bereits erfolgt (Juli 2024)
  • Preis: 870 Euro (UVP), zu bekommen ab 600 Euro
So habe ich getestet

Ich hatte den Philips Evnia 34M2C6500 drei Monate lang im Einsatz. Während dieser Zeit habe ich mit dem Gaming-Monitor acht Stunden täglich meinen Job als Redakteurin erledigt und nach Feierabend sowie an den Wochenenden über meine PS5 und am PC gespielt.

Etwa ein halbes Jahr nach dem Release im Sommer 2024 kann man den WQHD-Monitor sogar schon ab 600 Euro bekommen.

Das Bild kann sich bereits auf den Werkseinstellungen sehen lassen. Die Farben sind satt, die Schwarztöne tief. Dank flotter Bildwiederholrate von 175 Hertz spielt es sich flüssig, die Reaktionszeiten sind typisch für OLED extrem gering.

Für ein schönes Ambiente, das zudem in abgedunkelten Räumen die Augen entlasten kann, sorgt beim Philips Evnia 34M2C6500 Ambiglow.

Die Rechtecke links, rechts und oben auf der Rückseite sind die Ambiglow-Elemente. Die Rechtecke links, rechts und oben auf der Rückseite sind die Ambiglow-Elemente.

Die Leuchtelemente können auf verschiedene Arten verändert und an das Spiel angepasst werden. Wer Ambilight bereits von Philips-TVs kennt, wird von der geringeren Leuchtkraft, die vielmehr für Schreibtische, die direkt an der Wand stehen, gedacht ist, eher enttäuscht sein.

Als Sync-Technologie wird Adaptive Sync verwendet, das mit diversen AMD-Grafikkarten kompatibel ist. G-Sync von Nvidia wird offiziell nicht unterstützt.

Warum es dennoch kein Monitor für mich ist

Nach rund 85 Gaming-Monitor-Tests habe ich natürlich sehr konkrete Vorstellungen davon, was für einen Bildschirm ich mag.

Bei OLED-Monitoren ist die Darstellung von Schrift oft nicht optimal. Manche setzen inzwischen auf eine neuere Panel-Technologie, die dieses altbekannte Problem weitestgehend beheben soll.

Der Philips Evnia 34M2C6500 hat aber noch eines der Panels verbaut, die Schrift weniger schön und etwas ausgefranst ausgeben.

Da ich am Monitor nicht nur spiele, sondern auch 40 Stunden die Woche in Texten arbeite, ist dieser Aspekt relevant für mich. Für Leute, die am Display hauptsächlich zocken wollen, soll dies aber kein Hindernis sein.

Weiter nervt mich das ständige Zurücksetzen der Pixel. Der Monitor macht das zwar automatisch, beispielsweise über Nacht, aber für gewöhnlich schalte ich über eine Schaltersteckdose mein gesamtes Schreibtischsetup nachts aus.

Wenn der Bildschirm in den Ruhezeiten keine Gelegenheit von mir bekommt, sich zurückzusetzen, macht er das einfach über Tag, und zwar auch dann, wenn ich ihn gerade benutze. Per Countdown wird der Prozess mehrmals angekündigt.

Die beiden USB-Anschlüsse sind weiter vorne platziert und somit besser erreichbar als die anderen Slots. Die beiden USB-Anschlüsse sind weiter vorne platziert und somit besser erreichbar als die anderen Slots.

Man kann den automatischen Hinweis zwar abschalten, benötigt aber praktisch hellseherische Fähigkeiten, um diesen Punkt im unübersichtlichen Menü zu finden. Immerhin liegt aber eine Anleitung auf Englisch dabei.

Außerdem wird die Zeit, die der Bildschirm eingeschaltet ist, trotzdem getrackt. Auch, wenn der automatische Hinweis ausgeschaltet ist, gibt es nach 16 Stunden den Refresh.

Weniger relevant, aber eine Ergänzung zu den anderen Punkten: Der Philips Evnia 34M2C6500 hat ein glänzendes, stark reflektierendes Panel.

Das ist am Tag manchmal weniger toll, weil wirklich alles Mögliche reflektiert wird. Die vergleichsweise geringe Helligkeit ist hierbei nicht hilfreich.

Die gesprenkelten Flecken auf den Füßen haben mich manchmal irritiert, weil sie wie Dreck aussehen. Die gesprenkelten Flecken auf den Füßen haben mich manchmal irritiert, weil sie wie Dreck aussehen.

Solltet ihr euch den Philips Evnia 34M2C6500 kaufen?

Der Philips Evnia 34M2C6500 lohnt sich für euch, wenn ihr ...

  • ... einen günstigen UltraWide-OLED-Gaming-Monitor mit gutem Bildergebnis sucht.
  • ... nur eine Mittelklassegrafikkarte habt.
  • ... Ambiglow mögt und oft in abgedunkelten Räumen spielt.

Video starten 56:16 Noch unsicher bei OLED-Monitoren? Diese Vorteile machen den Unterschied

Alternativen zum Philips Evnia 34M2C6500

  • LG UltraGear 34GS95QE oder
  • Asus ROG Swift OLED PG34WCDM, wenn ihr einen helleren, schnelleren UW-OLED-Monitor wollt.

Weitere Alternativen zum Philips Evnia 34M2C6500 findet ihr in unserer großen Kaufberatung zum Thema:

Aus Preis-Leistungs-Sicht ist der Philips Evnia 34M2C6500 eine wirklich gute Wahl. Wer schlichtweg ein hübsches Bild mit super Schwarz- und Farbdarstellung sucht, keine Unmengen für einen UltraWide OLED-Monitor ausgeben will und keine High-End-Grafikkarte besitzt, bekommt mit diesem Gaming-Monitor einen der derzeit günstigsten seiner Art. Deshalb haben wir uns entschieden, unseren Preis-Leistungs-Award zu vergeben.

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