Die PlayStation 5 nähert sich ihrem 5. Geburtstag und allmählich schießen die Gerüchte und Diskussionen um ihren Nachfolger hervor. Bei den Tech-Experten der Digital Foundry ging es kürzlich um die RAM-Bestückung der PS6 und die Sinnhaftigkeit bestimmter Kapazitäten – die Community selbst hat indes eine klare Tendenz.
24 oder 32 GByte Arbeitsspeicher für die PlayStation 6?
Auf die Frage eines Zuschauers, ob die nächste Konsolengeneration »Unmengen an RAM« besitzen könnte, antwortete die Digital Foundry zunächst einmal optimistisch. So werde die PS6 sicherlich mehr RAM als ihr Vorgänger besitzen – die PS5 hatte 16 GByte, die Pro-Version zwei zusätzliche GByte –, doch über die genaue Menge herrscht Unklarheit.
- Alex Battaglia schätzt, dass Sony bei der PS6 auf 24 Gigabyte RAM setzen wird. Battaglia begründet diese Einschätzung mit den steigenden Anforderungen durch Raytracing und maschinelles Lernen.
- Sein Kollege Oliver Mackenzie sieht indes eine Spanne zwischen 24 und 32 GByte als realistisch an, wobei er 24 GByte für ausreichend hält.
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Keine Einigkeit unter den Fans
In den Kommentaren zum YouTube-Ausschnitt tut sich eine Meinungskluft auf, welchen Weg Sony tatsächlich einschlagen sollte. Mehrere Nutzer finden eine Verdopplung des Speichers von 16 auf 32 GByte wie bei früheren Generationssprüngen gerechtfertigt.
- Die Konsolen würden länger auf dem Markt bleiben; angesichts der Entwicklung bei Gaming-PCs seien 32 GByte zeitgemäß.
- Einige Stimmen weisen darauf hin, dass aktuelle High-End-PCs ebenfalls immer häufiger 32 GByte an RAM benötigen, um moderne Spiele (insbesondere mit Raytracing) optimal darzustellen (via »Bit-Z1«).
Allerdings wird ebenso häufig bezweifelt, dass Sony tatsächlich auf 32 GByte geht, da die Bauteile immer teurer werden: »Preissteigerungen und potenzielle Zölle - ich habe das Gefühl, es wird nur auf 24 GByte erhöht« (via »MoMo-ul6uk«).
Daraus entsteht auch die Sorge, dass der PlayStation 6 ein ähnliches Schicksal wie der Xbox Series S (via »AnDre-fj5lb«) droht, die aufgrund zu knapp bemessenen Speichers regelmäßig in die Kritik gerät. Prominente Fallbeispiele hierfür waren etwa Baldur's Gate 3 oder Black Myth: Wukong, die aufgrund der zunächst erzwungenen Feature-Parität erst mit reichlich Verzögerung auf den Xbox-Konsolen landeten.
Branchenbeobachter treten auf die Bremse
Die Digital Foundry warnt ebenfalls vor überzogenen Erwartungen. Speicher-Upgrades jenseits von 32 GByte würden die Produktionskosten erheblich steigern – bis zu drei US-Dollar pro Gigabyte GDDR7-Speicher. Bei Millionen von Konsolen über einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren summieren sich diese Kosten zu einem beträchtlichen Faktor.
Gleichzeitig betonen die Experten, dass trotz moderater Speicher-Upgrades deutliche Verbesserungen möglich sind. Moderne KI-Modelle für Grafikzwecke benötigen demzufolge oft weniger als ein Gigabyte Speicher, Effizienzsteigerungen könnten daher wichtiger werden als reine Hardware-Power.
Auch Ex-PlayStation-Chef Shawn Layden trat in den vergangenen Monaten regelmäßig auf die Bremse. Der Sprung von PS5 zu PS6 werde nicht so dramatisch ausfallen wie frühere Generationswechsel; statt technischer Verbesserungen ist schlicht ein anderer Fokus für einen erfolgreichen Launch notwendig.
Sony arbeitet für die nächste Konsolengeneration weiterhin eng mit AMD zusammen, um die nächste PlayStation-Generation zu entwickeln:
- Für die PS6 ist laut jüngsten Leaks des als zuverlässig geltenden Kepler_L2 der Einsatz von AMDs UDNA-Architektur geplant, die gegenüber der aktuellen RDNA-Generation etwa 20 Prozent mehr Rasterleistung und eine Verdopplung der Raytracing-Performance bieten soll.
- Die Partnerschaft mit AMD namens »Project Amethyst« fokussiert sich indes auf maschinelles Lernen und verbesserte Grafikfähigkeiten – also genau jene Aspekte, für die das geforderte RAM-Upgrade notwendig wäre.
32 GByte Arbeitsspeicher - oder doch ein ganz anderer Fokus für die PlayStation 6? Was wünscht ihr euch von der kommenden Konsolengeneration? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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